Bewertung: 8

Review: #2.11 Ein Verräter im Feuer

Foto: David Boreanaz & Emily Deschanel, Bones - Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
David Boreanaz & Emily Deschanel, Bones
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Nach mehreren enttäuschenden Episoden steigt "Bones" mit dieser Folge sozusagen wie Phoenix aus der Asche und katapultiert sich in meiner persönlichen Beliebtheitsskala wieder um einige Plätze nach oben.

Eine schrecklich nette Familie

Die Storyline um Bones' Familie gefällt mir. Wir haben hier den Meisterverbrecher, der eine Menge Leichen im Keller hat (nur sprichwörtlich, denn er verbrennt die Leichen ja lieber), den Kleinkriminellen, der Mühe hat, sein Leben in den Griff zu bekommen, und schließlich die gesetzestreue Anthropologin, der es nun immer schwerer fällt, die Welt in gut und böse zu unterteilen. Diese Konstellation ist natürlich interessant und reizvoll, zumal weitgehend auf kitschige Sentimentalität verzichtet wird. So versucht Bones tatsächlich, ihren Vater zu verhaften, der darüber weder überrascht noch enttäuscht ist, ganz im Gegenteil.

Ich muss auch zugeben, dass ich anfangs nicht auf den Gedanken gekommen bin, dass der Priester in Wahrheit Bones' Vater ist. Dass wurde wirklich glaubhaft umgesetzt und der Überraschungseffekt war definitiv vorhanden. Man rechnet schließlich nicht damit, dass Bones direkt vor ihrer Nase ausgetrickst wird, doch letztlich macht es Sinn, dass dies nur ihrem Vater gelingen kann.

Man darf gespannt sein, ob und in welcher Form wir Bones' Vater und ihren Bruder wieder sehen. Dass wir am Ende beoachten konnten, wie Bones' Vater wieder eine Leiche verbrennt (übrigens eine starke Szene mit toller musikalischer Untermalung), deutet so ein bisschen an, dass da noch mehr kommen wird. Vorerst jedoch bleibt Bones im Schoß ihrer anderen Familie: Booth, Zach, Angela, Hodgins und (mit Abstrichen) Cam.

Die Verschwörung

Im Grunde bin ich kein großer Fan von Verschwörungsstorys, doch diese hat ganz gut funktioniert. Es wurde jedenfalls nicht zu abstrus und ich fühlte mich nicht allzu sehr an Agentenfilme erinnert, worüber ich immer ganz froh bin. Der Charakter Caroline (die Staatsanwältin mit den Quarkbällchen) ist zudem eine Bereicherung für die Serie. Mit ihrer sarkastischen Art und ihrem Gerechtigkeitssinn passt sie gut zu Booth und Bones. Ich hätte nichts dagegen, sie noch öfter zu sehen.

Der neue Zach

Unser kleiner Zach ist jetzt ein richtiger Doktor und wird aufgestylt, damit er auch in der Öffentlichkeit, beispielsweise vor Gericht, vorzeigbar ist. Na ja, meine Einstellung ist da ein wenig anders als die von Cam und den übrigen Vorgesetzten. Ich finde nämlich nicht, dass ein genialer Wissenschaftler wie geleckt aussehen muss. Ganz ehrlich, wenn mir jemand vor Gericht erzählt, wie er mit Hilfe eines Knochenfragments, eines Insekts oder einer Probe Dreck den Tathergang rekonstruiert hat, finde ich es glaubhafter, wenn derjenige nicht wie ein Buchhalter, sondern eben ein wenig exzentrisch aussieht. Aber das ist nur meine Meinung.

Maret Hosemann - myFanbase

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