Episode: #1.05 True Believer

Echo wird als Blinde in einen religiösen Kult geschleust, um diesen und seinen charismatischen Führer zu infiltrieren. Der Plan geht auf, doch dennoch verläuft alles ganz anders, als ursprünglich angenommen.

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Pleasant, Arizona. Für einen Augenblick kommt das alltägliche Treiben im Ort zum Stillstand, als ein Bus in nicht weiter Entfernung erscheint, über die Strasse tuckert und schließlich vor einem Werkzeugladen zum Stehen kommt. Stimmen dringen aus dem Wageninnern, die Businsassen singen ausgelassen. Die Einwohner von Pleasant reagieren unterdessen mit Unbehagen, doch die fröhliche Meute behält stur ihr Lachen und Singen bei. Der Einkaufszettel wird dem Ladenbesitzer ausgehändigt, sodass dieser die Utensilien zusammenpacken kann. Es scheint klar, dass die Fassade der ungetrübt glücklichen Meute Risse aufweist, als er auf der Rückseite des Zettels die Worte "Save me" erspäht.

Unterdessen wird Adelle mit einem Anliegen eines Senators konfrontiert: Ganz entgegen der eigentlich gängigen Regelung, der Federal Agency möglichst aus dem Weg zu gehen (immerhin ist das Dollhouse illegal), wünscht sich der Senator ein gemeinsames Interagieren im Falle der Sekte, der auch die Businsassen angehören. Da er ein wichtiger Klient des Dollhouses ist und ihm bei einem Durchbruch im Falle der Sekte wichtige Wählerstimmen winken, stimmt Adelle seinem Plan schließlich zu – ein Mitglied des Dollhouses soll in die religiöse Gemeinschaft eingeschleust werden. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Ermittler kann ein Aktiver nämlich jegliche Zweifel von Seiten der Sekte sehr viel besser zerstreuen, da er selbst in einen bedingungslosen Anhänger der Sekte umgewandelt werden kann und somit dem eigentlichen Plan der Federal Agency nicht erhaben ist.

Nachdem er selbst bei seinen Ermittlungen nicht den gewünschten Erfolg erzielt hat, bittet Paul Ballard seine Kollegin Loomis darum, Untersuchungen zu Caroline – Echo – anzustellen und somit ihren Verbleib zu klären. Doch nur kurze Zeit später muss Loomis Ballard enttäuschen. Trotz gründlicher Suche scheint "Caroline" laut Datenbanken nicht zu existieren. Paul steht vor einem Rätsel.

Laurence Dominic deutet gegenüber Adelle an, dass er seit der Sache mit Alpha misstrauischer geworden ist. Dieses Misstrauen bekommt nun vor allem Echo zu spüren, da sie – seiner Meinung nach - mittlerweile eine Position inne hat, die die eines gewöhnlichen Aktiven längst überschreitet. Er wirft Adelle vor, dass sie wahrhaft beginnt Echo zu mögen. Adelle wiegelt ab.

Echo wurde gerade von Dr. Claire Saunders und Topher untersucht, als Adelle den Raum betritt. Sie erkundigt sich nach Echos Genesung und entscheidet, dass einem chirurgischen Eingriff nichts im Wege steht: Echo soll für den aktuellen Fall in eine "menschliche Kamera" verwandelt werden. Dazu verliert Echo jedoch vorübergehend ihr Augenlicht und es besteht die Gefahr, dass die Prozedur bei ihr bleibende Hirnschäden hinterlassen wird. Diese Risiken ist Adelle gerne bereit in Kauf zu nehmen. Dadurch können die Ermittler jeden von Echos Schritten von draußen mit verfolgen.

Sechs Meilen außerhalb von Pleasant bespricht ein Kommando der ATF das Vorgehen im anstehenden Unterfangen. Ziel ist es, die wahren Beweggründe der Transformation von Nathan Alan White, einem Ex-Sträfling, zu Jonas Sparrow, dem geliebten Sektenführer, zu erfahren. 48 Stunden bleiben, um sich in Form von Echo Eintritt in den Kult zu verschaffen und die düsteren Machenschaften der Sekte aufzudecken. Boyd stellt dem Kommando seine äußerst qualifizierte Partnerin Esther - Echo – vor. Unterdessen unterzieht sich Echo dem chirurgischen Eingriff und erwacht nach der Prozedur als strenggläubige und blinde Esther, die davon spricht, mit neun Jahren das Augenlicht verloren und Sparrow in einer Vision gesehen zu haben.

Boyd fährt Esther zum Areal der Sektengemeinschaft. Äußerst misstrauisch wird sie empfangen. Vor allem in Sparrow schüren Zweifel ob Esthers Aufrichtigkeit. Während Esther es schafft, die Leute mit einer Rede über ihre Beweggründe sich ihnen anzuschließen zu überzeugen, lässt Sparrow Esther durch den Jünger Seth zu sich rufen. Man erfährt, dass sich der geliebte Sektenführer ein eigenes Waffenarsenal aufgebaut hat. Grund genug, dass die ATF entschließt einzugreifen. Gleichzeitig beginnt Sparrow Esther Glauben zu schenken.

In der Zwischenzeit, im Dollhouse. Topher ahnt Unerhörtes – empfindet Victor für Sierra mehr als die Dollhouse-Vorschriften es vorsehen? Gemeinsam mit Claire macht er sich daran, die Überwachungsaufnahmen aus dem Duschraum der letzten drei Monate durchzusehen. Dabei müssen die beiden feststellen, dass Victor Sierra tatsächlich viel zu gerne mag. Claire fragt sich, ob Victor dadurch, dass er mehrfach zum selben Klienten, mit immer der gleichen Persönlichkeit geschickt worden ist, in seinem Charakterwesen viel zu stark geprägt worden ist und es zu einer übersteigerten Prägung gekommen ist. Doch sie stellt fest, dass Victors Reaktion ganz allein auf Sierras Anwesenheit zurück zu führen ist und begonnen hat, als sie eine Aktive wurde.

Mellie erscheint mit Kuchen in Ballards Büro. Sie händigt ihm einen Umschlag mit der Aufschrift "Paul Ballard" aus, den sie von einem Mann in der Halle erhalten hat. Gutgläubig, wie Mellie nun einmal ist, hat sie freimütig dazu eingewilligt, ihn Ballard zu überreichen. Ballard erkennt an der Schrift sofort die Ähnlichkeit zum größeren Umschlag mit Fotos von Caroline, den er vor einiger Zeit erhalten hat. Gemeinsam mit Loomis untersucht er den Inhalt des zweiten Umschlags; es handelt sich hierbei um ein auf CD gebranntes Video, das Echo in der Phase ihres Lebens zeigt, die sie noch als Caroline zugebracht hat. Der Zuschauer kennt dieses Video bereits aus #1.01 Ghost. In Mellies Beschreibung zum Aussehen des Übergebers des Briefes erkennt Loomis Little Stevie vom Mail Room.

Kurz vor der Plandurchführung durch die ATF wirft Boyd dem Führer des Kommandos, Agent Lilly, vor, persönliche Interessen über die vorhandenen Beweise zu stellen – sein Wille, die Sekte zu sprengen, rühre daher, dass er White alias Sparrow bereits aus einem vorangegangenen Prozess kenne. Damals ging es um junge Mädchen, an denen sich Sparrow angeblich vergriffen hatte. Doch dafür erhielt Sparrow lediglich zwei Jahre aufgebrummt – in den Augen des Kommandoleiters viel zu wenig. Doch dieses Mal solle Sparrow der ihm angemessenen Strafe nicht entgehen können.
Boyd, alarmiert durch die Pläne des ATF, ruft Laurence Dominic an und erbittet seine Erlaubnis, Echo früh genug aus der Sekte zu holen, da sie sich bei Einmischen der ATF nicht selbst zu schützen wisse. Von Argwohn zerfressen, erteilt er Boyd die Erlaubnis nicht. So setzt Boyd auf eigene Faust alles daran, um Esther vor weiterem Unheil zu bewahren. Dabei erfährt er, dass es ausgerechnet Agent Lilly war, der die Notiz "Save me" verfasst hat. Er wirft ihm vor, dass er Sparrows Überführung bereits seit Wochen geplant hatte und sein Unterfangen vorangetrieben hat, indem er den Leuten Gerüchte zu Sparrow und seinem Kult aufgetischt hat.

Gerade als der Kult Esther offiziell in seinen eigenen Reihen aufnehmen will, kündigt die ATF ihr Erscheinen an. Sparrow erfasst die Geschehene sofort und löscht jegliches Licht, um der ATF zu zeigen, dass er um ihr Erscheinen genauestens weiß. Das Wunder – wenn auch völlig anderer Art –, das Boyd im Gespräch mit den ATF-Männern im Zusammenhang mit Echo angekündigt hat, geschieht, als Sparrow Esther mit einem heftigen Schlag ins Gesicht gleichzeitig auch von ihrer Blindheit befreit.

Sparrow sieht nur eine Möglichkeit, der Bedrohung durch die ATF zu entkommen. Er ergreift die Chance, an Echos "Wunderheilung" anzuknüpfen und unterbreitet den Sektenmitgliedern seinen Plan als weiteres Wunder, das geschehen werde. Dazu lässt er Echo aus der Bibel vorlesen: Sie liest die Geschichte von einer Gruppe Menschen vor, die einem brennenden Gebäude entkommen ist, ohne sich dabei zu verbrennen. Es ist klar, worauf er abzielt: Er selbst möchte mit seinem Kult dieses Wunder wiederholen, die Sektenmitglieder sollen sich also selbst opfern. Esther, damit überhaupt nicht einverstanden, betont, dass sich ein Wunder nicht erzwingen lasse. Während das von Seth entzündete Feuer an den Wänden der Kirche zu lecken beginnt und die Luft immer mehr vom Rauch ersetzt wird, unternimmt Esther einen letzten verzweifelten Versuch, sie alle zu retten: Mit einem Kerzenleuchter schlägt sie Sparrow nieder und überzeugt die verängstigte Masse, dass Selbstjustiz kein Wunder bringen wird. Esther bleibt alleine mit Sparrow im Gebäude zurück. Gerade als sie ebenfalls fliehen will, setzt Sparrow zum Gegenangriff an. Dieser scheitert, da plötzlich ein Mann in ATF-Uniform erscheint und Sparrow erschießt. Gleichzeitig schlägt er Esther nieder. Als er die Maske abnimmt, erkennt man in der Gestalt des ATF-Mitarbeiters Laurence Dominic. Später erfährt man, dass Laurence Dominic vor Adelle behauptet hatte, die Zeit seiner Abwesenheit in Arizona verbracht zu haben.

Ein weiteres Mal ist es Boyd, der in der entscheidenden Minute in die Bresche springt und Echo aus dem Feuer rettet. So kommt es doch noch zu einem weiteren Wunder: Obwohl zu diesem Zeitpunkt niemand mehr an weitere Überlebende geglaubt hat, erscheint Boyd mit der lebenden Echo in seinen Armen an den Türen zum Sektenareal.

Unterdessen berichten die Medien heißhungrig vom Kult und der ATF. Ballard bekommt eine der Fernsehübertragungen selbst zu Gesicht und erkennt auf den Bildern Caroline – Esther. Er kommt jedoch zu spät am Ort des Feuers an; Boyd und somit Echo – Caroline – sind bereits weg und Agent Lilly ist überhaupt nicht willig, mit Paul zu kooperieren.

Claire und Topher befinden sich in einem Gespräch mit Adelle. Es wird klar, dass die beiden ihr von Victors Avancen gegenüber Sierra Bericht erstattet haben, da Adelle von Versuchungen spricht: Versuchungen verhalten sich wie Krankheiten, ist einer infiziert, sind auch die anderen nicht mehr davor bewahrt. Adelle ordert an, dass Victor reingewaschen werden solle.

Echo unterzieht sich ihrem Wipe-Out. Als sie danach den Flur betritt und von Claire auf ihr Sehvermögen angesprochen wird, fällt ihr Blick – scharf wie eh und je – über die Balustrade auf Laurence Dominic. Es scheint, als ob die Geschehnisse der letzten beiden Tage doch zumindest einige unauslöschliche Kratzer in ihrer Seele hinterlassen haben.

Laura D. - myFanbase


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