Bewertung: 5

Review: #3.02 Hexenhochzeit

Foto: Holly Marie Combs, Charmed - Copyright: Paramount Pictures
Holly Marie Combs, Charmed
© Paramount Pictures

Wie es der Episodentitel bereits verrät, dreht sich diesmal alles um die Hochzeit und die Liebe. Piper und Leo versuchen heimlich zu heiraten, um nicht vom Ältestenrat getrennt zu werden. Cole treibt dazu ein fieses Spiel, während sich die Halliwell-Schwestern mit zwei verfluchten Menschen auseinandersetzen müssen. Ein böser Hexer hat dem Pärchen Brooke und Christopher per Tag und Nacht-Abwechslung einen Bann angeheftet.

Ein Fluch aus Eifersucht

So romantisch auch die Story um das Pärchen Brooke und Christopher dargestellt wird, letztendlich ist sie auch sehr vorhersehbar und dadurch von wenig Spannung geprägt. Schnell erkennen die Halliwell-Schwestern, dass sie Christopher helfen müssen, nachdem dieser sich bei Sonnenuntergang vor ihrem Haus von einer Eule in einen nackten Mann verwandelt. Prue ist in der Szene sichtlich begeistert vom Anblick und lobt ihre Katze Kitty für den sogenannten Fang. Zu Prues Pech ist Christopher jedoch bereits vergeben und erfährt, wie auch ihre Schwestern, von dem Fluch. Erst will Christopher keine magische Unterstützung, da die Magie ihm schon genug Leid eingebracht hat. Doch Prue bleibt mit ihren Schwesterchen hartnäckig, denn es gilt Unschuldigen zu helfen. Über Brooke erfährt man dann, dass diese nachts eine Wölfin ist. Phoebe sieht sie in einer Vision und die Schwestern finden sie daraufhin auch zeitnah. Der Storyverlauf verhält sich relativ zäh, da man so wenig Tempo nutzt und man dennoch schon im Vorfeld erahnen kann, wohin das in etwa hinauslaufen wird. Die Liebesgeschichte soll sich hier wohl nur perfekt zu der von Piper und Leo ergänzen, habe ich den Eindruck. Unter dem Last des Fluches droht die Beziehung von Brooke und Christopher zu zerbrechen. Eine eins zu eins Anspielung also auf die aktuelle Situation von Piper und Leo.

Den bösen Hexer selbst empfinde ich als durchaus amüsant. Er wirkt krankhaft eifersüchtig und seine etwas schrille, aufgekratzte Art lassen ihn wenig gefährlich, aber lustig erscheinen. Irgendwie krass, dass er sich so auf die zierliche Brooke eingeschossen hat und für sie über Leichen geht. Letzteres ist ja bei Dämonen und bösen Wesen Standard, dennoch irgendwo zu viel des Guten. Sein zweiter Dämon-Assistent hat in einer Szene sogar die Möglichkeit, die Halliwell-Hexen zu erschießen, tut es aber nicht. Warum nicht, fragte ich mich da? Er argumentiert damit, dass er nur die Eule töten will aber wenn er schon mal die Gelegenheit hat. Letztendlich wird der böse Hexer dann mit einem einfachen Kuss zwischen Brooke und Christopher vernichtet. Somit hätte es also die Hilfe der Halliwells nicht sehr benötigt.

Angst vor Konsequenzen

Hierbei schaffen es die Autoren einen doch zum Mitfiebern zu bewegen. Die Storyline rund um Piper und Leos geheime Heirat weist mehr Spannung auf als der Hauptplot. Eine Tatsache, die nicht sehr häufig der Fall ist. Für die Spannung sorgen die Ältesten, die nun konkret die Trennung der beiden fordern. Schnell soll also geheiratet werden, damit diese nichts mehr unternehmen können. Doch da nun auch der mögliche Zorn der Ältesten zur Sprache kommt, gerät vor allem Phoebe in Zweifel. Die sonst so mutige jüngere Halliwell-Schwester scheut nun das Risiko vor den Konsequenzen. Ungern will sie ihr Hexendasein opfern oder gar Schlimmeres erleben. Ich finde Phoebes Situation hier sehr gut eingebracht, während Prue wieder auffällig im Hintergrund agiert. Phoebe geht sogar soweit, ihre Sorgen Piper und Leo ins Gesicht zu sagen und somit die Zweifel auch auf Piper zu übertragen. Doch die erscheinende Grandma Penny wäscht Phoebe den Kopf, sodass diese letztendlich Piper und Leo ihren Segen gibt.

Lustig in Szene gebracht sind die genutzten Codewörter zur vermeintlichen Hochzeitsplanung. Allerdings bin ich auch erstaunt, dass man den Ältesten nicht zugesteht, dass diese das überreißen würden. Die heimliche Hochzeit scheint dennoch zu funktionieren, da die anstehende Sonnenfinsternis genau zum richtigen Zeitpunkt eintritt. Doch ein anderer Kerl, nämlich Cole, macht dem Ganzen einen mächtigen Strich durch die Rechnung. Leo wird gewaltsam nach oben in den Himmel befördert und Piper bleibt geschockt und deprimiert zurück. Nach der romantischen Zusammenkunft der Zwei hat man es somit geschafft, der nun vertieften Story um Piper und Leo Spannung einzubauen.

Was für ein Spiel treibt Cole?

Auch sehr interessant wird nun die wahre Identität von Cole aufgedeckt. Dass er magische Kräfte besitzt, wurde im Staffelauftakt zelebriert, aber nicht, dass er mit der Triade unter einer Decke steckt. Er ist also böse und dennoch auch an Phoebe interessiert, wie es scheint. Oder er macht ihr einfach nur etwas vor, um an Informationen zu gelangen. Jedenfalls gefällt mir dieser Storyansatz sehr. Zudem nutzt Cole die Informationen bezüglich Pipers heimlicher Heiratsplanung schon mal geschickt dazu aus, um sie in Schwierigkeiten zu bringen. Ich bin gespannt, wie das weiter entwickelt wird. Da nämlich Julian McMahon mit Cole als Hauptcharakter eingeführt wurde, wird er vermutlich nicht so einfach zu vertreiben sein.

Fazit

Die Hauptstory bezüglich des Fluches von Brooke und Christopher schwächelt sehr. Die Spannung wird vermisst, welche sich bei den Nebenhandlungen durchaus bemerkbar macht. Die Situation rund um Piper und Leo ist genauso interessant in Szene gebracht wie die weiteren Entwicklungen rund um Cole. Eine durchschnittliche Episode also.

Samuel W. - myFanbase

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