Bewertung

Review: #4.14 Guten Flug!

Foto: Joe Morton, Eureka - Die geheime Stadt - Copyright: 2012 Universal Pictures
Joe Morton, Eureka - Die geheime Stadt
© 2012 Universal Pictures

Die wichtigsten Handlungsstränge des zweiten Teils der Staffel nehmen langsam richtig an Fahrt auf und es gibt eigentlich keinen Moment, der nicht unterhaltsam ist. Mir macht die Serie so jedenfalls wieder richtig Spaß.

Fitnesstraining

Wer könnte besser geeignet sein als Jo, um den Bewerbern die Hölle mit einem Fitnessprogramm heiß zu machen, um zu sondieren, wer auf die wichtigste Mission des Jahrhunderts gehen darf. Jo als Drill Instructor war wirklich herrlich und die generelle Unruhe bei GD wegen des Programms stand dem in nichts nach. Zumal in das Training ja auch die ganzen Bezeihungsgeschichten eingebettet wurden. Ob nun das Gebuhle von Fargo um Holly mit Dr. Parrish als Konkurrent oder eben Jo und Zane. Hier habe ich ja immer darauf gewartet, dass Zane das Training deswegen macht, um Jo immer schön nahe sein zu können. Das Dilemma, dass Zane wegen seiner Vergangenheit an dem Projekt eigentlich nicht teilnehme dürfe, obwohl er insgesamt wohl zu den am besten geeigneten Personen gehört, war dann aber auch gut eingebaut. Zanes Ansatz gefiel mir da auch sehr gut und bei Jo hat er definitiv Eindruck hinterlassen. Vielleicht ist es auch gut, dass man dem Paar etwas Pause gönnt und den Schwerpunkt erst mal auf andere Sachen legt, denn eine schnelle Lösung wird sich nicht mehr abzeichnen und die beiden als Freunde zu zeigen, ist auch sehr niedlich.

Henry und Grace haben auch eine Story bekommen, doch diese wirkte leider etwas hölzern. Zum Einen kam es sher plötzlich, dass Grace doch mit dabei ist, nachdem Henry Carter zuletzt noch sagte, wie verständnisvoll sie in Bezug auf seinen Wunsch ist. Viel schlimmer war aber, dass Grace meinte, sie hätten ja ihr Leben lang immer alles gemeinsam gemacht und nun hat sie Angst, dass sie getrennt werden könnten, weil sie nicht fit genug ist. Hat sie vergessen, dass es ein anderer Henry ist als der, den sie kannte? Ich habe mich ja gefreut, dass die beiden zueinander gefunden haben, aber das geht mir jetzt viel zu schnell. Schade, dass die Autoren hier so unachtsam waren. Immerhin haben sie es schön gestaltet, wie Grace entschlossen ist, mit Henry zu fahren, auch wenn er eigentlich nicht darf. Das Projekt und die Auswahl wird also definitiv noch spannend werden.

Zeitsprünge

Auch bei Allison wird es jetzt richtig interessant. Ihre Zeitsprünge waren wirklich beängstigend, zumal man als Zuschauer überhaupt keine Ahnung hatte, was vor sich geht, wie es sich erklären lässt und was da noch kommen mag. Als plötzlich das Auto vor ihr auftauchte, habe ich mich schon sehr erschrocken. Die arme Allison wusste überhaupt nicht mehr, wie ihr geschieht. Salli Richardson hat das emotional auch so gut übertragen können, dass man als Zuschauer wirklich mitgenommen war. Diese vollkommene Unwissenheit ist brutal und ich will mir nicht mal vorstellen, wie so etwas sein muss. Dass es mit Beverly zu tun haben muss, war klar. Das Wie konnte ich mir aber nicht vorstellen. Die Auflösung ist dann nicht ganz nach meinem Geschmack gewesen. Das Potenzial ist nun natürlich riesig, wenn Beverly sich im Körper von Allison bewegen kann, aber die Umsetzung ist mir doch zu fehlerhaft. Warum zum Beispiel bewegt Beverly ihren Mund, um Allison sprechen zu lassen, sonstige Bewegungen muss sie aber nicht tätigen? Wie wird bitte das Bild auf den Bildschirm gebracht, das Allisons Augen sehen? Hier fehlen mir die ausführlichen Erklärungen (muss ja nicht komplett wissenschaftlich fundiert sein), denn so passt es nicht ganz. Insofern ist mir die Idee vielleicht doch eine Nummer zu verrückt, aber vielleicht gibt sich das mit der nächsten Episode.

Bankraub

Der Fall der Woche war ebenfalls einfach nur grandios. Wie sich Carter nach dem Anruf gefreut hat, dass es einen Bankraub gegeben hat und er endlich mal einen normalen Fall in seinem "Eureka"-Leben haben könnte, hat so viel Spaß gemacht. Manchmal ist es wirklich schade, dass man solche komödiantischen Leistungen nicht direkt auszeichnen kann. Zumal es in dieser Episode noch so einige Highlights mit Jack Carter gab. Wie er in der Bank gegen die Kräfte ankämpft, wie er sich mit Parrish streitet und erkennt, dass er im Unrecht ist, und vieles mehr. Colin Ferguson hat mal wieder eine grandiose Leistung gezeigt, die einen großen Anteil daran hat, dass der Fall der Woche voll überzeugen konnte. Da kann man nur danke sagen und sich kurz verneigen. Physikalisch hat man natürlich wieder mit sehr vielen Begriffen um sich geworfen, die mir doch zeigten, dass ein Grundkurs in der Schule wirklich nur das Basiswissen umfasst. Sehr gelungen war bei der Idee übrigens auch, wie man das Intro der Serie eingebunden hat. Einfach nur super.

Fazit

Bis auf Kleinigkeiten ist auch diese Episode wieder wunderbar unterhaltsam gewesen, hat die wichtigsten Storylines ordentlich voran getrieben und die Freude auf die nächsten Folgen hält weiter an. Es ist einfach schön, dass sich die Serie wieder so gut gefangen hat und konstant auf hohem Niveau bleibt.

Emil Groth - myFanbase

Die Serie "Eureka - Die geheime Stadt" ansehen:


Vorherige Review:
#4.13 Ein Blick in die Zukunft
Alle ReviewsNächste Review:
#4.15 Omega Girls

Diskussion zu dieser Episode

Du kannst hier mit anderen Fans von "Eureka" über die Folge #4.14 Guten Flug! diskutieren.