Henry Deacon

Foto: Joe Morton, Eureka - Copyright: 2012 Universal Pictures
Joe Morton, Eureka
© 2012 Universal Pictures

Henry Deacon ist zwar nur der Inhaber der örtlichen Autowerkstatt von Eureka, doch zum Reparieren von Autos kommt er eher selten. Vielmehr widmet er sich privaten Basteleien oder den Aufgaben, welche die verrückte Stadt für ihn parat hat. Ein einfacher Austausch seines Schildes auf dem Anzug reicht dafür aus. Er gehört zu den besten Wissenschaftlern, die Eureka je gesehen hat und wird ständig um Rat gefragt. Zudem leitet er die Bürgerversammlungen. Da er bei so ziemlich jedem Zwischenfall in der Stadt häufig mit Sheriff Carter zusammen arbeitet, entwickelt sich schnell eine Freundschaft zwischen den beiden, in der Henry durch Carters Naivität auch ordentlich profitieren kann.

Trotz seiner sehr zugänglichen und freundlichen Art, ist Henry im tiefsten Inneren kein glücklicher Mensch. Er hat sich der Wissenschaft verschrieben und musste mit der Zeit feststellen, dass das Forschen selbst immer mehr in den Hintergrund gestellt wird und es nur noch um Ergebnisse geht. Das entspricht aber nicht seiner Philosophie. Als alle in der Stadt die Wahrheit sagen, wird zudem deutlich, dass er es eigentlich leid ist, immer allen helfen zu müssen. Er überlegt ernsthaft, die Stadt zu verlassen, wird aber zunächst durch S.A.R.A.H. davon abgehalten. Neben der Freundschaft zu Carter und den vielen Erfindungen, die ihm gelangen, gibt es noch einen weiteren Faktor, der ihn wirklich glücklich macht. Dabei sah es schon so aus, als hätte er seine Chance bei Kim Anderson verspielt. Doch als Kims Ehe zum Scheitern verurteilt war, wurde auch ihr klar, dass die jahrelange Freundschaft mit Henry mehr wert ist und sie kommen zusammen.

Leider soll dieses Glück für Henry aber nur von kurzer Dauer sein. Bei einem Experiment mit dem Artefakt kommt Kim ums Leben. Der Schmerz ist riesig und Henry entwickelt eine Maschine, mit der er seinen Geist in die Vergangenheit schicken kann, um diesen Unfall zu verhindern. Nach vier Jahren Glück stellt sich aber heraus, dass die parallele Zeitlinie das Leben aller riskiert, wodurch er gezwungen ist, seine Tat zu offenbaren. Auf die gleiche Weise reist Carter zurück, um Henry aufzuhalten und Kim sterben zu lassen. Zwar ist Henry absolut klar, das Carter sich richtig verhalten hat, doch er kann es einfach nicht rational sehen. Seine Emotionen sind zu stark und so wird dieses Ereignis die Freundschaft zwischen Henry und Carter nachhaltig beeinträchtigen, weil Henry ihn immer für den Schmerz verantwortlich machen wird, den er hat, wenn er daran denkt, dass er mit Kim nicht richtig glücklich werden durfte. Mit der weiterentwickelten Variante eines Gerätes, dass das Gedächtnis löschen kann, lässt er Carter immerhin die vier durchlebten Jahre in der anderen Zeit vergessen. Er selbst kann das Gerät aber nicht auf sich anwenden und muss, um den Frust loszuwerden, wieder in die Wissenschaft. Er bewirbt sich bei "Global Dynamics" und wird, obwohl Beverly dies zu verhindern versucht, schließlich eingestellt.

In Staffel 2 versucht Henry nun die Hintergründe um den Tod vom Kim herauszufinden und beschäftigt sich dadurch immer intensiver mit dem Artefakt. In der Wohnung von Beverly findet er schließlich eine Aufnahme, die zeigt, dass Beverly für den Unfall verantwortlich ist. Er bringt Allison dazu, ihm weiteren Zutritt zu gewähren. Als Allison und Nathan aber auch einer Spur auf den Fersen sind, sperren sie Henry den Zugang wieder, was ihn sehr enttäuscht. Kurz darauf findet er heraus, dass Nathan Beverly zurück geholt hat und verschafft sich Zugang zu ihr. Nachdem sie ihm alles erzählt, was sie über das Artefakt weiß, schlägt er sich auf ihre Seite. Er täuscht die Existenz eines gefährlichen Virus vor und lässt sich mit Allison, Kevin und Beverly in den Panic Room fahren. Dort gibt es einen Prototyp, mit dem man Teleportation durchführen kann. Henry macht aber gar keine gemeinsame Sache mit Beverly. Er will Kevin nur retten und ihn durch die Teleportation vom Artefakt trennen. Zwar will Allison ihren Sohn mit dieser experimentellen Durchführung nicht gefährden, aber Henry kann ihr klar machen, dass dies die einzige Chance ist. Es geht schließlich gut, aber Beverly kann flüchten und Henry muss sich letztlich für seine Taten verantworten. Carter bleibt zum Schluss nichts anderes übrig, als ihn festzunehmen.

Henry leidet zwar unter dem Gefängnisaufenthalt, doch sieht sich zurecht in Gefangenschaft und versucht gar nicht erst, eine Strafmilderung zu erreichen. Er feuert gar seinen Anwalt, was Carter gar nicht gefällt. Dieser vermisst seinen Freund und besucht ihn so oft es geht, um zu reden und Schach zu spielen. Henry soll eigentlich nach Colorado verlegt werden, als Carter jedoch seine Hilfe benötigt. Dazu wird ein Hologramm von Henry ins Labor 27 projeziert. Er gibt die entscheidende Hilfe und kann auch endlich mal wieder einen Sonnenuntergang sehen, was er sehr vermisst hat. Eva Thorne hat bei diesem Einsatz das Potenzial von Henry erkannt und spielt ihre Beziehungen aus, damit Henry frei kommt und wieder seiner alten Arbeit nachkommen kann. Er agiert also wieder als Allrounder in Eureka und widmet sich allen möglichen Aufgaben, die die Stadt für ihn parat hält.

Für ihre Hilfe verlangt Eva Thorne derweil eine kleine Gegenleistung. Henry soll einen Ort auf Strahlung untersuchen und diese Aufgabe geheim halten. Henry hat aber aus seinen Fehlern gelernt und sagt Carter, was er weiß. Als er selbst mehr Informationen über seine Aufgabe von Thorne haben will, verweigert sie dies. Als Konsequenz ist Henry nicht mehr bereit Eva zu helfen und widmet sich ganz seinen eigenen Aufgaben.

Emil Groth - myFanbase