Bewertung: 9

Review: #3.12 Überläufer

Die Folge hat eine Menge in sich gehabt, alles was sich ein "Alias"-Fan wünscht.

Schon die Besprechung zeigt, dass Lauren Reed übergelaufen ist, denn ich habe sie nie zuvor so aufmerksam gesehen; sie hat die Informationen von Dixon regelrecht in sich eingesaugt. Als ob sie in einer Prüfung steckt, vielleicht in der des Covenant?
Die Tatsache allein, dass sie überhaupt jetzt der Maulwurf ist, macht mir zu denken, denn vorher gab es keine Anzeichen dafür, dass es so kommen wird. Naja das sagt das Wort "Maulwurf" auch aus… Trotzdem, aus der immer korrekten und arroganten, eingebildeten Frau soll plötzlich eine Killerin und ein Überläufer geworden sein? Woher der Sinneswandel oder war es ihr Plan von Anfang an? Ich zermatere mir erneut das Gehirn.

Vaughn und Sydney sollen nach Nordkorea, um einen Überläufer des Covenant abzuholen. Die Informationen, die Reed in der Besprechung erfahren konnte, gibt sie einen mir noch unbekannten Mann, weiter. Klar ist jedoch, dass Bristow und Vaughn gar nicht erst starten sollen, sondern eliminiert. Diese Frau sitzt seelenruhig im Taxi, als dieser Typ ihr sagt, dass man vorhat ihren Mann zu töten…

Zuvor hatte Lauren Syd zu einem Essen eingeladen, was Michael natürlich gar nicht recht war. Der hat sich aber Jacks Worte ganz schön zu Herzen genommen. Vaughn stellt Lauren schließlich auch zu Rede, aber ich habe plötzlich immer das Verlangen, dass ich ihr ins Gesicht kloppen müsste… Schon allein das Herumgeschleime wegen Sydney und sie sei doch so nett und dann kalt hinter Michaels Rücken die Informationen an ihren Kontaktmann weitergeben, von wo Syd und Michael mit dem Flugzeug starten. Eh - der Überlauf ist ihr wirklich gut gelungen. Reed hat die beste Schauspielschule besucht oder die hat das einfach in ihren blöden Genen. Wegen ihrer neuen Story denke ich, dass wir sie jetzt häufiger sehen werden und eventuell auch auf Missionen - bloß auf der anderen Seite. Ich wusste es, Gott ist keine Frau!

Also ich hatte vermutet, Sark wisse bereits, dass Lauren der Informant von der CIA ist, aber scheint nicht so. Sark wird vom The Covenant ebenfalls nach Nordkorea geschickt, um den Überläufer zu holen. Na auf seine Reaktion bin ich gespannt, wenn er erfährt, wer der Informant ist. Er ist und bleibt ein Mitläufer. Für seine Rolle bald zu schade. Da hilft auch seine Erinnerung an die Investition der 800 Millionen Dollar für The Covenant nicht. Schade, schade… Aber Sark hat den mysteriösen Mann mit "Sir" angeredet, also war der Unbekannte am Telefon, nachdem Reed Lazarey erschoss und nicht, wie ich vermutete, Sloane. Tja so kann man sich irren und bei "Alias" muss man immer wieder mit Überraschungen und Wendungen rechnen.

Während Vaughn mal wieder sehr gereizt auf Syd reagiert, geht es den Piloten schlechter, da sie vor dem Start mit irgendeinem Mittel beschossen wurden, dass sie außer Gefecht setzen soll.

Sydney: Okay, so geht das nicht weiter.
Vaughn: Was denn?
Sydney: Was hab ich dir eigentlich getan?
Vaughn: Nichts. Hab ich mich beschwert, ich hab überhaupt nichts gegen dich.
[…]
Sydney: Du sagst seit Wochen kein Wort, wir arbeiten doch zusammen oder?
Vaughn: Wenn du mit jemand anderem arbeiten möchtest, können wir gerne die Partner wechseln.
[…]
Sydney: Das war's dann? Einer von uns muss sich versetzen lassen.

Vaughn ist aber auch ein Stinkstiefel. Während Syd ein ganz normales Gespräch führen möchte, fühlt er sich mit jedem Wort provoziert - eh, der soll man ganz schnell wieder von seinem hohen Ross herunterkommen.

Dann geht die Maschine plötzlich in den Sinkflug. Während Vaughn und Sydney versuchen, das Flugzeug zu steuern und die Raketen abzuwenden, schaut sich Lauren bei der CIA ein Foto von sich und Michael an. Das passt jetzt überhaupt nicht… du falsche Schlange. Bereut sie es etwa? Nein, so wie die nach ein paar Sekunden schon wieder mit ihren Glupschaugen geguckt hat! Das Flugzeug wird abgeschossen, was den Nordkoreanern natürlich nicht entgeht. Auch bei der CIA laufen die Drähte heiß. Da fragt doch Lauren Reed Jack tatsächlich, wer dafür verantwortlich ist. Oh hoffentlich fliegt die bald auf, damit ich nicht so oft in den Zwiespalt dieser Gespräche komme. Jack macht auf mich einen eher ruhigen Eindruck, dafür dass seine Tochter gerade mit dem Flugzeug abgestürzt ist. Kommt doch schließlich nicht jeden Tag vor.

Jack: Lauren, für Vaughn und Sydney zählt jetzt nur, dass wir stark sind. (Diese Worte hätte er sich sparen können.)

Bei einer Besprechung wegen des Vorfalls wird mir dann allerdings klar, dass Jack mehr in Sorge um Sydney ist, als er zeigt. Denn als Dixon sagte, die CIA darf wegen der angespannten Beziehung zu Nordkorea nichts unternehmen, geht er wütend aus Dixons Büro und hört nicht mehr wie Dixon zu Marshall, Weiss und der "besorgten" Lauren sagt: Inoffiziell sag ich, die können uns mal.

Jack nimmt Kontakt mit Irina auf, so wie er es immer machte in der letzten Zeit, wenn er nicht weiter wusste. Bis ihm Irina eine Email schickt, dass er 20 Uhr in Sydneys Wohnung sein soll - sehr mysteriös. Sogar Sloane bietet Jack bei der Suche nach Syd seine Hilfe an, doch Jack lehnt ab.

Sloane: Ich hab das von Sydney gehört, gibt es schon etwas Neues?
Jack: Noch nichts.
Sloane: Vielleicht kann ich helfen? Omnipham hat gute Beziehungen zum Premierminister von China.
Jack: Danke, wenn ich Ihre Hilfe brauche, rufe ich an.

Syd und Vaughn haben den Absturz überlebt, doch das Verhalten hat sich nicht gerade geändert bei Vaughn und auch Syd zieht sich zurück. Als Armeefahrzeuge aufkreuzen, müssen sie fliehen.

20 Uhr in Syds Appartement: Nicht Irina erscheint, sondern eine für Jack noch fremde Frau. Die stellt gleich mal die Regeln auf und verlangt für ihre Arbeit eine Gegenleistung: Arvin Sloanes Tod. Wenn das nicht mal ein guter Deal ist! Ich finde den echt gut…

Als Weiss Lauren sagt, dass Vaughn und Sydney am Leben sind, ist die so was von begeistert und erstmal sprachlos, die bringt keinen ordentlichen Satz heraus. Würde ich jetzt auch nicht können, wenn ich weiß, die Mission wurde in den Sand gesetzt. Ich finde ihr falsches Spiel einfach nur jämmerlich, so gut und überzeugend ist sie auch nicht. Sie hätte weiterlächeln müssen, anstatt gleich wieder eine Fresse wie drei Tage Regenwetter aufzusetzen. So sammelt man beim Covenant echt keine Punkte und auffliegen könnte man so auch schneller.

Syd und Michael finden ein Auto, denn ihre Zeit wird knapper und während sie das Auto reparieren, gesteht Syd ihm etwas, worüber ich so lachen musste.

Sydney: Ich hab mit Will geschlafen.
Vaughn: Was?
[…]
Vaughn: Wie soll ich denn darauf reagieren?
Sydney: Das bleibt dir überlassen.

Der hat Probleme. Einfach gar nicht reagieren, akzeptiere es, bist doch erwachsen! Schließlich hat er auch oft mit Lauren geschlafen seit fast zwei Jahren - wie bitte schön soll Sydney darauf reagieren? Das ist ein Typ, macht sich nur um sich Gedanken. Eigentlich hätte Sydney ihm das gar nicht erzählen brauchen, ist doch ihre Angelegenheit. Aber es scheint, dass es schwer sein wird, dass beide in Zukunft Freunde werden. Sie wollen es zwar, doch die Situation ist einfach zu schwierig. Sydney will Vaughn klarmachen, dass sie ein neues Leben anfangen will, aber dennoch spürt man immer wieder, dass es zwischen den beiden funkt, schon allein wie sie sich ansehen. Vaughn hat sogar seine Aggression abgelegt und kann wieder scherzen, was ich gut finde. Syd meint es sicher nur gut, aber ich nehme es ihr nicht ab, dass sie jetzt einfach ohne Vaughn leben möchte und kann, dafür ist ihr Leben zu kompliziert und Vaughns erst recht.

"Der schwarze Sperling" geht zu Mr. Cho, doch es ist noch nicht zu erkennen, ob Jack schon weiß, wer ihm da eigentlich hilft, doch die Begegnung zwischen Cho und der mysteriösen Frau (sieht sehr russisch aus) ist typisch koreanisch - von den Methoden her. Wow und es macht nicht mal Peng und die Gabeln waren in Chos Händen - aua. Jack, der mit den Bodyguards kämpft, wird dabei verletzt.

In Gai-li (Nordkorea) kommt es zum Showdown zwischen Sark, Sydney und Michael sowie dem Covenant-Überläufer Lisenker. Sark trifft sich mit Lisenker und sagt, er sei von der CIA, allerdings traut Lisenker ihm anfangs nicht. Syd und Vaughn beobachten alles aus der Ferne, sie sind zu spät gekommen oder Sark war früher da, wie man's nimmt. Schließlich schalten sich Vaughn und Sydney ein und leisten den beiden Gesellschaft, Syd bedroht Sark an seiner empfindlichsten Stelle mit einem Messer. Lisenker weiß gar nicht mehr, wem er vertrauen soll, doch dann taucht die Armee auf und es kommt zum Schusswechsel, alle sind aufgeflogen. Auf wunderliche Weise kann Mr. Sark natürlich wieder verschwinden und wird nicht gefasst - langsam fällt das echt auf… Sydney, Vaughn und Lisenker werden verhaftet. Lisenker verrät den Koreanern, dass beide von der CIA sind - der CIA, die ihn doch herausholen sollte aus dem Land. Wenn man überleben will, dann redet man wirklich alles und jeden ins Verderben - hauptsache es lohnt sich.

Die mysteriöse Frau, die mit Jack zusammenarbeitet, ist Irinas Schwester Katya. Die Familie wird immer größer. Jetzt ist allerdings Jacks Gegenleistung für Katya wichtiger, ansonsten ruft sie alle Leute zurück, die bei der Befreiung von Syd und Vaughn helfen. Ganz die Schwester, meine ich! Vor der kann man regelrecht Angst bekommen! Also Jack soll Sloane töten, da bin ich echt gespannt. Jack fliegt nach Zürich, doch Katya hat ihm eine Falle gestellt. Sie informierte Sloane und deutete an, dass Jack gefährlich für ihn sein kann; danach brach sie die Aktion mit Jack ab. Doch Jack durchschaut das Spiel - wie man seinem Gesicht ansah. Das Vertrauen zu Sloane wurde zerstört. Die Diskussion zwischen Sloane und Jack ist schon sehr komisch, fast beängstigend, da Sloane Jack eine alte SD-6-Geschichte erzählt, die wirklich passierte; man verübte einst ein Attentat auf Sloane, also muss er etwas vermuten.

Sydney und Vaughn sind im Gefängnis und werden brutal zusammengeschlagen, das tat beim Zuschauen schon weh. Ausgerechnet im Gefängnis kommen sie sich wieder näher.

Vaughn: Ich muss dir noch etwas sagen. In meinem Leben gibt es nur einen Menschen.
Sydney: Tue das nicht, bitte.
[…]
Vaughn: Sydney…
Sydney: Ich weiß Vaughn, ich weiß. Wir finden einander, wir werden uns immer finden.

Bevor sie zur Hinrichtung abgeholt werden, küssen sich beide leidenschaftlich. Das war so ein Moment, den man sich einprägen muss, denn so einen wird es so schnell, wenn überhaupt, nicht mehr geben. Beide werden Gott sei Dank nicht hingerichtet, was man eigentlich schon vermuten konnte, sondern Mr. Kwan rettete sie. Danach holten sie den Überläufer, der sich ständig bei Sydney entschuldigt, bis ihr das langt und sie ihm eine knallt. War das eine 1A-Szene, auch weil er sich für die "Ohrfeige" noch bedankte.

Das Wiedersehen in Los Angeles bei der Agency ging voll zu Herzen, vor allem Marshalls und Jacks Umarmung - alles wunderschön unterlegt mit einem tollen Song, aber etwas betrübt durch Laurens Anwesenheit.

Sydney: Wie hast du mich gefunden?
Jack: Deine Mutter hat dich gefunden.

Fazit

Eine super Folge! Die Zusammensetzung aus Mission, zwei Überläufer, Rettungsaktion, dazu dann noch Sark, Sloane und Katya - das alles machte diese Episode zu einer der besten, die ich von der dritten Staffel bisher gesehen habe. Es stimmte einfach alles, nicht wie in #3.11 Enthüllungen, von der ich enttäuscht war, auch wenn vieles ans Tageslicht kam.

Melissa George spielt ihren Part als Überläufer sehr gut, doch ich hoffe, es wird noch überzeugender und die Rolle profilierter.

Dana Greve - myFanbase

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