High Potential - Reviews
Staffel 2

In unseren Kritiken schildern unsere Autoren und Autorinnen ihren ersten Eindruck von einer Episode in Form einer kurzen Review. Nutzt die Gelegenheit, eure Meinung zu diesen Folgen kundzutun und mit uns über die Serie "High Potential" zu diskutieren.
#2.01 Bauern

© 2025 Disney. All rights reserved.; Disney/Christine Bartolucci
"High Potential" ist mit der zweiten Staffel zurück und ich gebe zu, es waren lange sechs Monate. Die Serie gehört mit Abstand zu den beliebtesten von ABC und auch nach dieser Staffelpremiere dürfte sich niemand mehr wundern, weshalb das der Fall ist. Der Game Maker (David Giuntoli) treibt wieder bzw. weiter sein Unwesen und es sieht nicht danach aus, als würde er schnell wieder von der Bildfläche verschwinden. Ganz im Gegenteil. Es war wohl erst der Anfang. Ich bin mir noch immer sicher, dass er es auf Morgan (Kaitlin Olson) abgesehen hat. Während es im Finale der ersten Staffel noch so aussah, als würde er sie und ihre Familie quasi an der Nase herumführen, hat man jetzt gesehen, dass es sehr vielmehr ist und wir wohl erst im Laufe dieser Staffel Stück für Stück herausfinden werden. Eins steht nämlich fest: Morgan hat Angst um sich und ihre Kinder, sodass sie sich eine Auszeit genommen hat und die anderen im Team rund um die Uhr ermitteln. Haben sie sich in der ersten Staffel noch als Team zusammenraufen und sich an Morgans außergewöhnlichen Verstand gewöhnen müssen, konnte man jetzt erkennen, dass sie eine Familie geworden sind, die sich umeinander sorgen. Dabei fällt allerdings auch auf, dass Karadec (Daniel Sunjata) fast die stärkste Konstante ist, die besonders Morgan aber auch Soto (Judy Reyes) Halt gibt. Etwas verwundert war ich, dass sie an Morgans Verstand zu zweifeln scheinen. Bisher hat nur sie den Game Maker gesehen und es waren eigentlich nur immer Momentaufnahmen. Dennoch habe ich nie an ihrem Verstand gezweifelt oder dass sie sich diesen eingebildet hat. Morgans momentaner mentaler Zustand hat aber auch Spuren bei Soto hinterlassen, die sich nun Vorwürfe macht, Morgan dazu gebracht zu haben, als Beraterin für das Team zu arbeiten. Interessant ist hier Karadec, der nun richtiges Vertrauen zu Morgan hat, sich aber auch gleichzeitig um sie sorgt. Wenn ich mir die Taten des Game Maker so ansehe, dann kann ich das verdammt gut verstehen. Das Mysteriöse bei ihm finde ich auch, wie leicht es für ihn zu sein scheint, Menschen bzw. auch Situationen zu manipulieren und somit sein perfides Spielchen weiterzutreiben. Zu Beginn der Episode war ich erst in dem Glauben, wir hätten es mit einem Flashback zu tun und würden die junge Morgan erleben. Die von mir erdachte junge Morgan ist aber in Wahrheit das Entführungsopfer Maya (Kate Miner). Ich bin mir sicher, die optische Ähnlichkeit zwischen Morgan und Maya wie auch die anderen Verbindungen sind kein Zufall. Meine neueste Theorie ist ja, dass der Game Maker nicht alleine arbeitet, sondern vielleicht sogar für jemanden arbeitet, der aber vom Denken her ähnlich wie er ist und ähnlich wie Morgan ist. Zum Ende der vergangenen Staffel sagte sie, ihr Sohn Elliott (Matthew Lamb) hat ihren Verstand geerbt und auch ihr Vater hätte einen ähnlichen. Möglicherweise hat er etwas mit dem Ganzen zu tun. Aber so oder so ist dieser Staffelauftakt unfassbar toll. Vor allem finde ich interessant, dass Soto nun auch die anderen in den Fall Roman miteingebunden hat. Die von Mekhi Phifer dargestellte Figur kann in meinen Augen aber nicht Roman sein, aber er wird etwas mit ihm zu tun haben. "High Potential" hat gerade einmal eine Episode in der neuen Staffel abgeliefert, aber ich bin schon wieder Feuer und Flamme und kann es kaum bis zur nächsten Episode erwarten. Vor allem weil ich wissen will, ob Maya überlebt und wer möglicherweise das (nächste) Bauernopfer wird. In jedem Fall hat der Game Maker Derek (Shaun Sipos) und Jason (Nick Wechsler) wunderbar als Bauern benutzt für sein Spiel.
#2.02 Schisshase

© 2025 Disney. All rights reserved.; Disney/Jessica Perez
Das war's schon wieder mit dem Game Maker? Irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen. Nachdem der Game Maker, der nun mit Matthew tatsächlich einen Namen bekommen hat, plötzlich in dem Büro der Polizei aufgetaucht ist, war ich sooo gespannt darauf, wie es weitergeht. Ich glaube, GM ist einer der interessantesten und faszinierendsten Bösewichte, die ich seit Langem erlebt habe. Man merkt ihm genau an, dass er etwas treibt und dass er sich besonders über Morgan lustig macht. Gleichzeitig ist die Art und Weise, wie er vorgeht, so fesselnd, dass ich regelrecht am Bildschirm klebe, wissen will, was er noch so in petto hat und gleichzeitig hoffe, man möge ihm auf die Spur kommen. Morgan und GM sind ein so ungleiches und doch gleiches Duo, dass ich mir nicht vorstellen kann, dieses Potenzial nicht zu nutzen. Es war unvorsichtig von Morgan, GM alleine in seiner Wohnung aufzusuchen, allerdings denke ich auch, dass GM damit gerechnet hat und er sonst auch nicht so offen ihr gegenüber gewesen wäre, wäre Karadec dabei gewesen (war er nicht goldig, als er so besorgt war?). Und ehrlich, auch wenn GM kein Mitgefühl verdient hat, zumal ich denke, dass bei Oz noch die Nachwirkungen eintreten werden, hatte ich welches, als er von seiner Mutter erzählt hat. Genau das war es aber, was ihn eigentlich auch 'unvorsichtig' gemacht hat. Wie Morgan es vorausgesagt hat, nimmt er sich das Leben bzw. wollte es und sie kam ihm zuvor. Das Faszinierende ist hier für mich tatsächlich gewesen, dass sich die Rollen von GM und Morgan getauscht haben. In den Zügen der letzten Staffel, in der letzten Episode sowie ein Großteil dieser, war es immer er, der Morgan und den anderen mindestens einen Schritt voraus war. Es wäre wirklich absolute Verschwendung, wenn man GM jetzt einfach so abschreiben oder er sich umbringen würde. Vielleicht wird er ja eine Hilfe für Morgan, damit Roman endlich gefunden wird. Das mag zwar etwas weit hergeholt sein und ob Morgan nach all den Geschehnissen überhaupt darüber auch nur nachdenken würde, bezweifle ich sogar. Gleichzeitig glaube ich aber auch, GM ist einer der wenigen – neben Elliott – dessen Verstand sehr ähnlich funktioniert wie der ihre. Ich glaube nämlich schon, es wird in dieser Staffel eine Begegnung mit Roman geben. Mekhi Phifer ist es ja leider nicht. Es wäre ohnehin viel zu einfach gewesen. Roman vertraut also der Polizei nicht. Hat sie ihn im Stich gelassen, als er sie brauchte? Weiß er irgendwas, was ihnen gefährlich werden könnte oder ihm? Ich bin gespannt. Auch darauf, wie Ava und vielleicht auch Ludo darin eingebunden werden. Arthur (Phifer) kann ich ehrlich gesagt noch nicht einschätzen... hoffen wir, dass es nicht das letzte Mal war, ihn gesehen zu haben.
#2.03 Elf Minuten

© 2025 Disney. All rights reserved.; Disney/Jessica Perez
Es ist schade, dass es mit dem Game Maker wohl doch schon vorbei ist oder pausieren sie nur? Irgendwie habe ich das Gefühl, da kommt noch was und zwar dann, wenn wir nicht damit rechnen. Jetzt fühlt es sich wieder wie Alltag bei Morgan an und nein, langweilig wird's dabei nicht, eher emotional. Transplantationen und Spenderorgane finde ich immer ein schwieriges, sensibles und emotionales Thema, bei dem ich manchmal sogar hoffe, man geht nicht zu sehr ins Detail. Es geht um Nathan Gould (Daniel Passer), der in einem Café mit einer Plastiktüte erstickt und dann in eine Ecke gezerrt wird. Ich fand es ja schon mal krass, dass von dieser Aktion niemand was mitbekommen hat. Naja, es war früh am Morgen, da wird noch kein so hohes Treiben gewesen sein. Der Tod ist mysteriös, zumal dann auch noch herauskommt, dass Nathan spielsüchtig war und deshalb längere Zeit auch keinen Kontakt zu seiner Tochter Jessica (Olivia Sandoval) hatte. Ja, es liegt verdammt nahe, dass es die Schuldeneintreiber waren, die Nathan einfach mal so das Licht ausgeknipst haben. Wäre aber für dieses Serienformat schlichtweg zu einfach. Vor allem, weil es so verstrickt war und auch wieder die Frage aufkam, ob man sich als Reicher alles erkaufen und ob man als Spielschuldner wirklich soweit geht, seine Versicherungspolice als Zahlung für die Schulden herzugeben. Berührt hat mich eben auch, dass Nathan sich mit seiner Tochter versöhnt hat, was eigentlich bei diesen Erzählungen unmöglich erschien. Es gibt in diesem Fall aber gleich mehrere Punkte, die mich aufhorchen ließen und die irgendwie nicht ins Bild gepasst haben (nein, kein Logikfehler seitens der Serie). Zum einen, wieso sie sich in einem anderem Café treffen wollten und er nicht die falsche Mailadresse erkannt hat, zumal man hinterher erfahren hat, dass er seinen eigenen Tod bis ins kleinste Detail vorbereitet hat. In meinen Augen ergab es keinen Sinn, dass er dann die falsche Mailadresse nicht erkannt hat. Auch wenn sie lange keinen Kontakt mehr zueinander hatten, manche Charakterzüge kann man nicht ablegen. Und letztlich hatte Nathan auch keinen Grund mehr sich umzubringen, er wäre Opa geworden. Umso spannender war ja dann die Frage nach dem 'warum'? Warum und von wem wurde er umgebracht, wenn es nicht die Schuldeneintreiber waren. Hier kommt wieder zur Sprache, ob man Mitgefühl mit dem Täter haben sollte, wenn man nicht unmittelbar davon betroffen ist. Nathan hatte in der Vergangenheit einige Unfälle und Missgeschicke, die medizinisch versorgt werden musste und wenn man immer von denselben Sanitätern behandelt wird, baut man natürlich ein Vertrauensverhältnis auf. So hat Nathan auch von Christopher Bishops (Ben Edlin) Nöten und Sorgen erfahren, weil seine Mutter (Elaine Kagan) dringend ein neues Herz braucht. Es ist sogar heldenhaft, was Nathan vorhatte. Selbstmord, um zu helfen und so vielleicht auch vieles aus der Vergangenheit wieder gutzumachen. Das Schicksal hatte mit Nathan allerdings noch andere Pläne, die aber Bishop durchkreuzt hat. Ich überlege eben immer noch, ob er dieser klassische und selbstbezogene Antagonist ist. Ich glaube nämlich, manch einer oder eine hätte in Bishops Situation genauso oder zumindest ähnlich gehandelt (es war interessant, wie er das geplant hat, aber auch irgendwie gruselig) und es hatte auch Auswirkungen auf Morgan. Übrigens... dieser Blick von Morgan im Krankenhaus! Großartig von Kaitlin Olson gespielt. Mal sehen, wann Arthur wieder auftaucht und wie Ava reagiert. Ich konnte gut verstehen, wie sie sich verhalten hat. War alles ein bisschen viel in letzter Zeit und Morgan eben typisch Löwenmutter! Aber ich denke, bezüglich Avas Art damit umzugehen, dass ihr Vater ganz in der Nähe war und sie dennoch nicht sehen wollte (oder konnte), werden noch Auswirkungen haben, die auch Morgan zu schaffen machen werden.
#2.04 Verjährte Schuld
"High Potential" hat immer sehr interessante Fälle, bei denen ich die Auflösungen jedes Mal spannend finde. Zumeist die Mordfälle auch immer in der Gegenwart spielen. Das ist auch diesmal so, allerdings gibt es hier zwei Mordfälle, die in Verbindung miteinander stehen. Wobei sich der erste vor 25 Jahren zugetragen hat. Ein Cold Case also. Krass fand ich diesmal, dass es im ersten Moment so gewirkt hat, als habe Raina (Barbara Eve Harris) den Mord gerade eben beobachtet. Dabei liegt der Mord an Greta (Fallon) schon 25 Jahre zurück. Es gab hier einige interessante Theorien, weswegen auch Raina mit dem Leben bezahlen musste, von denen ich jedoch manche nicht interessant fand. Zum Beispiel, dass sie von Mac (Clifton Powell) getötet wurde, weil sie eben damals den Mord beobachtet hat. Ich habe mich tatsächlich gefragt, warum er sie dann nicht schon vor Jahren um die Ecke gebracht hat. Raina hätte jederzeit quatschen können. Spannend wurde es dann, als ein Familienmitglied zur Sprache kam. Eine solche Rache wäre verständlich, wenn es auch die Tat natürlich nicht besser macht. Außergewöhnlich wurde der Fall, als Lucy (Zoë Soul) ins Spiel kam. Nachdem man immer mehr Puzzleteile zu Greta und deren Tod hatte, wusste ich auch schnell, wer sie war. Ich hatte allerdings nicht wirklich angenommen, dass Mac ihr was antut. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob er wusste, dass sie seine Tochter ist. Auf jeden Fall bin ich mir sicher, dass Karadec noch lange zu kämpfen hat, dass er ihn erschossen hat. Aber um noch einmal auf den Cold Case zurückzukommen. Raina litt also an Demenz und hatte offenbar ein Schlüsselereignis, weshalb sie sich an den Mord erinnert und ihn gemeldet hat. Allerdings war das nicht der Grund für den Mord. Wobei man auch hier sagen muss, dass es eine Tat im Affekt war, da Raina nie mehr mit Lucy sprechen wollte. Interessant wird es anscheinend auch mit dem neuen Captain Nick Wagner (Steve Howey). Es steckt sicherlich noch mehr dahinter, warum er so neugierig auf Morgan war und ich gehe nicht davon aus, dass es amüsant wird. Genauso wenig wie mit Solomon (Jesse Bradford). Mal sehen, ob Soto und Morgan nun richtige Freunde werden, da es ihr sicherlich nicht gefallen wird, dass man ihr nicht nur einen Mann vor die Nase setzt, sondern auch noch einen Weißen. Für mich wären das zwei Faktoren, die Soto aufregen und die man gut in die Serie einfließen lassen könnte. Offenbar weiß nun auch Karadec von Arthur und wird Morgan zur Seite stehen und sich weiter in sie verlieben
#2.05 Eine Frage des Vertrauens

© 2025 Disney. All rights reserved.; Disney/Jessica Perez
Nachdem man Wagner schon in der letzten Episode vorgestellt hatte und er zunächst nur auf Morgan getroffen ist, haben nun auch die anderen das 'Vergnügen' mit dem neuen Captain. Ich kann mir nicht helfen, aber für mich scheint er etwas zu verbergen und das Rätsel soll Morgan entschlüsseln. Dumm ist das sicherlich nicht, hat sie doch Gedankengänge, denen die meisten nicht folgen können. Wagner scheint daraus aber ein Spiel zu machen, bei dem ich mir nicht sicher bin, um welche Art es sich dabei handelt. Ich glaube auch, dass Wagner nicht nur Karadec nach Morgan befragt hat, sondern auch Oz und Daphne. Bei Karadec ist es aber natürlich spannender mitzuverfolgen, da er ja doch Gefühle für seine Partnerin hat, auch wenn er davon selbst noch nichts weiß. Ich denke aber auch, dass Wagner noch irgendwas verbirgt, was vielleicht mit Morgan zusammenhängt. Vielleicht privater Natur? Interessant fand ich in dem Zug auch, dass Arthur wieder anwesend war und wir noch etwas mehr über seine Verbindung zu Roman erfahren haben. Ich glaube ja, es wird sich noch eine ganze Weile hinziehen, bis wir Roman zu Gesicht bekommen. In gewisser Weise fand ich es allerdings auch beruhigend, von Arthur zu erfahren, dass Roman ein guter Typ ist und dass wirklich etwas sehr Schlimmes passiert sein muss, damit so jemand einfach untertaucht. Dieses Geheimnis und diese Entschlüsselung des Rätsels hat mich echt angefixt. Ich kann Morgan allerdings verstehen, weswegen sie sauer auf Ava ist, wobei besorgt wohl etwas besser passen würde. Für mich ist das allerdings ein weiteres Beispiel dafür, dass Ava ihrer Mutter ähnlicher ist, als beide sich vielleicht wünschen würden. Der Fall der Woche war vor allem von seinem Aufbau her spannend und was Teenager heutzutage alles auf sich nehmen, um im Social Media besser dazu stehen. Jedoch waren die Nebenhandlungen diesmal spannender und ich hoffe, man treibt sie schnell voran.
#2.06 Die Geister, die ich rief

© 2025 Disney. All rights reserved.; Disney/Andrew Eccles
Auch bei "High Potential" ist Geisterstunde und manch einer wird es schon halb erraten haben. Halloween-Episoden sind einfach nicht so mein Ding. Ich habe immer den Eindruck, als bringt man dieses Thema zu gewollt ein. Diesen Eindruck hatte ich auch diesmal zeitweise. Wobei ich sagen muss, dass wir es ja hier mit einer Serie zu tun haben, bei der die Fälle ohnehin manchmal nicht ganz 'normal' wirken. Wie gesagt, es war Geisterstunde und dafür nutzte man auch ein entsprechendes Haus dafür, bei dem Danny Sternblatt (Matt Kaminsky) gestorben ist. Ich fand mal wieder Morgans Herangehensweise toll, da ich glaube, dass andere Ermittler nicht solche Schlüsse gezogen hätten. Dennoch fand ich Calliope (Marié Botha) als überführte Täterin dann doch etwas zu künstlich. Sehr gut gefiel mir das Gespräch zwischen Morgan und Nick. Ich gehe mal davon aus, dass wir noch spannende Sachen zwischen den beiden erleben dürfen. Irgendwie scheinen sie ja auf einer Wellenlänge zu sein. Mich freut auch, dass man die Funkstille zwischen Morgan und Ava noch ein bisschen hinausgezögert hat, umso interessanter und toller fand ich nämlich die finale Szene zwischen Mutter und Tochter. Nun hat Ava wohl den definitiven Beweis, dass Roman immer in ihrem Leben war. Wir könnten dann aber in dieser Handlung ein bisschen weiter vorankommen.
#2.07 Der Dieb, der nicht geschnappt werden konnte

© 2025 Disney. All rights reserved.; Disney/Jessica Perez
Oh, wir sind schon beim Herbstfinale angelangt. Das ging aber echt schnell und bezüglich Roman sind wir keinen Schritt weitergekommen bzw. nur einen ganz kleinen. Mir war ja klar, dass man das Rätsel nicht gleich zu Staffelbeginn auflösen würde. Nun sind wir aber bei der Hälfte angelangt und wir tappen noch immer im Dunkeln. Genauso, was in diesem Rucksack ist. Klar, seit ein paar Episoden wissen wir, dass sich Dinge darin befinden, die Roman und Ava verbinden. Es wäre aber wirklich schön, wenn wir Roman endlich mal zu Gesicht bekämen oder zumindest erfahren, weswegen er vor so langer Zeit abgehauen ist. Es freut mich aber schon sehr, dass wir Arthur wieder gesehen haben und sein Telefonat mit Ava war einfach zuckersüß. Es fühlte sich fast so an, als sei er ihr Vater. Ich hoffe nur, dass er die nächste Episode überleben wird. Der mysteriöse Typ auf dem Foto, welches Soto in der Hand hatte und der bei Arthur auf der Rückbank aufgetaucht ist, war schon nicht ohne und verspricht sicherlich auch keine guten Zeit. John Pyper-Ferguson für diese Rolle zu casten, ist allerdings ein wahnsinnig cleverer Schachzug, muss ich gestehen. Alleine seine Mimik bei solchen Figuren reicht aus, damit er eine Atmosphäre schafft, bei der man sich unwohl fühlen kann. Wobei ich das diesmal auch bei Wagner sagen muss. Ich kann ihn einfach noch nicht einordnen. Wie ich aber kürzlich schrieb, haben wir tatsächlich spannende Sachen zwischen ihm und Morgan erlebt. Seine Ansage an sie war nicht ohne, aber erschreckend. Ich hatte schon bei ihrem kürzlichen Gespräch den Eindruck, als ob er etwas in ihr wiedergefunden hat, was er bei jemanden, der umgekommen ist, verloren hat und bei Morgan nicht wieder verlieren will. Ein interessanter Hinweis war da auch sein Gespräch mit Karadec. Ich frage mich, wie viele Menschen Wagner offensichtlich schon verloren und vor allem, was das mit ihm gemacht hat. Dass er über Roman Bescheid weiß und sich das Rennen mit Karadec geliefert hat, war schon bezeichnend. Kommen wir aber mal zum Fall, den ich erst gar nicht so spannend fand. Ein gestohlenes Bild, das reichen Leuten (angeblich) viel bedeutet, ist nun nicht die neueste Erfindung. Interessant wurde es jedoch, als Rhys (Aiden Turner) aufgetaucht ist. Der Typ war mir von Anfang an nicht geheuer und ehrlich gesagt auch viel zu schmierig und schleimig. Erschreckt hat mich, dass sich Morgan offensichtlich auf ihn eingelassen hat. Mittlerweile denke ich jedoch, dass es Taktik war und sie schon länger weiß, dass Rhys der Dieb ist. Dadurch, dass Wagner ihr eine solche Ansage gemacht hat, hat sie wahrscheinlich ihre Taktik geändert und erinnert mich ehrlich gesagt an die Vorgehensweise, die sie beim Game Maker hatte. Zusätzlich, zu den Fragen, die aufgekommen sind, gibt es noch eine: Wer hat den Mann in der Tiefgarage erschossen? Fragen, auf deren Beantwortung wir eine ganze Weile warten müssen...
#2.08 Der Dieb, der nicht geschnappt werden konnte (2)

© 2025 Disney. All rights reserved.; Disney/Andrew Eccles
"High Potential" ist aus der Pause zurück und hat den Fall um das Gemälde und den Dieb dieses wieder aufgenommen bzw. weitergeführt. Diesmal fand ich die Auflösung nicht so spektakulär wie sonst. Rhys ist also tatsächlich der Dieb, wie Morgan es von Anfang an gesagt hat. Es war dennoch spannend, wie man es gedreht hat und dass es vielmehr um Fälschungen und weniger um Diebstahl ging. Diesmal wollte man Morgan eher außen vorlassen... aber wir reden hier von Morgan, die immer einen Weg findet, selbst in den jeweiligen Fällen zu ermitteln und Karadec kann sie nicht alleine lassen. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob er so misstrauisch wegen Wagner ist und dass er sich sorgt oder ob er gar kein Misstrauen, sondern Gefühle für Morgan hat, die ihm allerdings noch nicht bekannt sind. Ich denke, die Sache mit Roman, Arthur und dem mysteriösen Mann wird sich in dieser Staffel noch ziehen und Karadec wird dabei immer deutlicher, was er für Morgan empfindet. Übrigens Arthur. Ein bisschen Sorge habe ich ja doch um ihn. Er wagt sich auf gefährliches Gebiet. Soto darin einzubinden ist nicht schlecht und unterstreicht noch einmal mehr, dass sie ihr Versprechen gegenüber Morgan einhält, alles zu tun, um herauszufinden, was mit Roman passiert ist. Dennoch hoffe ich, man zieht es nicht allzu sehr in die Länge.
#2.09 Verdeckte Ermittlungen

© 2025 Disney. All rights reserved.; Disney/Andrew Eccles
Das war mal wieder eine Episode voll nach meinem Geschmack! Als die News kam, dass man Keith Carradine für eine Gastrolle gecastet habe, hatte ich sofort den Gedanken, es könne sich dabei um Morgans Vater handeln und sooo ganz falsch lag ich da ja nicht. Und zugegeben, ich habe Carradine bisher nur in Vaterrollen erlebt. Der Fall war durchaus interessant, weil er mit einer Enthüllung daher kam, die ich ehrlich gesagt nicht erwartet habe und die wir ehrlich gesagt auch noch nicht erlebt haben. Es gibt ja dieses Sprichwort: Geld regiert die Welt und das trifft hier absolut zu. Carradine spielt hier den reichen und arroganten Douglas Newmeyer, der mit Staubsaugern bekannt wurde, die jedoch Menschen töten können. Deshalb gibt es eine Sammelklage, die aber durch Geld aus der Welt geschafft werden konnte, und dennoch ist er eine Zielscheibe. Allerdings wird Curtis Behr (Christopher Corbin) getötet, der sich später als FBI-Agent herausstellt und undercover ermittelt und tatsächlich was gefunden hat, was für Newmeyer hätte übel werden können. Dass man dann aber soweit geht, einen eigenen Mann zu töten, weil der FBI-Chef Vincent (Peter Jacobson) mit Newmeyer zusammengearbeitet hat, das ist schon krass. Wie wir auch erfahren haben, hat Wagner auch mal undercover gearbeitet und wir haben dazu sicher noch nicht alle Details. Ich mag ihn zwar auch einerseits, weil seine undurchsichtige Art durchaus interessant ist. Ich glaube aber andererseits noch immer, dass er etwas verbirgt, was wie eine Explosion werden könnte. Die Frage ist nur: Für wen wird diese explosiv? Vielleicht Morgan? Seltsam ist aber auch, dass man noch nichts weiter zu Arthur und seinem Verschwinden weiß. Hängt Wagner da vielleicht mit drin? Hier sollte man unbedingt weitermachen. Wo wir schon mal bei Morgan sind... Ich denke, diese Staffel ist emotional sehr herausfordernd für sie. Carradine mag zwar nicht ihren Vater gespielt haben, dennoch haben wir etwas über ihn erfahren und das ist nicht besonders angenehm. Wir wissen, dass ihr Vater einen ähnlichen Intellekt hat und seine Tochter offenbar dazu treiben wollte, dass sie mehr erreicht. Douglas hat genau in diese Kerbe geschlagen und an Morgans Selbstwertgefühl gekratzt. Es ist ja nicht so, dass sie noch nie an sich gezweifelt hat, sie versteckt es nur hinter einer besonderen Coolness. Wenn man ihr aber mal genau zuhört, dann gab sie schon manchmal preis, dass sie sich nicht nur wegen der gescheiterten Beziehungen und Kündigungen schuldig, sondern auch in gewisser Weise einsam fühlt. Einsam in dem Sinne, weil außer Elliott niemand so ist wie sie und dann kommt einer wie Douglas daher und schlägt mitten in diese Kerbe rein. Morgan tat mir entsetzlich leid, weil sie das nicht verdient hat. Gleichzeitig fand ich es aber auch unfassbar faszinierend, alleine wie es gespielt wurde und wie Karadec schon richtig sagte: Morgen ist eine tolle Mutter. Ich fand es so süß, wie Elliott seine Eltern wieder zusammenbringen wollte (wieso schickt Rhys Morgan Blumen?). Aber besonders war eben, wie sie ihren Sohn dafür bejubelt hat, dass er Klempner werden will und damit hat sie aus der Erziehung ihres Vaters durchaus Positives gezogen, weil sie es besser gemacht hat als er.
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#2.10 Im freien Fall

© 2025 Disney. All rights reserved.; Disney/Jessica Perez
Diese Episode wirkte fast so, als wäre sie die Fortsetzung der letzten, zumindest wenn man nur auf Morgan achtet. Diesmal hat sie den Bogen nämlich überspannt und muss nachsitzen bzw. einen Kurs besuchen, der dazu da ist, zu lernen, dass nicht alles so geht, wie es sich Morgan gerade mal in den Kopf setzt. Seit dem Start der Serie erleben wir Morgan, die zwar sämtliche Fälle löst, was sicherlich gut für die jeweilige Bilanz ist und für das Ansehen der Polizei sicherlich positiv ausfällt. Allerdings hat Morgan in dieser Zeit einige Regeln missachtet und gebrochen, woran sich ihr Team anscheinend schon gewöhnt hat. Karadec dürfte der erste gewesen sein, der in diesem Punkt aufgegeben hat. Aber respektloses Verhalten muss man sich nicht bieten lassen und in der heutigen Zeit und heutigen Gesellschaft sieht man das meiner Meinung sowieso strenger und genau deswegen muss Morgan eben einen Kurs besuchen, zu dem sie von Solomon (Jesse Bradford) verdonnert wird. Ich fand ihn schon anfangs unsympathisch und behielt damit auch recht. Morgan in einen Kurs zu stecken, mag für jede andere Person richtig sein und diese Person wäre sicher geläutert und mit einer Top-Bewertung von Dottie (Michael Hyatt) wieder ins Team gekommen. Bei Morgan ist das nicht so, aber daran ist sie nicht ganz alleine schuld. Anteil daran haben auch Karadec und Wagner. Ich fand es ja durchaus witzig, als er meinte, er habe den Kurs mitentwickelt... Ich muss aber auch sagen, dass man bei Karadec immer mehr erkennt, dass er Morgans Denkweise übernommen hat. Aber die Serie wäre auch irgendwie doof, wenn plötzlich alle so gut wären wie Morgan. Dennoch fand ich sie diesmal etwas anstrengend, da sie eben auch im Kurs die Regeln gebrochen und Anweisungen ignoriert oder zu ihrem Vorteil ausgelegt hat. Mich hat dann doch im ersten Moment gewundert, dass Dottie sich bei der Beurteilung für Morgan ausgesprochen hat. Aber wahrscheinlich war sie selbst davon beeindruckt, wie sie die eine Übung durchschaut hat, und hat erkannt, dass man dieses Potenzial nicht verschwenden darf. Hat mir gefallen, denn eigentlich hat somit auch Dottie die Regeln etwas ausgedehnt und wieso auch nicht. Morgan sollte sich zwar etwas in Respekt üben, weil ich denke, dass sie ohnehin dahin kommt, wo sie hinwill – dann eben nur langsamer. Aber wieso sollte man auf so jemanden wie sie verzichten. Doch nur, wenn man Angst vor jemanden hat und das ist wohl bei Solomon so. Vielleicht hatte er Angst davor, dass Morgan das herausfindet, was Soto herausgefunden hat. Man hat auch auf jeden Fall an Morgans Reaktion gesehen, was ihr durch den Kopf ging: Schon wieder einen Job verloren und schon wieder alle enttäuscht. Mir hat es wahnsinnig gut gefallen, wie Soto für Morgan eingestanden ist. Für mich untermauert es nochmal, dass sie ihr Versprechen hält und sich vor ihr Team aber auch gegen Wagner stellt. Ich glaube zwar, dass ihre Ansage an ihn noch Konsequenzen haben wird und man vielleicht auch so die mögliche Abwesenheit von Judy Reyes erklären wird, damit sie Zeit für "Scrubs" hatte. Ich glaube aber auch, dass es Wagner wahnsinnig imponiert hat. Ich frage mich dennoch, was er verbirgt. Einen guten Ansatz hatte Karadec mit seiner Frage. Um Arthur mache ich mir ein bisschen Sorgen. Es war zwar echt cool, wie man das leere Auto erklärt hat, aber dass er alleine arbeitet, geht sicherlich nicht gut aus. Der Fall der Woche war fast nebensächlich und zeigt mal wieder, dass Geld und Profit anscheinend über einem Menschenleben steht.
#2.11 NPC

© 2025 Disney. All rights reserved.; Disney/Jessica Perez
Mit dieser Entwicklung des Falls hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Er zeigte gleich zwei Themen an, die die Psyche betreffen bzw. die psychisch belastend sein können. Ich finde es immer wieder erschreckend, wenn man Halluzinationen sieht, weil ich dann direkt hinterfrage, was dahinterstecken könnte. Dass es ein Drogenkonsum sein könnte, habe ich ehrlich gesagt sofort ausgeschlossen. Es wäre viel zu einfach gestrickt für diese Serie, aber es mit der Zubereitung von Kugelfisch, Spielesucht und Trauer zu verbinden, das ist schon genial. Gleichzeitig hat man auch eingebunden, dass Morgan und ihr Sohn ebenfalls suchtgefährdet sein können. Das fand ich sogar plausibel. Wenn man mal daran denkt, wie Elliott reagiert hat, als es Ludo (Taran Killam) so schlecht ging. Das Gespräch mit seiner Mutter, sich alles vorzustellen und nicht mehr loszuwerden, hat mit Morgans Sorge ideal ins vorhandene Bild gepasst. Gut gefallen hat mir auch, dass Elliott es war, der seiner Mutter einen entscheidenden Hinweis zum Fall gegeben hat. Hat nicht ein jeder den Wunsch und das Bedürfnis, gebraucht und wertgeschätzt zu werden? Gleichzeitig wurde hier auch Trauer um ein Kind angesprochen, welches nie das Licht der Welt erblickt hat und welches trotzdem bei Chef Yasuda (Eijiro Ozaki) wie eine klaffende Wunde nicht heilen will. Dass er seinen Sohn Ryo (Kota Horiuchi) dazu bringt, von Kindesbeinen an auch seinen eigentlich nicht existierenden Bruder zu spielen, war unglaublich emotional und hat mich auch ein bisschen an Eltern erinnert, die ein weiteres Kind bekommen, um das andere zu retten. Hier war es nur so, dass ein Kind 'erschaffen' wurde, um den Verlust irgendwie in Schach zu halten und damit hat man solche emotionalen Gefühle bei Ryo ausgelöst, bei dem ein Computerspiel dazu geführt hat, dass ein Mord geschehen ist. Mir stößt das durchaus etwas bitter auf, weil nun wieder Stimmen laut werden könnten, die meinen, das Spiele dieser Art zu Taten führen, wie wir sie schon so oft erlebt haben und das stimmt in meinen Augen nicht, weil viel mehr dahintersteckt und beispielsweise Spiele nur ein Zufluchtsort sind. Allerdings hatte diese Episode auch etwas Erfreuliches: Wir lernen Karadec Ex Lucia (Susan Kelechi Watson) kennen. Susan Kelechi Watson hat nichts von ihrer Ausstrahlung verloren, wofür ich sie schon in "This Is Us" geliebt habe. Man hat bereits in der ersten Sekunde des Aufeinandertreffens erkannt, dass zwischen ihnen noch etwas ist und es ist gut, dass sowohl Soto als auch Morgan ihm klar gemacht haben, was Lucia ihm noch immer bedeutet. Ich glaube zwar, dass es bald spannend werden wird... immerhin hat Karadec auch Gefühle für Morgan, auch wenn er noch immer nichts davon zu wissen scheint, aber Lucia wird ihm irgendwann sicher auf die Sprünge helfen. Ich hoffe nur, dass wir uns nicht allzu bald von ihr verabschieden müssen.
#2.12 Es geht um Leben und Tod

© 2025 Disney. All rights reserved.; Disney/Jessica Perez
Wenn ich mir das Fortschreiten der Künstlichen Intelligenz so ansehe, wird mir schon komisch. In diese Kerbe schlägt diesmal auch "High Potential" und zeigt eine weitere, sehr emotionale Seite von Morgan. Den Spruch Geld regiert die Welt kann man hier wirklich verdammt gut anbringen, vor allem weil das Mordopfer diesmal ein reicher Tech-Milliardär ist, der eine tägliche, zeitlich festgelegte Routine hat, von der er nie abweicht. Gabe Rafferty (Brad Raider) wirkte auf mich durchaus sympathisch als auch undurchsichtig. Das ist eine gefährliche Kombination. Gefährlich ist auch, wenn man jedem Angestellten einen Zugangscode gibt, weil man schon übervorsichtig ist. Dann sollte man aber auch nicht seine Mitarbeiter hintergehen, denen man Versprechungen macht, woran das Leben Angehöriger hängt. Ich fand diese Auflösung, wie Gabe umgebracht wurde, genial. Genial im Sinne, weil es diesmal eine tatsächliche Zusammenarbeit zwischen Morgan und Karadec gab. Sonst hat Karadec hin und wieder kleine Krümel gefunden, die ihr bei der endgültigen Lösung geholfen haben. Quasi hat man diesmal aber die Rollen getauscht, da Morgan eine Panikattacke in diesem geschlossenen hatte. Ich denke, die Sache mit dem Game Maker setzt ihr noch immer gewaltig zu und dann kommt noch die Sache mit Roman hinzu. Also brauchte sie diesmal etwas mehr Hilfe. Nur gut, dass Karadec mittlerweile Morgans Denkweise angenommen hat. Sollten die beiden also doch noch zusammenkommen, wird es noch dauern, da er sich gerade mit Lucia wieder annähert und ich kann nicht behaupten, daran keinen Gefallen zu finden. Karadec steht es gut, einmal glücklich und entspannt zu sein. Ähnliches wünsche ich mir auch für Oz. In der letzten Staffel hatte ich ja ein bisschen bemängelt, dass er und Daphne eher pure Randfiguren sind, aus denen nicht sonderlich viel gemacht wird bzw. man sie nicht so entwickelt, wie die anderen. Jedoch wissen wir auch, dass er seit längerer Zeit unter dem Tod seines Vaters leidet und eine Selbsthilfegruppe besucht. Schön, dass wir auch seine Mutter (Jacqueline Antaramian) kennengelernt haben. Uns wurde eine emotionale Szene präsentiert, die noch einmal unterstreicht, wie wichtig Oz sein Vater war. Gut gefallen hat mir auch, wie man Daphne und Soto einbezogen hat. Zwar blitzte schon immer durch, dass Oz und Daphne gute Freunde sind, die Momente sind allerdings extrem kurz und selten. Zu Soto kann ich auch nur noch einmal sagen, dass sie eine gute Chefin ist, die sich nicht nur vor ihre Leute steht, sondern ihnen auch beisteht und hier wie da ihre Kontakte spielen lässt. Der Grabstein mag für viele nichts bedeuten, ich glaube aber, dass es für Oz bedeutet, dass ein kleiner Teil seiner Trauer weniger ist.
#2.13 Doppelt getötet hält besser

© 2025 Disney. All rights reserved.; Disney/Andrew Eccles
Für mich steht "High Potential" vor allem für interessante Fälle und deren Auflösungen, weil sie immer spannend sind und ich mit der Auflösung meistens nicht rechne. Ich würde zwar nicht behaupten, dass mich der jetzige Fall gelangweilt hat. Diesmal kam ich allerdings schnell dahinter, wer den Mord verübt hat. Gestört hat mich das aber nicht. Man ist dafür diesmal in der Charakterarbeit gut vorangekommen. Ich fange gleich mal mit Karadec an. Ist euch auch aufgefallen, dass er in dieser Staffel viel lockerer ist? Nicht mehr so verbissen und etwas offener. Ob das aber wirklich an Lucia liegt? Ich habe so meine Zweifel. Allerdings scheint sie davon auszugehen, dass sie sich mit Karadec ein neues Leben aufbauen würde. In meinen Augen steht sie mit diesem Gedanken ziemlich alleine da, und es liegt nicht daran, dass ich sie möglicherweise nicht leiden kann. Ich mag Lucia durchaus sehr gerne und mag auch ihre Dynamik mit Karadec. Ich gehe trotzdem nicht davon aus, dass ihre erneute Verbindung für die Ewigkeit gemacht ist. Immerhin gibt es da noch Morgan. Selbst wenn Karadec sich das jetzt noch nicht eingestehen kann, er hat definitiv Gefühle für sie. Momentan stehen aber noch viel zu viele Faktoren zwischen ihnen. Wir haben nämlich endlich neue Puzzleteile für das Rätsel um Roman bekommen. Sie fallen dennoch ziemlich mysteriös aus. Nun wissen wir also, wer der geheimnisvolle Typ ist, der von John Pyper-Ferguson gespielt wird. Ich hatte schon einmal geschrieben, dass ich ihn bisher nur in solchen Rollen gesehen habe und die Reihe wird hiermit fortgesetzt. Er hat Roman also vor mehr als 15 Jahren entführt. Ich denke, wir können davon ausgehen, dass Roman noch lebt oder vielleicht sogar entkommen ist, weswegen Eric nun auf der Suche nach ihm ist. Da wir auch bald am Staffelende sind, könnte ich mir vorstellen, man wird Romans Identität erst in den letzten zwei Episoden enthüllen. Es gab allerdings auch einen schönen Moment zwischen Ava und Elliot im Off, auch wenn sich Ava immer ein bisschen benachteiligt fühlt, weil ihr Gehirn 'normal' ist. Sie würde jedoch ihren Bruder vermissen und sie weiß auch, dass Morgan ihren Sohn vermissen würde, und wahrscheinlich kommt noch hinzu, dass sie durch Morgan weiß, dass ihre Kindheit nicht leicht war, weswegen sich Ava das für ihren Bruder wünscht.
#2.14 Äußere und innere Feinde

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Kann sich noch jemand erinnern, was ich im Fazit der ersten Staffel von "High Potential" geschrieben habe? Richtig! Für meinen Geschmack gliedert man Oz und Daphne zu wenig ein und die beiden sind trotz Hauptdarstellerstatus eher bessere Randfiguren. Umso mehr freue ich mich, dass man meine Worte 'gehört' hat und nach Oz nun Daphne ins Zentrum stellt. Zunächst war ich über die Thematik etwas erschrocken, dass man die Keule rausholt, die damit beschriftet ist, dass es um Rassismus zu gehen scheint. Ich finde, Daphne hätte man sicherlich problemlos einen anderen Fall geben können, bei dem sie sich als leitende Detective beweisen kann. Aber es war verdammt clever, Dottie und auch Ava auf verschiedene Arten einzubeziehen, so konnte Daphne weitere Facetten von sich zeigen, die mir unglaublich gut gefallen haben und ich mich schon jetzt darauf freue, mehr davon zu sehen. Auch der Fall war wieder so, wie man es von der Serie gewohnt ist, jedoch ohne dass es dabei langweilig wird. Außerdem hatten wir es noch nie mit einem Mordpack zu tun, wobei auch hier die Rassismuskarte gezückt wurde, wenn auch nur im Ansatz. Ich habe mich auch sehr gefreut, Dottie wiederzusehen, fand ich sie doch schon bei ihrem ersten Auftritt ziemlich cool. Sie wirkt zwar in ihrem Auftreten hart, sie erkennt aber auch das Potenzial ihrer Schützlinge. Ich vermute jedoch, dass Daphne damals noch etwas jünger war; und verängstigt, damit sie Dotties Ansprache standhalten konnte und dass Soto bei der Beförderung übergangen wurde, hat ihr einen zusätzlichen Dämpfer verpasst, die Prüfung nicht zu machen. Und genau hier kommt Ava ins Spiel, die sich ebenfalls 'gefallen' lassen muss, wegen ihrer Hautfarbe angegriffen zu werden. Morgan hat ganz recht: Da kann sie ihrer Tochter nicht helfen. Mich hat es wirklich sehr gefreut, dass man Daphne einbezogen hat. Es hat mich auch irgendwie an den Spruch erinnert: Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen. und es unterstreicht auch, dass sie mittlerweile eine Familie geworden sind. Aber ohnehin könnte es demnächst eine Familienzusammenführung geben. Mit dem Verhör von Eric haben wir neue Infos zur damaligen Entführung von Roman erhalten und das hört sich verdammt spannend an. Eric mag ihn entführt haben, aber er hat im Auftrag einer Frau gehandelt, die wohl nicht nur mysteriös sondern auch noch gefährlich ist. Ich habe kürzlich Fotos von Jennifer Jason Leigh gesehen, die ja für diese zweite Staffel gecastet wurde. Ich bin gespannt, wann und in welcher Funktion sie auftauchen wird. Wie von mir vermutet, wird das Geheimnis um Roman wohl erst zum Ende hin gelüftet und wir befinden uns nun in den letzten Episoden.
#2.15 Tod durch Torte

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Ich stehe ja voll auf Torte und Süßkram und so, nach dieser Episode sollte ich aber vielleicht achtsamer sein. Nicht nur, was ich zu mir nehme, sondern auch wem ich vertraue. Der Fall rund um Teddy (Travis Schuldt) war durchaus interessant, weil es auch hier wieder so war, dass man auf die Details zu Beginn dieser Episode achten muss. Am Ende werden diese nämlich wichtig und fügen sich zu einem Ganzen zusammen. Teddy war ein sympathischer Kerl, von dem ich nur allzu gerne mehr gesehen hätte. Leider hat man viel zu sehr den Fokus auf Heidi (Catherine Haena Kim) gelegt, die sich als trauernde Verlobte gegeben hat, aber letztlich die Mörderin gewesen ist. Erschreckend, wie weit Menschen gehen, um ihren Erfolg nicht zu zerstören. Auch wenn Teddys Schicksal durch seine Erkrankung besiegelt war, ist es dennoch traurig, wie er gestorben ist und durch wen. In diesem Zusammenhang hat man auch eingebunden, wie einfach es ist, Catfishing zu betreiben und Menschen zu manipulieren. Arden (Lindsay Elston) tat mir wirklich leid, auch wenn sie alles postet und mehr Follower wollte, so wäre sie nie so weit gegangen. An anderer Stelle haben wir Willa Quinn kennengelernt, die von Jennifer Jason Leigh verkörpert wurde. Ich finde dieses Casting wirklich brillant, weil Leigh genau diese Ausstrahlung hat, die Willa so imposant macht und so undurchdringlich aber auch so gefährlich. Soto hat sich allerdings ganz wunderbar geschlagen. Dass Willa nun aber in derselben Stadt ist, macht einen mysteriösen Eindruck. Ich denke, wir werden die restlichen drei Episoden noch mehr 'Vergnügen' mit ihr haben, was uns aber wahrscheinlich nicht näher an Roman heranführen wird. Aber warten wir einmal ab. Interessant wird es allerdings auch zwischen Morgan und Wagner. Es liegt definitiv etwas in der Luft.
#2.16 ???
Review folgt...
#2.17 ???
Review folgt...
#2.18 ???
Review folgt...
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Daniela S. - myFanbase
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