Bewertung

Review: #1.02 Spoiler: Zack ist in dieser Folge

Foto: Stuart Fails to Save the Universe - Copyright: Colin Remas Brown/HBO Max
Stuart Fails to Save the Universe
© Colin Remas Brown/HBO Max

Uiii, es dürfte verdammt schwer werden, "Stuart Fails to Save the Universe" nicht zu mögen – besonders nach dieser Episode, die so viele kleine Highlights und Interpretationsspielraum gegeben hat, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.

Die erste Episode endete damit, dass Barry Kripke, Bert Kibbler und Stuart Bloom durch den Brotbackautomaten (was für eine geniale und zutreffende Bezeichnung für das Gerät) in ein neues Universum geschleudert worden sind, müssen sie dies erst einmal erforschen. Also besser gesagt Barry und Bert stellen Nachforschungen an, während Stuart nach Denise sucht. Mir hat das einfach noch einmal verdeutlicht, wie glücklich er mit Denise war und er das auch nicht aufgeben will, weil er sie ja jetzt schon zweimal verloren hat. Apropos glücklich: Unsere drei Anti-Helden sind in einem Universum gelandet, in dem alles grünt und alle glücklich sind – also das komplette Gegenteil von ihrem eigenen Universum, was mich persönlich an die erste Episode von "The Walking Dead" erinnert hat, also kann ich auch verstehen, warum man erst einmal in dieser heilen Welt bleiben möchte. Wie die Jungs nämlich schon gut erkannt haben, hätten sie es auch schlimmer treffen können. Aus der Perspektive der Zuschauer und der Zuschauerinnen wusste man natürlich schon, dass dieser wunderschön und harmonisch wirkende Ort einen Haken hat. Oder sollte ich besser sagen ein KI-Implantat, was die Stadt kontrolliert? Und genau mit diesem kleinen KI-Implantat hat man wahrscheinlich die meisten Lacher erzeugt.

Wir befinden uns in dieser Episode in einem sehr harmonischen Universum, in dem alle freundlich miteinander umgehen – vollkommen verständlich bei diesem Implantat, das besonders oft bei Barry gewirkt hat. Barry ist für mich die Person aus dem "The Big Bang Theory"-Universum, die am meisten flucht. Er ist es allerdings auch, der sich offensichtlich nicht bessert. Für mich gab es daher einige Lacher, wenn das Implantat reagiert hat. Ich war allerdings auch überrascht, als es bei Bert reagiert hat. Er ist immer so umsichtig, geduldig, freundlich und verständnisvoll. Die Geologie ist allerdings seine Achillesferse, bei der er sehr empfindlich reagiert. Hier hat man meiner Meinung nach die erste Cleverness dieser Episode eingebaut. Schließlich geht es noch immer darum, die zwei Physiker zu finden, die das Gerät reparieren können und natürlich sucht man dafür die Caltech auf, die sehr viel moderner ist und die Ramona Nowitzki als Empfangsdame hat. In der Mutterserie wurde diese Figur in der zweiten Staffel eingeführt, die nahezu von Sheldon Cooper besessen war und die ihn regelrecht von allen anderen abgeschirmt hat und ein ganz klein bisschen spielt man genau damit und auch damit, dass Sheldon die Geologie ja noch nie mochte, weshalb er diesen Fachbereich auch ganz offensichtlich hat abschaffen lassen. Ein totaler Schlag in die Magengrube für Bert, der ziemlich hitzköpfig erklärt, wieso die Geologie doch wichtig ist. Und was passiert? Richtig! Sein Implantat reagiert und er geht wie Barry zu Boden und letztlich werden sie von den freundlichen Polizisten gleich einkassiert. Ein bisschen gewundert hat mich die Logik ja doch. Dass Barry einkassiert wurde, kann ich ja noch verstehen, da er oft zuckend am Boden lag. Aber Bert sowie Stuart sind mir ein kleines Rätsel. Allerdings muss ich dies auch nicht unbedingt lösen. Vielleicht zählten ihre Reaktionen auch doppelt und dreifach, weil sie Entscheidungen von Personen in Frage gestellt haben. Immerhin hat Stuart die (kaputte und lieblose) Beziehung von Gary (willkommen wieder unter den Lebenden) und Denise kritisiert. Wobei... der Umgang von Denise damit dürfte wahrscheinlich so einige Beziehungen der heutigen Gesellschaft spiegeln.

Vor dem Start der Serie wurden einige Gaststars aus der Mutterserie angekündigt. Darunter auch die wunderbare Christine Baranski, womit man für mich das absolute Highlight eigentlich schon abgeliefert hat. Beverly Hofstadter könnte Sheldon nicht ähnlicher sein, obwohl sie gar nicht miteinander verwandt sind. Sehr gut konnte man das in der "The Big Bang Theory"-Episode #2.15 Die Streichelmaschine erleben. Ich hatte auch den Eindruck, dass Baranskis Gastauftritt genau daran angelehnt wurde. Unsere Anti-Helden mussten nämlich für 30 Monate ins 'Umerziehungslager' und wer hat wohl die Ansprache über eine riesige Leinwand gehalten, um zu erklären, wie und warum allen Implantate, die man steuern kann, eingepflanzt worden sind? Richtig! Christine Baranski aka Beverly Hofstadter, die ja schon immer großes Interesse daran hatte, Gehirne zu erforschen.

Eigentlich ist es schade, dass man danach sofort einen Zeitsprung gemacht hat. Hätte mich durchaus interessiert, was in den 30 Monaten so abgegangen wäre. Allerdings hätte man dann auch den Episodentitel umändern müssen. Immerhin ist Zack Johnson in dieser Episode. Auch hier hat man etwas mit seiner Dümmlichkeit gespielt. Wobei man sagen muss, dass er diesmal sehr um Ernsthaftigkeit bemüht war, aber diese nur bedingt gelungen ist. Aber bei der 'Vorgesetzten' ist das auch irgendwie kein Wunder. Kaley Cuoco durfte noch einmal in ihre Rolle der Penny schlüpfen und eine alternative Version ihrer Rolle spielen, was ich unglaublich genossen habe und da war ich wahrscheinlich nicht die einzige. Ihr Schicksal ist nach dem Drohnenangriff auf den von ihr gegründeten Widerstand zwar ungewiss, aber wie Barry es so schön am Anfang erwähnte, hat er nur eine Version von Rajesh 'Raj' Koothrappali erschossen. Vielleicht gibt es noch einmal eine Begegnung mit Penny.

Aber erst einmal sind unsere Anti-Helden und Denise in einem anderem Universum gelandet, bei dem Magie real ist und ich mir wie in "Once Upon a Time" vorkomme. Ganz offenbar müssen diesmal Stuart und Denise einen Weg finden, Bert zu retten und Barry zu finden (der wahrscheinlich nichts Gutes vorhat) und vielleicht kommen sie sich dadurch etwas näher.

Fazit

Die zweite Episode von "Stuart Fails to Save the Universe" ist unglaublich unterhaltsam, hat einige Lacher sowie Rückkehrer und Rückkehrerinnen. Ich glaube zwar nicht, dass die Serie eine hohe Überlebenschance hat, dafür scheint sie aber auch nicht gemacht zu sein. Vielmehr wirkt es auf mich wie etwas Nostalgisches, gepaart mit witzigen Entwicklungen und vielleicht mit einem Staffelfinale, das eine interessante Wendung nimmt und solche Serien sollten genauso ihre Daseinsberechtigungen haben.

Daniela S. - myFanbase

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