Bewertung: 7

Review: #4.21 Das letzte Mittel

Foto: Nina Dobrev, Vampire Diaries - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Nina Dobrev, Vampire Diaries
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Nach dem kleinen Ausflug nach New Orleans konzentriert sich #4.21 She's Come Undone wieder ganz klar auf Elena und ihre nicht-vorhandene Menschlichkeit. Dabei spielen, nicht wenig überraschend, Stefan und Damon eine wesentliche Rolle, während Bonnie ihren eigenen Plan gegen Silas verfolgt.

"I am the girl that you love. You wouldn't do anything to actually hurt me... so what do I really have to be afraid of?"

Stefan und Damon haben es sich wirklich zu ihrer lebenslänglichen Aufgabe gemacht Elena zu retten, egal wie ausweglos oder unsinnig es auch sein mag. In dieser Folge schlagen sie einen Weg ein, den sie sich bis jetzt noch nicht getraut hatten zu bestreiten. Ich persönlich war auch etwas skeptisch gegenüber der Folter-Methode, schließlich hat Elena mit ihrer Aussage, dass die beiden Brüder ihr ohnehin nichts Lebensbedrohliches antun würden, Recht, denn es ist eine allgemeine Tatsache, dass sowohl Stefan als auch Damon Elena zu sehr lieben, um ihr Schaden zuzufügen. Das müssen die Brüder wohl oder übel auch einsehen, weshalb sie Katherine vorbeischicken, von welcher sie sich mehr Erfolg erhoffen. Das dies nicht gut gehen kann, war vorprogrammiert, aber die gemeinsamen Szenen zwischen den Doppelgängerinnen sorgten für Spaß und schlagfertige Wortgefechte.

Auch in dieser Folge hat Elena also nicht mit ihren bösartigen, provokanten Sprüchen gespart, was für gute Unterhaltung sorgte. Doch so sehr die kleine Abwechslung gut tat und man sich über die Gefühlskälte von Elena amüsieren konnte, hat man diesen Handlungsaspekt schon fast wieder zu lange ausgespielt, sodass ich es guthieß, dass die beiden Salvatore-Brüder dem ein Ende bereiten wollen. Wie nicht anders zu erwarten, sind auch Caroline und Matt zur Stelle und es war sehr rührend, wie die beiden sich um ihre Freundin bemühten und nicht aufgaben, obwohl diese ihnen allen Grund dazu gegeben hat.

Einen großen Pluspunkt verdient diese Story dann aber schlussendlich wegen Matt, welcher die ausschlaggebende Person war, warum Elena ihre Menschlichkeit zurückerlangte. Zwar war von vorne herein klar, dass Matt nicht durch den Genickbruch von Damon sterben würde, doch es war schön mitanzusehen, dass er selbst sein Leben riskiert, um Elena wieder auf die richtige Bahn zu verhelfen und ihr altes Ich 'wiederzubeleben'. Diese Geste war natürlich auch sehr bedeutend für ihn, da Elena im Staffelfinale der letzten Season ihn vor dem Tod gerettet und sich selbst geopfert hatte. Somit beweist Matt zum wiederholten Mal, dass er keineswegs nur ein nutzloser (und zudem fast der einzige) Mensch in Mystic Falls ist, sondern einen wahren Freund für Elena darstellt, der sogar den Tod in Kauf nimmt, um sie zu retten.

"What are you afraid of?"

Auch Caroline gab sich sichtlich Mühe bei Elena durchzudringen, jedoch hatte sie weit weniger Erfolg als Matt. Daher hält sie sich lieber im Hintergrund und wird schließlich vom vermeintlichen Klaus überrascht. Zunächst gestaltete sich die Szene wirklich süß und man sah sowohl Caroline als auch Klaus an, dass beide über den Weggang von Klaus traurig sind und Caroline vermutlich mehr für ihn empfindet, als sie zugibt. Doch dieser schöne Moment wurde dadurch zerstört, dass es gar nicht Klaus war, sondern Silas, welcher auf der Suche nach Bonnie ist. Da sich diese aber vor dem Unwesen versteckt, wurde Caroline zu seinem Opfer und Silas ließ keine Gelegenheit aus, um sie zu erschrecken und zu terrorisieren. Für mich persönlich spiegelte Caroline in dieser Folge das genaue Gegenteil von Elena dar, denn Caroline machte in dieser Episode die verschiedensten Emotionen durch, im Gegensatz zu Elena, die sich nach wie vor weigert jegliche Gefühle zuzulassen. Zunächst einmal wollte Caroline ihrer Freundin helfen, dann schwelgte sie mit Matt in Erinnerungen und machte sich Sorgen bezüglich des Highschool-Abschlusses. Anschließend verspürte sie Angst und Schrecken aufgrund Silas, dann musste sie um das Leben ihrer Mutter bangen und zum Schluss empfand sie Freude, weil doch noch alles gut gegangen war. Ich war froh, dass Caroline wieder eine größere Rolle im Handlungsverlauf eingenommen hat, auch wenn uns die Szenen mit Silas für den weiteren Verlauf nicht wirklich weitergebracht haben. Caroline beweist doch immer wieder, dass sie sowohl das nette, zielstrebige Schulmädchen sein kann als auch die toughe Vampirin. Beide Seiten machen sie einfach zu dem, was sie nun einmal ist und wofür ich sie sehr schätze.

"All hands on deck. That's the motto around here, right?"

Eine weitere Person, welche von Folge zu Folge in meiner Gunst steigt, ist Rebekah. Sie hatte es in der Vergangenheit wirklich nicht leicht, daher rechne ich es ihr umso mehr an, dass sie sich, nach einer kleinen Gehirnwäsche von Matt, zusammenreißt und anderen Menschen in ihrem Umfeld helfen möchte. Da sie immer noch Schuldgefühle bezüglich ihrer Tat im vergangenen Staffelfinale hat, ist ihr erstes Ziel Matt. Ich sehe den beiden gerne dabei zu, wie sie ihre Freundschaft immer mehr vertiefen und hierbei kann man sehr gut beobachten, dass Rebekah durchaus eine gute Freundin sein kann. Sie macht sich schließlich auch Sorgen um Matt und meint, dass er sich auch um sich selbst kümmern muss, wobei ich ihr Recht geben muss. Er opfert sich bekanntlich immer für seine Freunde, vergisst dabei aber, dass er vollkommen auf der Strecke bleibt und zudem keine übernatürlichen Kräfte besitzt, um mal schnell eben die Highschool zu absolvieren. Die kleinen Wortgefechte mit Caroline waren auch in dieser Episode amüsant und gaben mir die Hoffnung, dass sich diese beiden auch irgendwann zumindest akzeptieren werden.

Ein bitterer Beigeschmack, der bei solch willkommenen Szenen allerdings bleibt, ist die Tatsache, dass uns Rebekah nicht mehr lange mit ihrer Anwesenheit beehren wird, da sie demnächst, wie ihre Brüder, nach New Orleans aufbrechen wird. Nach wie vor ist mir noch nicht klar, was Rebekah zu diesem Umzug bewegen wird, wenn sie sich doch jetzt so viel Mühe gibt sich Freunde in Mystic Falls zu machen und dort Fuß zu fassen. Denn je mehr Zeit vergeht, desto angenehmer wird Rebekah auch für die Bewohner von Mystic Falls, daher finde ich es umso bedauernswerter, dass sie uns bald verlassen wird.

Team Bonnie & Katherine

Während sich Rebekah also immer mehr mit Matt anfreundet, liegt auch Bonnie etwas daran mit einer bestimmten Person vertrauter zu werden. Dass diese besagte Person ausgerechnet Katherine ist, hätte ich zunächst nicht für möglich gehalten, allerdings scheint Bonnies Wahl nach einer einigermaßen zufriedenstellenden Erklärung gut durchdacht zu sein, schließlich scheint Katherine genau die richtige Person zu sein, mit der man solch einen Plan ausführen kann. Bonnie hat nämlich vor, den Vorhang zur anderen Seite zu öffnen, damit Silas durch das Heilmittel stirbt und somit mit seiner großen Liebe wieder vereint werden kann. Dabei soll für Katherine herausspringen, dass sie durch die Hexe, welche den Fluch auf Silas gelegt hat, unsterblich und unverwundbar ist, sodass ihr ihre langersehnte Freiheit endlich gewährt wird. Dieses Bündnis scheint bestimmt noch einige Überraschungen parat zu haben und ich bin jetzt schon sehr gespannt darauf, wie sich die Geschehnisse weiter entwickeln werden. Bonnie und Katherine als Duo versprechen nämlich Abwechslung, was mehr als gern gesehen ist und besonders so kurz vor dem Finale immer etwas Gutes bedeutet.

Fazit

Jetzt, da Elena ihre Menschlichkeit wiedererlangt hat, sinnt sie auf Rache gegenüber Katherine, da sie ihr die Schuld an allen schlimmen Ereignissen in ihrem Leben gibt. Ich bin noch unschlüssig, was ich von diesem Handlungsstrang halten soll, wohingegen ich bezüglich Team Bonnie und Katherine weit zuversichtlicher bin, da dies sicherlich für Spannung und Unterhaltung sorgen wird.

Melanie E. - myFanbase

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