Bewertung: 9

Star Trek

"You've always had a hard time finding your place in this world, haven't you? Never knowing your true worth. You can settle for less in ordinary life, or do you feel like you were meant for something better? Something special."

Foto: Copyright: Paramount Pictures
© Paramount Pictures

Inhalt

In einer fernen Zukunft wird in Iowa gerade ein neues Raumschiff gebaut, das Jahre später unter dem Namen U.S.S. Enterprise Geschichte schreiben wird. Doch noch ist davon nichts zu merken. Der junge James Tiberius Kirk (Chris Pine), der seinen Vater nie kennen lernen konnte, ist ohne die weisende Hand des Vaters zu einen kleinen Draufgänger geworden, der einfach mal so das Auto seines Babysitters klaut und sich damit in Lebensgefahr bringt.

Einige Jahre später die Enterprise ist immer noch nicht fertig ist Kirk zwar älter, aber keineswegs weiser geworden, als ihn Captain Pike (Bruce Greenwood) für die Sternenflotte gewinnen möchte. Dieser war einst ein Freund seines Vaters, der vor 25 Jahren für das Leben von Kirks hochschwangerer Mutter und der Besatzung der U.S.S. Kelvin sein Leben ließ, als diese von Romulanern angegriffen wurde. Kirk nimmt Pikes Angebot überraschend an und beginnt seine Ausbildung an der Akademie. Dort macht er sich mit seiner lockeren Art nicht nur Freunde und stößt vor allem mit dem vulkanischen Überflieger Spock (Zachary Quinto) immer wieder anneinander. Als jedoch Spocks Heimatplanet von Romulanern angegriffen wird, müssen sie zusammenhalten und auf der neuen U.S.S. Enterprise alles für einen erfolgreichen Ausgang der Mission tun...

Kritik

"Der Weltraum unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise." Wer kennt diese Sätze nicht, die einem jede Folge der Serie "Raumschiff Enterprise" eröffnen? Mit dieser kleinen Serie, die 1966 das erste Mal über die US-Bildschirme flimmerte, fing ein Fandome an, dass seither seinesgleichen sucht. Kein anderes Phänomen hat so eine Hardcore-Fangemeinde hinter sich. Mit den insgesamt sechs TV-Projekten und zehn Filmen wuchs der Kreuzzug der eingefleischten Trekkies. Keine leichte Aufgabe also, der sich J. J. Abrams gestellt hat, als er die Regie für den nunmehr elften "Star Trek"-Film übernahm. Doch Abrams war sich dieser Aufgabe bewusst, er wusste, dass er Gegenwind bekommen würde, doch er wusste auch, dass es sich lohnen würde. Er beauftragte zwei seiner Schreiber, Alex Kurtzman und Roberto Orci ("Alias - Die Agentin", "Fringe") mit der schweren Aufgabe des Drehbuchs. Abrams stellte hohe Anforderungen an sein Team und an sich selber, wollte er doch sowohl die eingeschworenen Fans begeistern als auch neue dazugewinnen und die Ära des Raumschiffs Enterprise ins 21. Jahrhundert bringen.

Doch wie schafft man es, die alte Geschichte in die Neuzeit zu bringen? Mit frischem Wind, jungen Schauspielern und Action wohin das Auge reicht. Dass es nun eine weitere in den letzten Jahren viel zu oft gesehene "Wie alles begann"-Story wurde, war dafür der beste Ausweg. Dennoch ist dies keine gewöhnliche Story, denn diese Geschichte verändert die Geschehnisse und schreibt eine alternative Zeitlinie, die so für die Fans der Serie unbekannt ist. Weitere Projekte sind demnach nicht ausgeschlossen. Genau mit diesem Schritt verliehen sich Abrams und sein Team die Freiheit, die sie brauchten, auch etwas Neues einzufügen und die "Star Trek"-Geschichte neu zu schreiben. Nun also haben Orci und Kurtzman eine Story erschaffen, die spannend und mitreißend ist, gleichzeitig vor Action boomt und doch Gefühle und Humor zeigt. Mehr konnte der geneigte Fan kaum erwarten.

Doch wer sollte in die Rollen der alteingesessenen und bei den Fans so beliebten Charaktere schlüpfen? Ein großes Casting begann, an dessen Ende tatsächlich ein Team an jungen Schauspielern gefunden wurde, dass keine Wünsche offen lässt. Chris Pine als späteren Captain Kirk zu casten war wohl eine äußerst umstrittene Wahl. Der Schauspieler, der bisher meist in Teenieschinken sein Bestes gab, schien nun wirklich wenig geeignet für die große Rolle des Captain Kirks. Doch überraschte Pine fast jeden, ist er doch wirklich perfekt als Kirk. Mit genug Witz und doch Ernsthaftigkeit spielt er den jungen Draufgänger und schafft es, vollends zu überzeugen. Ebenso wie Zachary Quinto, der als Sylar in "Heroes" sein Schauspieltalent schon offenbarte und nun einmal mehr zeigt, was in ihm steckt. Mit perfekt geformten Spock-Brauen und den herrlichen Spitzohren schafft er es, sich mit aller Ernsthaftigkeit, die sein Charakter erfordert, ganz logisch einen Platz in den Newcomerlisten zu sichern. Er ist definitiv die Entdeckung des Films. Ebenfalls überzeugen können aber auch Eric Bana, der als Nero kaum wiederzuerkennen ist, Zoe Saldana, die als wunderschöne Uhura zu sehen ist, und auch die Rollen von Scotty (Simon Pegg), McCoy (Karl Urban), Sulu (John Cho) und Chevko (Anton Yelchin) sind perfekt besetzt. Nebenbei schaut mit Leonard Nimoy auch noch ein Mitglied der Originalbesetzung in dem Film vorbei und spielt noch einmal seine Paraderolle des Spock.

Neben der super Story und den überragenden Charakteren war es wichtig, auch die Optik des Raumschiffs in die Neuzeit zu bringen. Mit viel Glaselementen auf der Brücke und einer Menge Lichteffekten in und um dem neuen Schiff herum überzeugt der Film auch visuell außerordentlich. Und auch die Special-Effects des Films lassen kaum Wünsche offen.

Fazit

Mehr bleibt kaum zu sagen, "Star Trek" ist ein großer Unterhaltungsfilm der sowohl Alt- und Neutrekkies überzeugen wird.

Eva Klose - myFanbase
10.05.2009

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