Bewertung: 8
Kirsten Sheridan

Klang des Herzens, Der

"Die Musik: Wenn ich spiele, werden meine Eltern wissen, dass ich am Leben bin und mich finden." - August Rush

Foto: Copyright: 2008 Universum Film GmbH
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Inhalt

Elf Jahre lebt Evan Taylor (Freddy Highmore) jetzt schon im Kinderheim. Seit seiner Geburt ist er dort und obwohl die meisten im Heim keine Hoffnung mehr darauf haben, ihre Familien wiederzufinden, so lässt sich Evan nicht hängen. Die Musik hilft ihm dabei, denn er hört sie immer und überall. Ob er nun in einem großen Feld steht und der Wind durch die Weizengräser bläst, oder ob er nur spazieren geht, die Musik begleitet ihn und gibt ihm Kraft. Er ist der festen Überzeugung, dass seine Eltern, die er nicht kennt, wissen, wer er ist, wenn sie seine Musik hören könnten. Dann würde er endlich eine Familie haben.

Was Evan nicht weiß, ist, dass seine Eltern nichts von ihm wissen. Die junge und erfolgreiche Cellistin Lyla Novacek (Keri Russell) verbrachte einst die Nacht auf einem Dach in New York mit dem irischen Rockmusiker Louis Connelly (Jonathan Rhys Meyers). Die beiden verliebten sich im ersten Moment ineinander und wurden dann jedoch von Lylas Vater (William Sadler) getrennt. Als die hochschwangere Lyla später einen Unfall hatte, gab ihr Vater unter ihrem Namen den kleinen Jungen zur Adoption frei. Doch sowohl Lyla, als auch Louis spüren immer, dass es noch etwas gibt. Beide geben die Musik auf und hören nie wieder etwas voneinander, obwohl sie sich nie vergessen können. Evan, der nun endlich nach seinen Eltern suchen möchte, landet in New York, dort wo alles anfing, und so nimmt das Schicksal seinen Lauf...

Kritik

Ein Junge, der mit Hilfe der Musik verzweifelt seine Eltern ausfindig machen möchte. Ein junger Musiker, der plötzlich erkennt, dass er seine wahre Liebe finden muss und eine junge Cellistin, die nach Jahren der Abwesenheit von der Bühne merkt, dass sie nur durch die Musik ihren Frieden finden wird. Ja, es klingt kitschig und weiß Gott, der Film ist es auch. Der Film ist klischeehaft und ohne Ende kitschig. Er ist romantisch und naiv, aber er hat dennoch das gewisse Etwas, das es schafft, dass er nicht unerträglich wird.

Der Film wird erzählt wie ein Märchen und als solches sollte man ihn einfach sehen, als ein kitschiges, kleines Märchen, welches perfekt in die Weihnachtszeit passt.

Der Film bietet aber neben dieser Story auch großartige Musik, die unter anderem von den Hauptdarstellern Jonathan Rhys Meyers und Keri Russell vorgetragen wird. Jonathan singt und er tut das wirklich nicht schlecht. Während er in "Elvis" nur lippensynchron zu Elvis Presleys Stimme zu sehen war, zeigt er nun endlich wieder seine wahre Stimme, die sich wirklich hören lassen kann. Aber auch als Schauspieler überzeugt er einmal mehr. Er spielt die traurigen, als auch die fröhlichen Parts seiner Rolle mit viel Überzeugung, auch wenn man ihm die elf Jahre, die zwischen den Szenen liegen sollen, nicht ansieht.

Auch Keri Russell überzeugt. Obwohl sie selber kein Cello spielt, nimmt man ihr dies ohne Weiteres ab und auch sie spielt mit viel Gefühl und Herzschmerz. Die Überraschung des Films war für mich aber der junge Freddy Highmore, den man schon an der Seite von Johnny Depp in "Charlie und die Schokoladenfabrik" und in "Wenn Träume fliegen lernen" gesehen hat. Schon darin wusste der Jungschauspieler zu überzeugen, aber als musikalischer Wunderjunge Evan zeigt er auch dem letzten Skeptiker, was wirklich in ihm steckt. Als musikverrückter New Yorker "Geschäftsmann" zeigt sich Robin Williams ebenfalls von seiner besten Seite.

Was dem Film auch noch zu Gute kommt, ist New York. Während in anderen Filmen andere Städte als New York-Doubles herhalten müssen, wurde dieser in New York gedreht und auch das spürt man vor den Kinoleinwänden. Die Magie und der Charme von New York machen diesen Film noch märchenhafter und bringen ihm ein Stück Realität zurück.

Fazit

Ein Film wie ein Märchen. Wer sich drauf einlässt und nicht unbedingt nach der Realität verlangt, wird wundervoll unterhalten werden mit viel Musik und Gefühl.

Eva Klose - myFanbase
22.12.2007

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