Bewertung: 6

Review: #2.06 Die junge Frau im Kronleuchter

Ein Bombenattentat mit Verbindung zu kolumbianischen Drogenkartellen diplomatische Verwirrungen - ein spannender Fall kündigt sich an, oder doch nicht?

Die alte Eifersuchtsgeschichte

Ein Attentat wird auf eine mutig gegen die kolumbianischen Drogenkartelle kämpfende Richterin verübt. Der anfangs noch brisant klingende Fall verliert jedoch schnell an Spannung, als herauskommt, dass die Leiche im Kronleuchter nicht der weibliche Attentäter war und die Explosion gar nicht durch eine Bombe, sondern durch einen Brand ausgelöst wurde. Kein Attentat also, sondern "nur" ein vertuschter Mord, und alles läuft wieder auf die alte Eifersuchtsgeschichte hinaus. War das nun eigentlich eine Dreiecks- oder eine Vierecksbeziehung? Hinzu kommt, dass mir keine der Personen wirklich sympathisch war. Antonio Ramos, der nichtsnutzige Sohn der Richterin, der ständig irgendetwas anstellt und immer ungestraft davon kommt, weil er sich hinter seiner diplomatischen Immunität versteckt. Und nicht einmal das Opfer Lisa Winnaker, die klischeehaft versucht, sich einen reichen Mann zu angeln. Hätte ihr ja eigentlich klar sein können, dass das nicht gut geht, wenn man gleichzeitig etwas mit dem Vater und dem Sohn hat. Eine Überraschung gibt es am Schluss dann doch noch. Nicht etwa der Sohn oder der Ehemann waren der Mörder. Nein, Richterin Ramos selbst, die anfangs noch die einzige anständige Person in der Familie zu sein schien.

Diplomatische Verwicklungen

Viel interessanter als der Fall selbst, waren die diplomatischen Verwicklungen und die Probleme, die unsere Ermittler mit dem Vertreter des Auswärtigen Amtes hatten. So hat die Immunität, die verhindert, dass "Diplomaten in Kamikazistan auf einem Bratspieß enden" (Booth), auch ihre Schattenseiten. Es war wirklich lustig zu sehen, wie unterschiedlich Brennan und Booth mit dem kleinwüchsigen Beamten umgingen. Während Booth, der es sich sonst nicht gefallen lässt, wenn jemand seine Arbeit behindert, doch so seine Skrupel hatte, Radswell seine Meinung zu sagen, sprach Bones mit ihrer direkten Art die Sache offen an.

Neues aus dem Labor

Sehenswert war auch, was im Labor so vor sich ging. Hier gab es zahlreiche lustige Szenen, die teilweise wirklich zum Totlachen waren und auch ein bisschen dafür entschädigten, dass mir der Fall dieses Mal nicht so gut gefiel. Zach mit seiner genauestens berechneten Explosion – naja, auch ein Superhirn kann einmal falsch liegen. Süß aber auch ein kleines bisschen gemein fand ich, wie Hodgins immer wieder versucht, sich Angela anzunähern, und sie ihn dann eiskalt aber trotzdem auf humorvolle Weise abblitzen lässt. Dabei passen die beiden meiner Meinung nach wirklich perfekt zusammen. Das muss jetzt wohl nur noch ihnen selbst klar werden. Und dann waren da natürlich noch Booth und Cam, die krampfhaft ihre Beziehung geheim halten wollen. Dass das nicht lange gut geht, war ja klar. Aber schon erstaunlich, dass Hodgins es als erster herausgefunden hat. Sein anschließender Dialog mit Angela war einfach genial. Die ohnehin schon nicht einfache Beziehung zwischen Cam und Brennan wurde einmal mehr auf die Probe gestellt. Dass Bones nicht damit einverstanden war, Beweise absichtlich falsch zu interpretieren, zeigt einmal mehr, wie ernst sie ihren Job als Wissenschaftlerin nimmt. Zum Glück konnte Booth die Sache wieder gerade biegen.

Fazit

Alles in allem eine ganz nette Folge, die einen jedoch nicht unbedingt vom Hocker reißt. Wenn mich auch der Fall dieses Mal nicht unbedingt begeistern konnte, gab es dafür doch einige lustige Geschichten rund um das Ermittlerteam.

Nadine Schuon - myFanbase

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