Episode: #1.06 Man on the Street

Echo wird für einen Tag die perfekte Ehefrau für einen einsamen Internet-Mogul. Zur gleichen Zeit ist Mellies Leben in Gefahr und Agent Ballards Untersuchungen nehmen eine überraschende Wendung, als er zum ersten Mal auf Echo trifft.

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Das Dollhouse – bereits seit den 80er Jahren gilt dieses Unternehmen in Los Angeles als Großstadtlegende. Und wie es sich für eine Legende gehört, ist sie durch Mundpropaganda weit verbreitet worden, sodass nun ganz Los Angeles eine ungefähre Ahnung hat, was dieses Unternehmen betreibt. In diesem Sinne werden Interviews durchgeführt, um zu erfahren, wie die Bevölkerung denn nun wirklich zum Dollhouse steht. Die Meinungen sind gespalten. Die Aktiven sind nichts Weiteres als Sklaven, meint etwa die eine Quelle, während eine andere Befragte das Leben als Puppe – erfüllt mit Partys und ohne öde Lernerei - hoch preist. Die ganze Episode über folgen Einschnitte, die "die Leute auf der Straße" und ihre Reaktionen zum Dollhouse zeigen.

Es stellt sich heraus, dass Paul Ballard einer der Zuschauer dieser Reportage ist – wenngleich eher passiv. Gleichzeitig flimmern die Fernsehaufnahme von Esthers Aufenthalt in der Sekte und das Ballard erst kürzlich zugesandte Video von Caroline als Studentin über andere Bildschirme. Ein Stoß Blätter bringt Ballard schließlich zum langersehnten Durchbruch in seiner Suche nach Caroline. Doch vorerst gerät er in einen Streit mit Tanaka, einem Mitarbeiter, der Ballard vorwirft, seinen Bericht in Frage zu stellen. Er bezeichnet Caroline gleichzeitig als erstens tot und zweitens eine Hure – also genau Ballards Typ von Frau. Daraufhin verliert Ballard die Kontrolle und wird handgreiflich, doch sein Kollege scheint sich nun in seiner Annahme bestätigt. Er bescheinigt Ballard, dass er bald fertig gemacht werden würde. Ein Urteil, das sich bewahrheiten wird?

Echo und Victor essen zusammen zu Mittag. Da taucht Sierra auf, ignoriert die beiden jedoch und setzt sich stur an einen anderen Tisch. Victor, darüber höchst erstaunt, möchte Sierra darauf aufmerksam machen, dass sie sich doch zu ihm und Echo setzen könne. Als er dazu Sierras Arm berührt, schreit diese gellend auf.

Sierra befindet sich nun bei Dr. Claire Saunders im Behandlungsraum. Claire muss feststellen, dass Sierra erst kürzlich Geschlechtsverkehr hatte – und dies muss während ihres Aufenthaltes im Dollhouse geschehen sein. Natürlich gilt sofort Victor als Verdächtiger. Als Claire Sierra nach Victor fragt, verkündet diese, dass Victor gerne vorgäbe, sie beide seien verheiratet. Claire ist über diese Neuigkeit in höchstem Maße verwirrt und bespricht sich daraufhin mit Boyd Langton und Sierras Bodyguard Hearn. Hearn zeigt sich besorgt über seinen Schützling und spricht sich gegen Victor aus. Sollte er in Videoaufnahmen der letzten beiden Tage Hinweise dafür finden, dass Victor sich Sierra angenähert hat, so solle Victor in den "attic" verbannt werden. Claire kann nicht glauben, dass Victor für Sierras Verhalten zu verantworten ist. Boyd möchte von Claire wissen, ob sie sonstige Auffälligkeiten beobachtet habe. Es ist jedoch Echo, die diese Frage beantwortet. Nachts, wenn sie schlafen gehen, weine Sierra.

Ballard sucht Loomis auf und fragt sie, ob er mit seinen Beobachtungen Recht behalte. Diese verrät daraufhin das Geheimnis rund um den Stoß Blätter: Vom Crestejo zum Mayfair Fonds ist es zu einer großen Zahlung gekommen. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, doch das Crestejo-Konto gehört ausgerechnet dem Drogendealer, der in der Pilotfolge das Dollhouse dazu angeheuert hatte, seine entführte Tochter zu finden. Gleichzeitig wurde eine gleichhohe Summe von Q-Field zum Mayfair-Fonds überwiesen. Diese Zahlung jedoch geschieht einmal jährlich am exakt gleichen Tag. Ballard hat zudem herausgefunden, dass das Q-Field-Konto einem gewissen Joel Mynor gehört, einem Videospielentwerfer. Dieser Joel Mynor gehört zudem bereits seit geraumer Zeit zu Ballards Liste der potentiellen Dollhouse-Klienten. Ballard sieht Mynor als Ticket, um zum Dollhouse und somit zu Caroline persönlich vorzustoßen.

Später am Abend isst er gemeinsam mit Mellie zu Abend und berichtet ihr von seinem Erfolg im Fall Caroline. Man erfährt, dass Mellie mit einem gewissen Rick ausgegangen ist, er in ihr jedoch längerfristig nicht die Frau seines Lebens gesehen hat. Ballard baut Mellie auf, indem er sie als hinreißend bezeichnet. Gleichzeitig beginnt er jedoch von Caroline zu sprechen, was Mellie resignierter werden lässt.

Es ist soweit, der große Tag ist für Mynor gekommen. Er wartet vor seinem Haus auf seine Aktive. Es stellt sich heraus, dass ausgerechnet Echo seine Ehefrau, Rebecca Mynor, verkörpert. Mynor zeigt seiner Frau Rebecca das Haus und diese ist überwältigt. Doch Ballard wartet schon im Hinterhalt und knockt bereits den ersten von Mynors Leuten aus. Er stößt zur Küche vor. Dort befinden sich bereits Mynor und seine Rebecca. Weil die Kühlschranktür geöffnet ist, sieht Ballard Mynor und seine Aktive vorerst nicht. Erst als er sie dazu auffordert, sich ihm zuzudrehen und Rebecca daraufhin die Kühlschranktür schließt, erkennt Ballard Caroline. Er ist so sehr darüber schockiert, dass seine Suche eine solch abrupte Wendung nimmt, dass er vorerst seinen Plan vergisst. Er möchte Caroline dazu bringen, sich zu erinnern, doch diese ist lediglich alarmiert von dem bewaffneten Fremden im Anzug.

In diesem wehrlosen Moment wird er von Mynors Bodyguards angegriffen. In dem Tumult, der nun entsteht, gelingt es Boyd, zu Echo vorzustoßen und sie zu seinem Wagen zu bringen. Zu dem Zeitpunkt, da Ballard Mynors Bodyguards ausgeschaltet hat, ertönt von draußen bereits der Motor des Autos. So bleibt Ballard alleine mit den bewusstlosen Bodyguards und Mynor zurück.

Es kommt zu einem Gespräch zwischen Ballard und Mynor. Ballard möchte von Mynor alles über das Dollhouse wissen, doch Mynor gibt sich vorerst ahnungslos. Schließlich erklärt Mynor Ballard jedoch, dass wohl jeder Mensch Phantasien habe und diese können durch die "Dolls" zum Leben erweckt werden. In Mynors Fall liegt der Grund für seine Phantasie vom Haus, das er seiner Ehefrau für einen Tag zeigt, tiefer. Vor drei Jahren ist seine Frau auf dem Weg zu ebendiesem Haus umgekommen. Mynor hatte es seiner schönen Gattin erst gerade gekauft. Doch da sie nie am Haus ankam, erhielt er nie die Gelegenheit, ihr diese Freude zu bereiten. Mit Echo als Rebecca erhält er nun jährlich die Möglichkeit, diese Phantasie nachzuholen. Zudem bescheinigt Mynor Ballard, dass seine Phantasie ebenfalls Rebecca – Caroline – laute. Ballard sei offensichtlich geradezu besessen von Caroline. In diesem Moment ertönen Sirenen und Mynor erklärt Ballard mit einem scheinheiligen Grinsen, dass wohl einer seiner Bodyguards den Notruf gerufen haben müsse. Daraufhin verschwindet Ballard.

Viktor wird unterdessen einer Behandlung unterzogen. Dabei werden seine Pupillenkontraktionen gemessen, während er Fragen zu Sierra beantworten muss. Er gibt zu, dass Sierra ihn besser fühlen lässt. Gleichzeitig unterhält sich Boyd mit Victors Bodyguard Bicks, der höchst verstört ist. Immerhin sei jeder Winkel dieses Gebäudes doch mit Monitoren ausgestattet – wie habe es dann so weit kommen können? In Boyd scheint eine Idee zu keimen. Prompt macht er sich auf zu einem Gang, der vor einer Wand mit Tür endet. Dort entdeckt er den toten Winkel – den Winkel, an den keine Kamera heranreicht. Boyd scheint einen Plan auszuhecken. Der erste Teil dieses Plans involviert Victor und seinen Bodyguard: Boyd erklärt nachdrücklich, dass Victor der Schuldige sei, woraufhin beide abgeführt werden. Inzwischen wird während einer Unterhaltung zwischen Echo und Victor deutlich, dass Victor selbst nun davon überzeugt ist, dass er etwas Schreckliches angestellt hat.

Ballard trifft sich abends mit Mellie, die seine Verletzungen versorgt. Wie um sich selbst beweisen zu wollen, dass er nicht von Caroline besessen ist, küsst er Mellie. Schließlich landen die beiden gemeinsam im Bett. Während Mellie beim ersten Kuss noch kritisch ist, da kein Mann sie küssen solle, wenn er dabei an eine andere denkt, ist sie nach dem gemeinsamen Akt der Meinung, dass Ballard Caroline unbedingt finden solle. Ballard möchte daraufhin Mellies Meinung in allen Belangen seiner Suche hören und mit ihr gemeinsam seine Dokumente durchgehen. Mellie erklärt sich dazu bereit, wünscht sich allerdings im Gegenzug Frühlingsrollen. So macht sich Ballard breitwillig auf den Weg zum nächsten Chinesen.

Gleichzeitig kapselt sich Sierra im Dollhouse von der Gruppe ab und verschwindet im Raum hinter der Wand. Ihr Bodyguard wartet bereits auf sie und fordert die willenlose Sierra dazu auf, ein "Spiel" mit ihm zu spielen. Boyd greift in diesem Moment durch und ringt Hearn nieder. Doch Adelle scheint über Boyds eigenständiges Handeln nicht allzu begeistert. Sie verspricht ihm zwar einen Bonus, gleichzeitig verweist sie ihn jedoch auch 48 Stunden vom Dienst. Als Boyd abtritt, schaut sich Adelle mit Laurence Dominic Überwachungsaufnahmen an – es wird klar, dass Ballards Wohnung beschattet wird. Die Aufnahmen zeigen Mellie und Ballard in ein Gespräch vertieft – Adelle erkennt, dass Mellie viel zu viel weiß. Adelle fasst einen Plan, der Hearn und Echo impliziert: Echo soll ein zweites Mal auf Ballard treffen. Gleichzeitig erhält Hearn eine letzte Chance – er soll Mellie beseitigen, die sich garantiert mehr wehren werde, als Sierra es imstande war zu tun.

Topher arbeitet eifrig daran, Echo für den folgenden Auftrag mit den richtigen Fähigkeiten auszustatten. Sie soll ein hinreißendes, aber tödliches Geschöpf verkörpern. Es wird deutlich, dass Ivy als Tophers Assistentin nicht viel mehr macht, als seine zahlreichen Bedürfnisse zu befriedigen. Boyd möchte von Topher unterdessen erfahren, um welche Art von Auftrag es sich handelt, immerhin kann er selbst durch seine Sperre nicht an Echos Seite weilen. Topher wimmelt ihn mit einer Ausrede ab. Dann wechselt er abrupt das Thema und fragt Boyd, wie er von Hearns "Aktivitäten" erfahren hat.

Ehe Ballard die Frühlingsrollen kaufen kann, erspäht er Caroline hinter der Schwingtür zur Küche. Durch die ihr programmierten Charaktereigenschaften ist Echo dieses Mal um einiges selbstbewusster. Es kommt zu einem Kampf zwischen Ballard und Echo. Diese nutzt schließlich seine Gefühle ihr gegenüber dazu aus, um den Kampf zu gewinnen. Anschließend teilt Echo Ballard mit, dass das Dollhouse tatsächlich existiere, er aber keine Chance habe, es zu zerstören – weltweit gäbe es nämlich über 20 solcher Häuser. Zudem haben diese Häuser jeden erdenklichen Einfluss in politischen Belangen. Auf die Frage, warum sie ihm das alles erzähle, erwidert sie, dass es eine Person im Dollhouse gäbe, die diese Nachricht in ihren Charakter mit eingebaut habe. Es sei allerdings nicht die gleiche Person, die Ballard auch die Fotos geschickt habe. Zudem erklärt Echo es zu Ballards Aufgabe, die wahren Ziele des Dollhouses aufzudecken – Phantasien der Leute zu erfüllen sei zwar das Geschäft, aber nicht sein Zweck. Schließlich teilt sie ihm mit, dass sie sich wieder bei ihm melden würden. Dann überrumpelt sie ihn, indem sie nach seiner Waffe greift und damit einen Wachmann anschießt. Außerdem warnt sie ihn: Zwar wolle das Dollhouse nicht ihn tot, dafür aber jeden anderen, der Informationen zu diesem Fall besitzt. Sofort wird Ballard klar, dass Mellie in Gefahr ist.

Mellie befindet sich unterdessen alleine in Ballards Wohnung, als sie von Hearn überrascht wird. Es sieht so aus, als gelänge es ihm, Mellie zu töten, als sich plötzlich Adelle über den Anrufbeantworter meldet. Sie spricht den Code: "Es gibt drei Blumen in der Vase. Die dritte ist grün." Daraufhin springt Mellie wie von Sinnen auf und überwältigt Hearn. Da ertönt erneut Adelles Stimme: "Es gibt drei Blumen in der Vase. Die dritte ist gelb." Mellie ist augenblicklich wieder die alte, bricht weinend zusammen. Ballard erscheint und nimmt Mellie in die Arme.

Ballard wird auf unbestimmte Zeit vom Dienst suspensiert und muss seine Dienstmarke und Dienstwaffe abgeben. Ballards Kollege vom Beginn der Episode scheint höchst zufrieden mit diesem Ergebnis.

Laurence Dominic teilt Adelle diese Neuigkeit mit. Adelle weiß, dass Ballard sich deswegen nicht unterkriegen lassen wird und behält Mellie weiterhin im Spiel.

Damit der Fall Sierra einmalig bleibt, sollen die anderen Häuser über den Vorfall informiert werden. Adelle und Laurence Dominic beobachten von der Balustrade aus, wie Victor sich Sierra annähert und sie ihm breitwillig anbietet, mit ihm gemeinsam ein Buch anzuschauen. Es scheint also alles wieder beim Alten zu sein.

Underdessen zeichnet Echo ein Bild von Mynors Haus, beharrt gegenüber Adelle jedoch darauf, dass dieses Bild noch nicht fertig wäre. Daraufhin wird Echo als Rebecca erneut zu Joel Mynor geschickt, damit sie das Bild beenden kann.

Laura D. - myFanbase


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