Bewertung: 8

Review: #2.01 Omega

Foto: Tyler Posey & Crystal Reed, Teen Wolf - Copyright: MTV/Bob Mahoney
Tyler Posey & Crystal Reed, Teen Wolf
© MTV/Bob Mahoney

Die erste Folge der neuen Staffel kann sofort an die spannenden Geschehnisse der ersten Staffel anschließen. Neue, mysteriöse Charaktere werden eingeführt, ohne jedoch die Hauptdarsteller zu vernachlässigen.

"I swear, I won't see him again!"

Nachdem Allisons Vater im Finale der ersten Staffel noch den Eindruck gemacht hat, dass er die Beziehung zwischen seiner Tochter und Scott zwar nicht gut heißt, aber zumindest akzeptiert, so wird dieser Eindruck in den ersten Minuten sofort wieder zunichte gemacht. Die sympathischen Züge, die Chris Argent im Finale bekam, werden zermalmt in der Szene, als er dem sechzehnjährigen Freund seiner Tochter eine Waffe an den Kopf hält und ihr somit das Versprechen abpresst, ihn nie wieder zu sehen. Eines der süßesten Pärchen aller momentanen Serien lässt sich natürlich durch so etwas nicht aufhalten, deshalb ist es nun ihre Aufgabe in dunklen Ecken herum zu knutschen oder heimlich "Because I love you"-Nachrichten im Spind zu hinterlassen. Diese Storyline sorgt dafür, dass die Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren weiterhin spannend bleibt und man trotz der zahlreichen Küsse aus der ersten Staffel nicht müde wird, den beiden Turteltauben zuzusehen, wie sie sich gegenseitig zum Lächeln bringen.

Ein neues Problem und ein neuer Antagonist für Scott wird durch den charismastischen, aber gruseligen Großvater Gerard Argent generiert, den man vom ersten Augenblick an nicht leiden kann. Am Ende der Folge weiß man auch sogleich warum, als er äußerst brutal und unappetitlich mithilfe eines Schwertes einen Omega-Wolf in zwei Hälften teilt. Das scheinbar höhere Budget dieser Staffel sorgt hier für einen grauenhaften Special Effect, der zu dem düsteren Touch der Episode einiges beiträgt.

"She's 5'3", fair skin, green eyes and her hair's actually strawberry blonde.”

Die ganze Folge über sorgt Stiles wieder für die meisten Lacher bei den Zuschauern, beispielsweise wenn er im Krankenhaus vor Lydias Zimmer campiert und sich in einem offensichtlich schmutzigen Traum ergeht oder seinem Vater die ungenaue Beschreibung Lydias nicht durchgehen lässt und darauf besteht, dass ihre Haare nicht rot, sondern "strawberry blonde" wären. Durch seine tollpatschige, großmäulige Art kann er allerdings nicht verbergen, dass er sich große Sorgen um die verschwundene Lydia macht, womit der Klassenclown gleichzeitig wieder für die ernsteren Momente der Episode verantwortlich ist. Einen neuen Feind hat Stiles außerdem in seinem Chemielehrer, der noch nie besonders begeistert von ihm war und nun, aufgrund der Geschehnisse der ersten Staffel, einen besonderen Groll gegen den Sheriff und seinen Sohn hegt. Stiles hat hier natürlich die Sympathie der Zuschauer auf seiner Seite, aber man kann nicht verleugnen, dass der Chemielehrer weiterhin einen großartigen Job darin macht, undurchsichtig und unheimlich zu wirken.

Die erdbeerblonde Schönheit, die in dieser Folge kaum zu sehen, aber trotzdem allgegenwärtig ist, da alle über ihr unbekleidetes Auftauchen draußen in der Kälte sprechen, kann sich in ihren wenigen Momenten sehr gut behaupten und hinterlässt eine nagende Neugier beim Zuschauer, in was sie sich schließlich verwandeln wird. Typisch Lydia hinterlässt sie bei einem auch ein Schmunzeln, als sie am Ende vollkommen verwirrt und splitternackt aus dem Wald tritt, jedoch sofort umschaltet und schnippisch nach einem Mantel verlangt. Ihre mysteriöse Situation wird definitiv noch sehr interessant werden, da wohl bei einer Serie wie "Teen Wolf" stinknormaler posttraumatischer Stress kaum die Antwort sein wird.

"Here's a dollar. Go find another parking lot to die in."

Jackson Whittemore steigt in der ersten Szene der Episode mit kunstvoll zerrissenem T-Shirt, einem ebenso kunstvollen in Szene gesetzten Oberkörper und einem nagelneuen Werwolfbiss aus dem Wasser. Bei seinem arroganten Jackson-typischen Lächeln zum Mond hinauf weiß man sofort, diese Entwicklung kann nichts Gutes bedeuten. Während Scott immer darauf bedacht ist, das Richtige zu machen, zeichnet sich Jackson durch Liebenswürdigkeiten wie die folgende aus, als er einem Obdachlosen, der sich später ebenfalls als Werwolf entpuppt, einen ganzen Dollar zusteckt, nachdem er sich mit seinem glänzenden Porsche eingeparkt hat.

Wenn man jedoch darauf gezählt hat, dass man, wenn schon nicht bei Lydia, zumindest bei Jackson weiß, was abläuft, wird einem schnell klar gemacht, dass in dieser Serie kein Stein auf dem anderen bleibt. Anstatt sich normal zu verwandeln, bekommt Jackson nur ekliges schwarzes Nasen- und Ohrenbluten, woraufhin Derek nur kryptisch meint, dass sein Körper den Biss bekämpft. Doch nicht nur das Publikum, sondern auch der neue Alpha scheint nicht zu wissen, was das bedeutet. Derek Hale wirkt hier leicht überfordert mit seinem neuen Verantwortungsbereich, weshalb er dann auch lieber zu seinem guten, alten Kumpel Scott läuft, um sich mit ihm zu verbünden.

Neben einem merkwürdigen neuen Schüler, der Fotograf ist und bereits sehr von Allison angetan zu sein scheint, wird ein weiterer Teenager in die Serie eingeführt. Scheinbar will sich Derek nicht nur auf Scott und Jackson verlassen, sondern sein Rudel noch erweitern und sucht sich dafür den Totengräber Isaac Lahey mit dem mysteriösen blauen Auge aus. Man weiß noch nicht viel von diesem neuen Charakter, aber auch hier werden bereits die richtigen Spannungsmomente eingesetzt, um den Jungen ganz schnell interessant zu machen.

Fazit

Während die Folge nicht ganz so temporeich wie andere der vorherigen Staffel inszeniert ist, tun sich für die Zuschauer unzählige neue Mysterien für die neue Staffel auf, die neugierig machen und für reichlich Spannung sorgen. Was wird aus Jackson und Lydia? Wie lange dauert es, bis Allison und Scott erwischt werden? Ist Großvater Argent so furchteinflößend, wie er bereits wirkt, oder tatsächlich noch wesentlich schlimmer? Und wird Derek Beacon Hills bald mit seiner eigenen Werwolf-Armee überfluten, um den Jägern entgegenzutreten? Die Staffelpremiere macht auf jeden Fall Lust auf mehr, weshalb ich für diese Folge acht Punkte vergebe.

Martina L. - myFanbase

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