Bewertung: 8

Review: #9.06 Die Frau in Weiß

Foto: David Boreanaz & Emily Deschanel, Bones - Copyright: 2013 Fox Broadcasting Co.; Patrick McElhenney/FOX
David Boreanaz & Emily Deschanel, Bones
© 2013 Fox Broadcasting Co.; Patrick McElhenney/FOX

Endlich. Endlich ist es soweit: das Ereignis, auf das wir alle, inklusive Booth, Brennan, ihre Familien und ihre Freunde, nun schon so lange gewartet haben. Und für dieses Ereignis kam die ganze "Bones"-Familie zusammen. So war diese Episode voll mit Gastdarstellern, denen wir in den letzten acht Jahren der Serie begegnet sind, und die ihre Spuren bei Brennan und Booth hinterlassen haben.

"I'll put 25 Dollars on the wedding being cancelled by lunchtime tomorrow" – "50 Bucks says it's cancelled before the suns gets down." – "Worst friends ever."

Der Fall war verständlicherweise völlig nebensächlich und ehrlich gesagt, habe ich beim ersten Mal als ich mir die Folge angeschaut habe, nicht einmal richtig mitgekriegt wer wen umgebracht hat. Das sagt wohl alles über den Fall aus, der weder sonderlich spannend, noch witzig oder überraschend war. Doch sind wir ehrlich, das musste er auch nicht, denn jeder der sich die Folge angesehen hat, hat sich sowieso nicht auf den Fall konzentriert. Der Fall war einzig und allein da, weil es einerseits bei "Bones" seit acht Jahren immer einen Fall gibt und andererseits musste ja ein Mordfall bei der Hochzeit dazwischenkommen, sonst wäre das ganze ja eher in die Kategorie Drama abgerutscht. Schön fand ich aber, dass man mit dem Liebesgedicht eine Brücke zu der Hochzeit und zu der Liebe von Booth und Brennan geschaffen und so die beiden Storylines gut verbunden hat. Außerdem hat die "Besessenheit" von Brennan sich an der Lösung des Falles zu beteiligen für die ein oder andere witzige Szene gesorgt.

"Dr. Brennan what are you doing here?" – "What are you doing here?"

Das Auftauchen aller Assistenten zeigt, wie wichtig diese Folge für die Serie ist beziehungsweise wie viel Bedeutung ihr auch durch die Autoren zugemessen wird. Das letzte Mal als die Assistenten zusammen aufgetreten sind, war in der Episode #8.06 Das Leben der wartenden Toten, eine Folge die sich um den 11. September und den Anschlag auf die USA dreht. Und auch wenn es sich hier um zwei völlig verschiedene Themen handelt, eines davon war für die USA ein tragisches Ereignis und dem wurde deswegen große Bedeutung zugemessen, das andere ist für die Serie "Bones" und die Fans ein freudiges Fest und deswegen sehr bedeutend, ist es schön, dass beide Themen, durch den Auftritt aller Assistenten die Ehre zuteil wird.

Dass Brennan nicht wirklich begeistert davon ist, dass Clark die Leitung bei dem Fall übernimmt und so eigentlich ihren Platz einnimmt, war vorauszusehen, schließlich sieht sie in Clark immer eine Art Konkurrenz und hat deswegen mit ihm von allen Assistenten die größte Mühe. Clark selber macht dies, jedenfalls in dieser Episode, nicht wirklich zu schaffen und er reagiert auf Brennans Zickereien relativ gelassen und schiebt dies wohl auf die nervösen Gefühle wegen der Hochzeit. Der Plan von Cam alle Assistenten aufzubieten und so Brennans Aufmerksamkeit auf ihre Hochzeit zu lenken, weil sie weiß, dass der Fall in guten Händen ist, hat funktioniert und Clark hat anschließend die Assistenten gleich richtig eingespannt und mit ihnen den Fall gelöst. Dass alle geblieben sind, obwohl die meisten etwas vorhatten, zeigt erstens wie wichtig ihnen ihr Job ist und wie gerne sie ihn machen und zweitens, dass ihnen auch Brennan und wohl sogar Booth wichtig sind und sie, obwohl sie zur Hochzeitsfeier nicht eingeladen sind, ihnen einen Gefallen tun wollen.

Dass die Assistenten, außer Arastoo, als Begleitung von Cam, nicht zur Hochzeit eingeladen sind, hat mich zuerst etwas irritiert, da sie doch auch zum Team gehören. Brennans Erklärung war dann aber logisch, wenn auch vor allem aus ihrer Sicht und die Krabbeleien der Assistenten wegen dieser nicht vorhandenen Einladung war ziemlich witzig, weil da jeder in seiner typischen Art argumentiert hat. Da war Wendell, dem seine Enttäuschung richtiggehend anzusehen war, Daisy, die es immer und immer wieder erwähnen muss, dass sie nicht eingeladen ist, Oliver, der sich mit seinen geheimen Sprüchen nicht zurückhält und Fisher, dem das ganze irgendwie egal ist. Einzig Arastoo ist der Leidtragende, denn der muss sich von allen anhören, dass er nur zur Hochzeit darf, weil er mit der Chefin liiert ist. Zum Schluss kommt ja dann doch noch alles gut und die Assistenten dürfen alle in Kostümen beim Fest teilnehmen und das war auch gut so, denn sonst hätte irgendetwas gefehlt.

"I'm sure you know how happy I know for both of you and Booth, it's my fatherly duty to tell you that if you do anything to hurt my little girl, I'll kill you." – "Thanks Max, for all of this."

Etwas Grundlegendes zum Anfang. Ich fand es unglaublich toll, dass die Autoren die Hochzeit nicht noch weiter hinausgezögert haben, sondern die Vorbereitungen auf ein Minimum beschränkt und dieses Ereignis uns nicht länger vorenthalten haben. Schön fand ich auch, dass so viele alte Bekannte in dieser Episode als Gastdarsteller aufgetreten sind, das hat die Folge zu etwas wirklich besonderem gemacht und hat die Hochzeit sehr realistisch erscheinen lassen. Besonders gefreut habe ich mich über das Kommen von Max und Hank und natürlich darüber, dass Aldo schließlich die Trauung vollzogen hat.

Dass Max noch für eine kurze Missstimmung sorgte, war wieder einmal typisch und es hätte etwas gefehlt, wenn bei seinem Besuch für einmal kein Verdacht auf verbrecherische Tätigkeiten aufgetaucht wäre. Die Sache mit dem Geld war eine gute Idee diese Tradition weiterzuführen ohne Max mit seiner Storyline zu fest in den Vordergrund zu rücken. Klar, hat Booth das Geld beschäftigt, schließlich hat er sich deswegen sogar Sweets anvertraut, doch da seine Gedanken mehr bei der Hochzeit und anschließend auch noch bei der abgebrannten Kirche und seiner Sorge um Brennan waren, rutschte das Geld etwas in den Hintergrund. Außerdem wurde die Herkunft relativ schnell aufgeklärt und Max war einfach nur der liebende Vater und Schwiegervater, der glücklich ist, dass seine Tochter einen Mann wie Booth gefunden hat.

Drei Booth–Männer Generationen zusammen zu sehen, war auch wahnsinnig toll und mir hat gefallen, dass man gemerkt hat, dass Hank auch in Parkers Leben eine große Rolle spielt. Einzig Jared hat mir ein bisschen gefehlt, auch dass er mit keinem Wort erwähnt wurde, fand ich schade, das hätte ja schließlich nicht viel Zeit gekostet. Dass die Trauung anschließend durch Aldo vollzogen wurde, war für Booth sicherlich wichtig. Obwohl Aldo immer wieder betont, dass er kein Priester mehr ist, hat er für Booth immer noch diese Rolle in sich. Booth hat in seinen Augen seine schlimmsten Taten Aldo gestanden und der hat ihm geholfen diese zu verarbeiten. So ist Aldo zwar immer mehr zu einem Freund von Booth geworden, spielt aber halt immer noch die Rolle des Geistlichen, was man auch daran merkt, dass Booth ihn immer wieder so anspricht oder wie in dieser Folge sich mit ihm in einer Kirche unterhalten will. Von daher war die Wahl des Priesters für die Hochzeit vollkommen richtig und außerdem habe ich mich wahnsinnig gefreut Aldo wiederzusehen, seine liebevolle und manchmal auch sarkastische Art ist die perfekte Ergänzung zu Booth Charakter.

"What you and Temperance have, it's the reason we draw breath. You screw this up, Booth and it'll be worse than any Hell God can dream up for you."

Ich kann mich hier nur wiederholen. Endlich sind die beiden verheiratet und es war eine wundervolle, passende Hochzeit, die uns die Macher von "Bones" nach acht Staffeln präsentiert haben. Die Eheversprechen waren unglaublich berührend und waren charaktertypisch angelegt, auch wenn Brennans vielleicht, wenn man bedenkt, dass sie dieses in der zweiten Staffel geschrieben hat, etwas zu persönlich war. Trotzdem waren einige Punkte aufgeführt, die sicherlich ihrem Gefühl damals entsprochen haben, nämlich, dass sie Booth Art verwirrt hat und sie mit diesem nicht rationalen Handlungen und Gefühlen nicht recht umgehen konnte. Wenn man an den Anfang zurückdenkt, ist es wahnsinnig was Brennan emotional für eine Entwicklung durchgemacht hat und dies hat sie vor allem Booth zu verdanken.

Die kleine Krise welche die Hochzeit überschattet hat, hat gezeigt wie sehr die beiden endlich einander heiraten wollen und wie bereit beide dafür jetzt sind. Denn sie hätten die Hochzeit nur für den anderen abgesagt, jedem selber ist es eigentlich egal wo und wie sie stattfindet, Hauptsache sie findet endlich statt. Dies sagt sehr viel über die Beziehung aus, die Booth und Brennan inzwischen führen. Beide sind bereit für den anderen Kompromisse einzugehen, dem anderen entgegenzukommen und auch dessen Meinung zu respektieren und zu akzeptieren, was nicht heißt, dass sie sich darüber nicht streiten können. Und so bin ich mir inzwischen sicher, dass es bei Booth und Brennan, egal in welcher Beziehung sie zueinander stehen, nie langweilig werden wird.

Randbemerkungen und persönliche Eindrücke

  • Witzig ist, dass es sich bei dem Schauspieler des Pastors, welcher die Probetrauung durchführt, um den richtigen Ehemann von Emily Deschanel, David Hornsby, handelt.
  • Schön war, dass auch Cindy Lauper an der Hochzeit beteiligt war und wieder in ihre "Bones"-Rolle Avalon geschlüpft ist.
  • Dass Cam so emotional war bei der Hochzeit war richtig lustig, so kennt man sie aus dem Labor gar nicht.



Fazit

Eine starke Folge, die mit einer schönen typischen und langerwarteten Hochzeit von Brennan und Booth geendet hat. Positiv zu erwähnen ist, dass die Autoren die Fans nicht mehr länger warten ließen und die Verlobungszeit auf ein Minimum beschränkt haben. Auch das Wiedersehen mit den vielen Gasstars, die wir aus acht Staffeln "Bones" kennen, war schön und hat die Hochzeitsfolge zu einer unvergesslichen Episode gemacht. Booth und Brennan sind verheiratet. Endlich!

Maria Schoch - myFanbase

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