Bewertung: 8
Wes Craven

Scream 4

Don't fuck with the original.

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Inhalt

Zehn Jahre nach den schrecklichen Ereignissen in Woodsboro kehrt Sidney Prescott (Neve Campbell) in ihre Heimat zurück, um ihr neues Buch zu promoten. Zur selben Zeit werden zwei Teenager ermordet und schnell wird klar, dass Ghostface wieder hinter Sidney her ist. Zusammen mit ihren Freunden Dewey (David Arquette) und Gale (Courtney Cox), die seit zehn Jahren verheiratet sind, und ihrer Cousine Jill (Emma Roberts) versucht sie den Killer zu fassen, bevor all ihre Freunde ihm zum Opfer fallen.

Kritik

Der wohl meisterwartete Horrorfilm 2011 kommt endlich in die Kinos. 15 Jahre nach dem ersten Teil der "Scream"-Reihe, die damals eigentlich noch als Trilogie geplant war, macht sich Ghostface wieder auf die Jagd nach Sidney und ihren Freunden und Verwandten.

Meine Erwartungen waren hoch und wurden nicht enttäuscht. Schon die Opening Scene, die in den "Scream"-Filmen immer etwas Besonderes ist, lässt das alte "Scream"-Feeling wieder aufleben. Und das ist dem Film auch sehr hoch anzurechnen, denn er schafft es, das alte Feeling der Horror-Reihe zu bewahren, wirkt aber gleichzeitig frisch und neu, und nicht wie eine gewöhnliche 0815-Fortsetzung. Natürlich gibt es auch hier ab und zu die üblichen Klischees, aber Wes Craven hat es geschafft, auch neue Ideen miteinzubringen.

Wie bei "Scream" üblich gibt es wieder einige Anspielungen auf die berühmtesten Horrorstreifen und gleichzeitig wird auch auf sehr amüsante Weise über die Entwicklung des Horror-Genres in den letzten zehn Jahren diskutiert und der ein oder andere Film aufs Korn genommen. Allgemein ist der Humor ein wichtiger Bestandteil im "Scream"-Universum und kommt auch im vierten Teil nicht zu kurz. Vor allem Courtney Cox als Gale sorgt für die besten Sprüche, aber auch Judy (Marley Shelton), Kirby (Hayden Panettiere) oder Rebecca (Alison Brie) sind sehr amüsant.

Die Teenies, genau wie die Erwachsenen, werden nach den modernsten Horror-Regeln nacheinander von Ghostface abgeschlachtet. Die Charaktere sterben zwar brutal, jedoch nicht unbedingt auf originelle Weise, aber das war bei "Scream" nie der Fall und ist zudem mal wieder sehr erfrischend, versuchen die meisten Horrorfilme sich doch heutzutage in Sachen Brutalität und Folterszenen zu überbieten.

Spannend wird es bei der Suche nach dem Killer, denn mal wieder kommt jeder als Täter in Frage. Die Auflösung war dann doch sehr überraschend. Man freut sich natürlich, die alten Charaktere Sidney, Gale und Dewey wieder auf der Leinwand zusehen, aber auch die neuen Charaktere können überzeugen. Schauspielerisch sticht besonders Hayden Panettiere positiv heraus, aber auch Teenie-Star Emma Roberts kann überzeugen.

Fazit

Wes Craven schafft es, das "Scream"-Franchise mit neuen Ideen wiederzubeleben, bewahrt aber dennoch das alte Feeling der Horror-Reihe. Neve Campbell überzeugt immer noch als Scream-Queen und auch die neuen Darsteller geben ihr Bestes und machen den Film zu einem grandiosen Horrorvergnügen.

Kevin Dave Surauf - myFanbase
18.04.2011

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