Review: #7.13 Hallo, auf Wiedersehen

© 2023, 2024, 2025 Sony Pictures Television Inc. All Rights Reserved.; 2023 Starz Entertainment, LLC; Robert Wilson/Starz/Sony Pictures Television
In den vergangenen Episoden waren die Handlungsstränge stets gut aufeinander abgestimmt und einige von ihnen wurden hier oder da zeitweilig pausiert, um ein rundes Gesamtbild zu erzeugen. Dieses Mal versucht man nun wieder, jede Geschichte weiter voranzubringen, was im Endeffekt dafür sorgt, dass man einigen Teilhandlungen nicht gerecht werden kann.
Jeremiah MacKenzie
Der Hauptcharakter, mit der wenigsten Sendezeit, ist in dieser Staffel wohl ganz eindeutig Brianna. Durch die Trennung ihrer Storyline von der Rogers, war eine Geschichte rund um sie bisher nur rudimentär zu erkennen. In dieser Episode versucht man, das wieder gut zu machen, doch ich muss sagen, dass das nicht sonderlich gut gelungen ist. Die Erkenntnis darüber, dass Rob nicht mit Jem durch die Zeit gereist ist traft Brianna in #7.11 A Hundredweight of Stones sehr überraschend und nun geht es Schlag auf Schlag. Sie sperrt Rob ein, zieht los um Jem zu suchen und nutzt dafür Mandys Gespür für ihren Bruder, findet Jem, stellt fest, dass Rob geflohen ist, informiert die Polizei, setzt sich mit Fiona in Kontakt und fragt sich, wie sie Roger mitteilen soll, dass er in der Vergangenheit vergeblich nach Jem sucht. Dafür, dass sich hier so viel tut, wird der Geschichte allerdings viel zu wenig Raum gelassen. Außerdem hat man durch die so häufig unterbrochene Erzählweise kein Gefühl dafür, wie viel Zeit eigentlich vergangen ist, seitdem Rob Jem entführt hat. Waren es Stunden oder Tage? Anhand des recht guten und fitten Eindrucks, den Jem macht, scheint es, als hätte die Entführung ihm sonderlich zugesetzt und das mindert den Spannungsfaktor dieses Handlungstranges enorm. Genau so unzufrieden wie über die kurze Dauer, die man der Geschichte lässt, um sich zu entfalten, bin ich mit den einzelnen Komponenten. Die heiß-und-kalt-Suche im Auto hätte ich gern eingetauscht gegen einen Blick auf das, was Jem im Tunnel tut, als er das Portal vor sich sieht. Dramaturgisch war diese Szene sehr gut gemacht, da es für einen Moment so wirkte, als würde er nun durch die Zeit reisen und an Rogers Ende wieder aus den Steinen herauskommen.
Nicht nur die Suche nach dem kleinen Jeremiah ist von Erfolg gekrönt, sondern auch noch die nach dem großen. Dieser Handlungsstrang war der, der mir an dieser Episode am besten gefallen hat. Er kam nicht aus dem nichts, an ihm wurde relativ kontinuierlich gearbeitete und man konnte ihn emotional gipfeln lassen. Es ist eine Erleichterung, dass Roger im Jahr 1739 nun sein Ziel erreicht zu haben scheint und dass er sogar dazu kam, einige wenige Worte mit seinem Vater zu wechseln. Zudem haben mir auch die Parallelen zu vergangenen Zeitreisen sehr gut gefallen, da Claire und Jamie sich schon einige Male fragten, ob sie durch ihr Handeln nun die Zukunft verändert hätten. Buck als Rogers Sidekick funktioniert an dieser Stelle ganz wunderbar und das Gespann aus den beiden Männern sorgt für tiefgründige Diskussionen. Leider lässt die begrenzte Anzahl an Minuten in dieser Episode aber auch an dieser Stelle zu wenig Möglichkeiten, die Geschichte noch weiter zu entfalten.
Was bleibt nun, nachdem beide Jeremiahs nach Hause zurückgekehrt sind? Wie werden Roger und Brianna einen Weg finden, um miteinander zu kommunizieren? Ich hoffe sehr, dass man den Stein hier bald ins Rollen bringt und Roger wieder in seine Zeit zurückschickt.
"Personally, I'd advise you and the spirit to stay out of it."
Der große Fokus der Handlung im Hause Fraser liegt auf der Hochzeit von Ian und Rachel. Auch wenn ich finde, dass die beiden ein nettes Paar abgeben, muss ich sagen, dass mir ihre Beziehung viel zu schnell vorangetrieben wird. Nur neun Episoden, nachdem die beiden sich kennengelernt haben, geben sie sich schon das Jawort und das, obwohl ihnen in #7.12 Carnal Knowledge noch die Heiratserlaubnis der Quäker fehlte. Hat noch jemand das Gefühl, dass man hier unglaublich viel Gas gibt? Zusätzlich dazu, dass sich die Eile, mit der man die Handlung vorantreibt, unstimmig anfühlt, nimmt mir diese Geschichte auch viel zu viel Platz in dieser vollgepackten Episode ein. Die Zeremonie und Hochzeitsnacht sind ganz nett, machen gefühlt aber die Hälfte der Episode aus, wodurch rundherum alles andere reingequetscht wirkt.
Sogut wie keine Zeit bleibt da, um noch einmal auf die Beziehung zwischen Henry Grey und Mercy Woodcock einzugehen, oder um ausführlich zu zeigen, wie es John ergangen ist, während William überhaupt keine Erwähnung findet. Auch Claire und Jamie haben dieses Mal erstaunlich wenig zu tun, können jedoch bei der Hochzeit durch ihre elterlichen Gefühle gegenüber Ian glänzen.
Fazit
Diese Episode findet kein gutes Gleichgewicht zwischen den einzelnen Elementen der Handlung. Genau dort, wo man viel Spannung erzeugt, verbringt man deutlich weniger Zeit, als in den ruhigen Momenten, die gern etwas weniger Bildschirmzeit einnehmen könnten.
Marie Müller - myFanbase
Die Serie "Outlander" ansehen:
| Vorherige Review: #7.12 Geschlechtsverkehr | Alle Reviews | Nächste Review: #7.14 Daran gewöhnt man sich nie |
Diskussion zu dieser Episode
Du kannst hier mit anderen Fans von "Outlander" über die Folge #7.13 Hallo, auf Wiedersehen diskutieren.
Informationen zur Episode
Englischer Titel: Hello, GoodbyeErstausstrahlung (US): 20.12.2024
Erstausstrahlung (DE): kein Termin
Erstausstrahlung (Pay-TV): 11.09.2025
Regie: Jan Matthys
Drehbuch: Madeline Brestal
Links
Jetzt ansehen/bestellen
bestellen
ansehen
ansehen
Meistgelesen
Aktuelle Kommentare
31.03.2026 00:13 von Sonia
News: "Grey's Anatomy" bekommt Staffel 23 durch ABC und neue deutsche Heimat von sixx
Juhuuu! Wechsel zu sixx passt ja eigentlich, da läuft es... mehr
30.03.2026 23:58 von Sonia
News: HBO Max veröffentlicht Teaser-Trailer und Starttermin zu "Harry Potter und der Stein der Weisen"
Hach ja... Ich würde mir wirklich wünschen, dass die... mehr