Bewertung: 5

Review: #5.21 Gelobtes Land

Foto: Paul Wesley, Vampire Diaries - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Paul Wesley, Vampire Diaries
© Warner Bros. Entertainment Inc.

'Und täglich grüßt das Murmeltier' denkt man sich, während #5.21 Promised Land so vor sich hinplätschert. Wie schon so häufig trägt man in dieser Staffel viele Handlungselemente ein zweites Mal auf und scheut auch nicht davor zurück, sich über sich selbst lustig zu machen. Zum Glück presst man dann doch noch einige positive Aspekte in die Episode, um einen Anreiz für das Staffelfinale zu schaffen.

"If Caroline was here, we'd have a full catered buffet by the side of the road. And a rainbow."

Die beiden Doppelgänger wurden nun also von den Travelern gekidnappt und ihnen einige Liter Blut abgepresst. Schon das Stöhnen zu Beginn der Folge lies mich nichts Gutes ahnen, doch wenigstens hält man Stefan und Elena nicht die ganzen 40 Minuten über gefangen, sondern schickt sie stattdessen auf Wanderschaft. Unterwegs kommt zwar zunächst lange Weile beim Zuschauer auf, aber die Autoren schaffen es trotzdem, darzustellen, dass die Freundschaft zwischen den beiden sehr gut funktioniert. Ohne Peinlichkeiten können sie mit einander reden, was das Ganze ein wenig auflockert.

Etwas seltsam wurde die Story dann, als man Caroline auf die Schippe nimmt und versucht, sich leichtfertig über ihre neurotische Art zu amüsieren. Zwar stimmt jedes Wort, dass Elena und Stefan über ihre Freundin verlieren, doch ihr Unterhaltung erweckt bei mir den Eindruck, als würde man sich ein wenig zu sehr über Caroline lustig machen. Es fehlt einfach ein liebevolles Element, durch das man dem Zuschauer zeigt, dass man Caroline Spleens zu schätzen weiß.

Gleich nachdem Stefan und Elena in Erinnerungen an ihre Freundin geschwelgt haben, werden sie von Maria aufgelesen, die die beiden anscheinend befreit hat. Ihre Rolle in der ganzen Geschichte ist mir ein kleines Rätsel, denn wem hilft sie denn bitte mit dieser Aktion? Julian aus der Stadt zu schaffen würde ihr lediglich ein wenig mehr Zeit verschaffen, bis er dann doch stirbt wie alle die anderen Menschen, die einen Passenger in sich tragen. Allzu lange muss man sich über Maria allerdings keine Gedanken machen, da sie dann auch schon das zeitliche segnet.

"Please tell me taking hostages isn't your grant plan. Cause it feels a little small."

Auch in Mystic Falls schleppt sich die Story sehr trägt vor sich hin und mit seinem super tollen (und völlig sinnlosen) Plan, die Traveler mal einfach im Haus der Salvatores einzuquartieren, gibt man Damon ein bisschen was zu tun, damit er nicht nur sinnlos in der Weltgeschichte rumsteht. Hmm... da hätte man sich auch etwas besseres überlegen können. Sein Wortwechsel mit Markos hat zwar durchaus Unterhaltungswert, aber es ist nicht so, dass diese Storyline zu irgendetwas führt. Dass Damon und Julian dann das Haus verlassen, obwohl Damon eben gerade noch von der Sonne verbrannt wurde, macht auch nicht sonderlich viel Sinn.

Das gleiche gilt für die Szene im Wohnheim, wo Caroline und Bonnie ihre Sachen packen. Mir fällt dazu leider nichts ein, da zwischen ihnen nicht einmal ein freundschaftliches Gespräch entstanden ist, dass die Auffüll-Szene auf irgendeine Art wertvoll gemacht hätte. Wenn man beide Augen zudrückt könnte man behaupten, dass zumindest Bonnies Offenbarung, dass sie stirbt, wenn die andere Seite vernichtet wird, etwas zum Geschehen beigetragen hat. Dafür hätte man Caroline allerdings zu Wort kommen lassen müssen, doch statt ihr ein paar Zeilen zu schreiben, lassen die Autoren Caroline lieber ihre Sachen packen.

"The spell unravels the witch magic. It's spreading."

Durch den Zauber der Traveler erlebt nun jeder (?!) seinen Tod. Bei Damon, Elena und Stefan mag das durchaus zutreffen und weil er eben gerade da war, bekam auch Tyler/ Julian seinen kleinen Moment. Die restlichen Charaktere lässt man aber wie immer außen vor und übersieht, dass eigentlich jeder von ihnen schon einmal gestorben ist. Ebenso merkwürdig finde ich, dass sie zwar alle das gleiche erleben, wie bei ihrem Tod, ihre Wunden dann aber ruckzuck wieder verheilen. Vielleicht wollte man uns nur erklären, was als nächstes bevorsteht, sich die besten Wir-Sterben-Alle-Szenen aber für das Finale aufheben? Einen kleinen Vorgeschmack auf den blutigen Rest haben wir ja schon bekommen, indem man uns mal wieder einen Massenselbstmord zeigte.

"Don't you get it? There is no solution." - "There is always a solution."

Enzo scheint nun von seinem Rachetrip abzusehen und arbeitet offenbar mit Bonnie zusammen. Ganz zufällig scheint sie über einen Lösungsansatz für ihr Problem mit der anderen Seite gestolpert zu sein. Diese Entwicklung ist nicht sonderlich überraschend, da man sich ja für das Finale noch einen erbitterten Kampf aufsparen musste, nachdem die Hauptcharaktere zur Zeit eher wie unkoordinierte Hühner durch die Gegend laufen.

Davon ausnehmen kann man Jeremy und Matt, die wieder einmal nicht erwähnenswert sind. Ich muss sagen, dass ich darauf warte, dass man plötzlich sagt, dass die beiden (oder wenigstens der immer abwesende Matt ohne eigene Story) von einem Traveler befallen sind.

"There, dead doppelganger stops the spell."

Das einzige, das mich ein wenig mitreißen konnte, war die Auseinandersetzung zwischen Julian und Stefan, die dann tatsächlich mit Stefans Tod endet. Hier haben es die Autoren endlich mal geschafft, zu überraschen. Ich bin ein großer Fan von Stefan und muss sagen, dass ich von dem unvorhergesehenen Abgang sehr geschockt bin. Einerseits hoffe ich sehr, dass man ihn wieder zurückbringen kann, andererseits wünsche ich mir aber auch, dass die Autoren zu ihrer Storyline stehen und die andere Seite vernichten. Wie man sich aus diesem Dilemma befreit und ob es noch ein Schlupfloch gibt, wird im Finale ein sehr spannendes Thema.

Fazit

Bereits in den letzten Jahren erwartete uns in der vorletzten Folge eine schauerliche Wende, die man dann immer ansatzweise im Finale meisterte. Mit Stefans Tod ist wenigstens das auch im diesen Jahr gelungen, doch die restliche Episode empfand ich als sehr zäh und äußerst langatmig.

Marie Florschütz - myFanbase

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