Bewertung: 9

Review: #1.10 In flagranti

Was Frauen nicht alles anstellen können. In dieser Episode bestimmen die weiblichen Rollen das Geschehen und die marionetten Männer machen mal wieder alle Hoffnungen kaputt.

Die Waffen der Frauen

Die Story ist zwar ein bisschen nebenbei gelaufen, doch diese Entwicklungen werden wohl noch große Auswirkungen haben. Dani erpresst Charlie, damit er sie zu einer guten Agentin macht. Da hat sie sich geschickt in eine für sie sehr günstige Ausgangslage gebracht und kann nun ein ähnliches Spiel treiben wie Mia mit Hank. Das nutzen die Autoren gleich mal derart aus, dass sie Dani und Mia aufeinander treffen lassen. Gibt Mia tatsächlich das Buch von Hank als ihr eigenes aus? Das wäre echt der Hammer. Da sie sicherlich weiß, dass Hanks Original weg ist, ist sie allerdings auf der sicheren Seite und falls Hank protestiert, kann sie ihm wieder mit seinem strafbaren One-Night-Stand kommen. Armer Hank. Für ihre 16 Jahre ist Mia wirklich ganz schön durchtrieben und kalkulierend. Immerhin hat sie zumindest kurz mal so etwas wie Emotionen gezeigt, als Dani Hanks Entwicklung bedauerte. Da hat man ihr auch angesehen, dass es ihr etwas leid tut. Ändern wird das sicherlich nichts, aber dadurch wirkt sie nicht mehr ganz so cool. Auf Hanks Reaktion bin ich aber gespannt, wenn das rauskommt. Dani wird diesen Erfolg als Agentin sicherlich gleich an Charlie weiterleiten und dann geht das Ganze in den Druck. Da ist jetzt schon eine ereignisreiche Episode vorprogrammiert.

Ehemalige

Da haben die Autoren aus den ganzen Frauengeschichten von Hank doch mal eine witzige Episode aus dem Hut gezaubert. Natürlich haben Frauen auch ein Ego und wollen, dass man sich an sie erinnert und mal wieder anruft. Beides hat Hank überhaupt nicht getan und dafür nun seine Quittung bekommen. Dabei war er doch so lieb zu ihr. Warum er allerdings in den Boxring gestiegen ist, um gegen eine Frau zu boxen, bleibt etwas unklar. Der Zweck heiligt aber die Mittel. Stellvertretend für sicherlich einige Ehemalige, von denen Hank nichts mehr weiß, hat sie ihn ordentlich vermöbelt und einige Male unter der Gürtellinie agiert. Trotzdem reichte ihr das nicht. Über Charlie hat sie dann dafür gesorgt, dass sie erneut unter seine Gürtellinie kommt. Da musste Hank nun auch noch herhalten, weil Charlie seinen Frust unbedingt mit Sex bewältigen wollte. Und dann hatte er nicht mal was davon, weil er entweder zu fertig war, um zu kommen, oder sich im Nachhinein herausstellt, warum er nicht wieder angerufen hat. Seine Erklärung war jedenfalls sehr einfühlsam und Laura war in dem Moment sowieso mit den Gedanken ganz woanders. Der ganze Abend und ihr Abschied wird aber auf jeden Fall dafür gesorgt haben, dass sie ihm in Erinnerung bleibt. Insofern hat sie bekommen, was sie wollte – dieses Teufelsweib. Übrigens muss ich sagen, dass Charlie erstaunlich lange seinen Mann gestanden hat. Hätte ich so nicht erwartet.

Ehemaliges

Während Charlie und Hank sich mit Laura treffen, haben sich Karen und Marcy der alten Zeiten wegen auch mal wieder verabredet. Witzigerweise haben sich die beiden Paare Hank/Charlie und Karen/Marcy gleichzeitig die Klinke in die Hand gegeben und noch einen schönen Dialog dargeboten. Ein wenig gestellt, aber trotzdem sehr unterhaltsam. Karen und Marcy sprechen dann wirklich mal wieder über alles, was ihnen durch den Kopf geht und man erfährt viel über die Vergangenheit und die Emotionen der beiden Frauen. Ein sehr schönes Gespräch, bei dem man merkt, dass Marcy und ihre kleine sexy Bulldogge einfach zusammen gehören, dass die alten Zeiten es wert sind, zurückzukehren, und das auch Karen von Hank niemals loskommen wird. Marcy hat da einiges gesagt, was Karen sehr nahe ging, zumal Marcy Bill auch nicht wirklich leiden kann.

Up and Down

Was wie der Beginn eines kleinen Märchens aussah und mir schon ein Grinsen aufs Gesicht zauberte, endete dann aber natürlich im Fiasko. Alles andere wäre auch viel zu langweilig gewesen, aber ich saß trotzdem vor dem Ferseher und dachte nur: "Nein, geht die beiden jetzt nicht besuchen!" Fast betend saß ich da und hoffte, dass Karen und Marcy nicht mit ansehen müssen, was Hank und Charlie dort gerade veranstalten. Hier greift der Titel der Episode absolut. Es bleiben zwei bitter enttäuschte Frauen zurück, die in einem Augenblick alles, was sie an dem Abend aufgebaut hatten, mit einem Schlag wieder zerstört haben. Für Karen ist es ein Schlag ins Gesicht, weil sie sich dazu hat hinreißen lassen, schon wieder zu Hank zu gehen und sich über die Konsequenzen keine Gedanken zu machen, und Marcy glaubte daran, dass sie sich mit Charlie wieder versöhnen kann. Toll gemacht, Jungs! Das ist wohl kaum wieder gutzumachen. Bei Karen erwarte ich nun trotz des Ringes, den Hank auch gar nicht mehr hat, dass sie nun mehr denn je Bill heiraten will, um solche Überraschungen einfach zu vermeiden. Marcy wird wohl auch erstmal auf stur stellen, aber bei ihr und Charlie gibt es noch Hoffnung. So ein Abend ist sicherlich nicht einfach zu verzeihen, aber aussichtslos sind die Happy Ends noch nicht, denn die Wahrheit, die der Alkohol zu Tage gebracht hat, ist nunmal, dass Marcy zu Charlie und Karen zu Hank wollte.

Fazit

Eine hervorragende Episode, die Zuschauer wie Charaktere in ein Wechselbad der Gefühle bringt, mal wieder zeigt, wie leicht Frauen Männer in der Hand haben und deren Entwicklungen dafür sorgen, dass man auch nächste Woche wieder einschalten wird.

Emil Groth – myFanbase

Diese Episode ansehen:


Vorherige ReviewÜbersichtNächste Review

Diskussion zu dieser Episode

Du kannst hier oder in unserem Forum mit anderen Fans von "Californication" über die Folge #1.10 In flagranti diskutieren.