Sullivan's Crossing - Reviews
Staffel 3

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In unseren Kritiken schildern unsere Autoren und Autorinnen ihren ersten Eindruck von einer Episode in Form einer kurzen Review. Nutzt die Gelegenheit, eure Meinung zu diesen Folgen kundzutun und mit uns über die Serie "Sullivan's Crossing" zu diskutieren.

#3.01 Neuanfänge

Willkommen zurück, "Sullivan's Crossing"! Schon sind wir bei der dritten Staffel und die setzt für meinen Geschmack genauso spannend wie emotional wieder dort an, wo sie aufgehört hat. Wie ich schon vermutet habe, ist Sully (Scott Patterson) nichts passiert. Es wäre wirklich einfallslos gewesen, immerhin hat man jetzt ein paar Baustellen für ihn aufgebaut, die er erst einmal emotional wieder abbauen muss. Nachdem er Frank (Tom Jackson) und Edna (Andrea Menard) zu seinen Partnern gemacht hat, hatte ich ehrlich gesagt nicht erwartet, dass Edna das Ruder übernimmt und Sully quasi in den 'Ruhestand' geschickt wird. Ich glaube, für Typen wie Sully ist es die absolute Hölle und ehrlich? Ich kann mir ihn auch wirklich nicht als jemanden vorstellen, der nichts tut. Muss er ja auch nicht. Immerhin ist Helen (Kate Vernon) jetzt da, die ihn ziemlich auf Trab halten dürfte. Ich musste ja doch lachen, als die beiden aufeinander getroffen sind und sie von ihrem Kaffeekonsum gesprochen hat. Hatte da noch jemand "Gilmore Girls"-Vibes? Ein bisschen erinnert Helen durchaus an Lorelai Gilmore. So verwunderlich ist es allerdings nicht. Sully erinnert mich in vielerlei Hinsicht an Luke Danes. Auf jeden Fall freue ich mich, noch etwas mehr von den beiden zu sehen. Der Knoten scheint ja schon jetzt geplatzt zu sein. Herrlich, wie die Schriftstellerin den mürrischen Muffel zum Schreiben gebracht hat. Aber sie hat ja auch recht: Wenn man Leidenschaft dafür hat, dann kann man auch Menschen mitreißen. Mit leidenschaftlichen Reden hat Sully ja auch kein Problem, aber das zu Papier zu bringen, das war das Problem, und das kann ich ihm nicht verübeln. Aber kommen wir jetzt mal zu den dramatischen Aspekten. Ich hatte ja schon in der zweiten Staffel vermutet, dass Maggie (Morgan Kohan) das Baby verliert. Ich hatte allerdings nicht erwartet, dass sie sich so schnell davon erholen wird, auch wenn Serien immer einen gewissen Zeitraffer haben, damit sie mehr erzählen können. Ich fand es aber logisch nachvollziehbar, dass sie immer wieder schwere Momente in dieser Episode hatte, bei denen sie daran erinnert wird, was sie verloren hat. Zwar fand ich es ein bisschen verwunderlich, dass nicht Sully für seine Tochter da war, was vielleicht auch an seinen Schuldgefühlen liegt, weil er in Robs (Reid Price) Restaurant gerannt ist, aber dass Frank diesen Moment mit Maggie teilen konnte. Er hat genau die richtigen Worte dafür gefunden. Rob tut mir auch leid, es war ja wirklich nur ein dummer Unfall. Auch wenn ich ihm echt wünschen würde, dass es mit dem Bau eines neuen Restaurants klappen würde, so glaube ich doch, dass es nicht so problemlos ablaufen wird. Rafe (Dakota Taylor) hatte mit seinem neuen Chef Cooper (Steve Lund) wohl nicht so einen guten Start... aber ich denke, das wird noch spannend. Leider befürchte ich, dass es dadurch Konflikte mit Sydney (Lindura Sappong) geben wird, immerhin hat sie die Probleme mit Cooper verursacht. Konflikte könnte es auch mit dem Bau des neuen Resorts geben...

#3.02 Aus dem Nichts

Sachen, die aus dem Nichts kommen, sind oftmals positiv. Wir sind aber hier bei einem Format, wo es nicht immer so ist. Aus dem Nichts kommt zum Beispiel der erneute Flirt zwischen Helen und Sully. Mir gefällt diese Paarung echt gut, auch weil Sully sich ungewollt zu Humor hinreißen lässt und sogar auf Vogelkunde geht. Es ist wirklich schwierig, sich ihn bei diesem Hobby vorzustellen. Die beiden haben ja nicht nur Vögel entdeckt, sondern auch dieses Schild für dieses entstehende Resort. Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass Helen jetzt öfters an seiner Seite ist. Allerdings ist mir auch aufgefallen, dass Scott Patterson ziemlich wenig mit den anderen vom Cast agiert, besonders mit seiner Serientochter. Immerhin wurde in der ersten Episode der Staffel gesagt, Sully sei froh, dass Maggie im Crossing lebt... aber warten wir mal ab. Ich hoffe nur, die Sache mit dem Resort ist nicht so ein Ding, wie wir es im letzten Finale erlebt haben. Aus dem Nichts kamen auch die Wechseljahre bei Edna. Es ist aber auch erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht. Bei Ednas emotionaler Art hat mir gut gefallen, wie liebevoll Frank gewesen ist und man damit noch einmal unterstrichen hat, wie stark die Ehe der beiden ist. Mich würde aber nicht wundern, wenn Frank in der nächsten Zeit nichts zu lachen hat. Aber dafür hat er ja mit seinem Cousin Jacob (Joel Oulette) männliche Verstärkung. Bleibt nur zu hoffen, dass Frank auch wirklich Zeit mit Jacob hat. Immerhin scheint er ja ein Love Interest für Lola (Amalia Williamson) zu sein. Schön, dass sie wieder da ist. Mir gefällt die Gruppe aus den drei Mädels sehr gut und wir werden in nächster Zeit hoffentlich mehrere solche Szenen erleben. Auch wenn die bedeuten könnten, dass es wieder zwischen Sydney und Rafe kriseln könnte. Und dann hätten wir noch Cal und seinen Vater (John Ralston). Nach Sedona (Meghan Ory) werden wir mit Sicherheit auch bald seine Eltern kennenlernen. Nach dieser Diagnose von seinem Vater ist der Weg dahin ja ohnehin geebnet.

#3.03 Verbindungen

Hat man Sully einen Love Interest zur Seite gestellt? Helen und er verbringen verdammt viel Zeit miteinander und mir gefällt es besonders gut. Sie hat einen gewissen Charme, dem sich Sully nicht entziehen kann, und er verwirrt damit alle anderen ebenfalls. Ein Love Interest ist auch Jacob für Lola. Und auch hier habe ich große Begeisterung entwickelt. Die beiden haben auch eine tolle Verbindung, die langsam aufgebaut wird. Ich hoffe wirklich, dass es sich um etwas Dauerhaftes handeln wird, auch wenn ich glaube, dass die Zweisamkeit erst einmal nach hinten geschoben werden wird, wenn ich mir diesen Bau des Resorts ansehe, für den mal wieder Glenn verantwortlich ist. Irgendwie ist das anstrengend, da Sully das nicht auf sich sitzen lassen wird. Schwierig ist es aktuell auch gerade mit Rob, was ich allerdings verstehen kann. Nicht nur, dass seine Existenz in Schutt und Asche liegt, sondern er sorgt sich eben auch darum, dass er Schuld daran ist und was Neues aufzubauen, ist finanziell nicht möglich für ihn. Wobei man sagen muss, dass all diese Handlungen noch nicht ihren Höhepunkt erreicht haben. Dafür lernen wir Cals Eltern kennen, wobei ich wirklich meine Zweifel hatte. Immerhin kamen seine Eltern – besonders sein Vater Jed (John Ralston) - nicht besonders gut in seinen Erzählungen weg. Gerade deshalb hat man von der ersten Sekunde die Anspannung bemerkt, die von Cal ausging und die auch von ihm ausgeschüttet worden ist und Jed? Der tat mir ehrlicherweise echt leid. Ich kann Cal durchaus verstehen, vor allem, weil es die Kindheit ist, die einen prägt, und seinen Vater jetzt zu sehen, der endlich seine Medikamente nimmt, riss eine Wunde oder ein Wunsch auf, was er sich damals so sehnlichst erhofft hat. Wichtig war dabei, dass Maggie anwesend war, die als eine Art Vermittlerin fungierte. Auch wenn Jed einem echt leid tun kann, weil Cal ihn so angeht, war es trotzdem wichtig, anzusprechen, warum sich seine Kinder von ihm abgewandt haben. Ich hoffe dennoch, dass wir Jed mit diesem Ende der Episode nicht gleich wieder verlieren werden, dennoch herrscht zwischen Vater und Sohn noch Klärungsbedarf.

#3.04 Eine klare Perspektive

Es steht zwar verdammt schlecht um Jed und ich gehe mal davon aus, uns wird in dieser Staffel noch eine Beerdigung bevorstehen, aber ich bin gleichzeitig auch verdammt froh, dass es diese Aussprache zwischen Vater und Sohn gegeben hat und Cal nun die Perspektive seines Vaters besser verstehen kann. Ich kann Jed durchaus verstehen, dass ihm die damaligen Medikamente Angst gemacht haben, bei denen die Nebenwirkungen deutlich intensiver gewesen sein dürften, als es heute der Fall ist. Wie Cal auch schon mehrfach vor Maggie angedeutet hat, war es früher nicht leicht mit Jed. Schwer war es aber auch für Marissa (Torri Higginson), die vielleicht immer Sorge um ihren Mann hatte, dann ihren Kindern aber auch ein Vater geben und Jed nicht von sich stoßen wollte. In gewisser Weise hoffe ich einfach, dass wir noch einmal eine Familienzusammenführung haben werden, auch wenn sie unrealistisch sein dürfte. Aber der Abschied von Marissa und Jed hat auch gezeigt, dass sie im Guten und mit ebenso guten Erinnerungen von damals gefahren sind und ich glaube, das hat auch Cal geholfen. Das Gleiche wünsche ich mir eigentlich auch für Rafe und Sydney, bei denen hängt der Haussegen dank Cooper ja mächtig schief und es hat auf mich auch nicht den Anschein, als würde sich das ändern. Aber vielleicht löst es die Spannung zwischen den beiden ja, weil Rob sich jetzt wieder eine Existenz aufbauen kann. Sully mag manchmal ein Sturkopf sein und noch immer habe ich das Gefühl, Scott Patterson hat Abstand vom Cast genommen, dennoch ist Sully auf seine ganz eigene Art ein Familienmensch, was auch diesmal wieder zum Vorschein gekommen ist. Und familiäre Unterstützung kann er in nächster Zeit wohl mehr als deutlich gebrauchen. Es ist wenig überraschend, dass sich Glenn (Dean Armstrong) diesmal abgesichert hat. Vielleicht hat er auch jemanden bestochen, wäre ihm ja auch zuzutrauen. Ich hoffe aber mal, dass man ihm nicht kampflos das Feld überlassen wird.

#3.05 Missverständnisse

Missverständnisse sorgen oft dafür, dass etwas zwischen Personen steht, was dann auch schon mal zu Bruch gehen kann. Ähnlich ist es auch bei "Sullivan's Crossing" – vor allem, wenn ich an Sully denke und an Maggie. Diesmal ging mir ihre Fürsorge etwas gegen den Strich, weil es too much war. Ich kann verstehen, dass sie Angst hat, Sully könnte rückfällig werden, gerade weil Glenn mal wieder sein Unwesen treibt und dann noch Helen, die mit Alkohol vorbeigeschaut hat. Ich gebe zu, es kamen viele Faktoren zusammen, die zu einem Rückfall hätten führen können. Ich hatte allerdings auch nicht den Eindruck, er sei rückfallgefährdet. Mich freut es vielmehr, dass er in Helen jemanden gefunden hat, die ihm neue Perspektiven gibt und der er vertrauen kann. Sonst hätte Sully ihr nie anvertraut, ein Alkoholproblem zu haben bzw. dass er eins hatte. Daher war ich auch echt entsetzt, dass sie sich von Maggie so verunsichern ließ und sich eigentlich schon wieder von ihm trennen wollte. Es war wichtig, dass Sully seiner Tochter seine Sichtweise geschildert hat. Ähnlich wie Cal glaube ich nämlich auch, dass sie noch ein ganz anderes Problem hat, warum sie nicht mit ihm zusammenziehen will und ich vermute, dass Liam nicht nur ihre Erwähnung des Sommerflirts bleiben wird. Ein bisschen schade. Ich vermute nämlich, dass man mit Liam einen Keil zwischen Maggie und Cal treiben wird und ich bin mir nicht sicher, inwieweit mir das gefallen wird. Ähnlich ergeht es mir auch, wenn ich an Rafe und Sydney denke. Ich kann und konnte Rafe verstehen, dass er sich Sorgen um seinen Job gemacht hat, besonders weil Cooper an seinem ersten Tag nicht gerade positiv auf Rafe und Sydney reagiert und sich auch nicht besonders nett über Connie geäußert hat. Letztlich hat er sich nur nicht in die Karten sehen lassen. Dennoch hängt bei Rafe und Sydney der Haussegen schief. Ich frage mich auch ehrlich, ob man sich ernsthafte Gedanken um Edna machen muss, da Maggie so eine direkte Frage wegen der Kopfschmerzen gestellt hat. Wir werden sehen.

#3.06 Schlechtes Timing

Manchmal frage ich mich, ob es vermehrt schlechtes oder gutes Timing gibt. Ich habe keine Antwort gefunden. "Sullivan's Crossing" liefert gleich mehrere Beispiele dafür. Aber auch hier ist der Cliffhanger, der mich sprachlos zurücklässt. Ich mag die Kombination aus Jacob und Lola unglaublich gerne, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass beiden etwas Schlimmes passieren wird. Zum Einen ist Jacob noch nicht solange dabei und zum Anderen hat Lola schon zu viel durchgemacht, sodass sie in jedem Fall mal etwas Glück verdient hat. Schlechtes Timing hatte auch Edna mit Frank. Da haben sie einen Arzttermin und der Idiot hat sie nicht einmal untersucht, weil eigentlich alles nur noch wie am Fließband geht. Leider befürchte ich immer mehr, dass Edna etwas Schlimmeres hat, was sie so oder so in den Ruhestand zwingen wird. Ich kann mich allerdings auch täuschen. So richtig durchatmen konnte man auch bei Rafe und Cooper nicht. Zwischen den beiden läuft es arbeitstechnisch ganz gut, aber ob Cooper tatsächlich eine gewalttätige Vergangenheit hat? Allzu viel hat man ja noch nicht von ihm gesehen, aber Gerüchte gibt es jede Menge. Ein weiteres schlechtes Timing hatte auch Maggie, wobei es ja doch etwas witzig war, wie sie in ein intimes Date von Sully und Helen geplatzt ist. Wobei mir ein Gespräch zwischen Vater und Tochter auch gut gefallen hätte. Anderseits denke ich allerdings auch, dass es gut war, dass Maggie das zum Teil mit sich selbst ausmachen musste, auch wenn dazu ein Anruf von Walter nötig war. Gebraucht hätte ich ihn allerdings nicht. Ich glaube aber, mit Cal hat Maggie den genau richtigen Partner an ihrer Seite – wie es bei Sully und Helen der Fall ist. Können wir im Übrigen mehr Szenen von Sully beim Yoga erleben? War witzig.

#3.07 Unerwartete Wendungen

Wie ich es schon richtig vermutet hatte, ist weder Lola noch Jacob etwas Schlimmeres passiert. Ich fand aber ehrlich gesagt gut, dass sie sein Diabetes genutzt haben, damit es etwas dramatischer wirkt. Nicht um des Drama willens, sondern weil sie dadurch eine stärkere Verbindung haben und sich beide durch ihre (überstandenen) Krankheiten besser verstanden fühlen. Wobei Lola natürlich schon selbst erkannt und geäußert hat, dass man ihren damaligen Unfall und sein Diabetes nicht ganz miteinander vergleichen kann. Allerdings wissen beide, wie es ist, wenn der Körper nicht so funktioniert, wie er sollte und ich denke, dadurch fühlen sie sich umso enger verbunden. Ich bin gespannt, was uns mit den beiden noch erwartet. Geschockt bin ich etwas wegen Helen. Ich bin mir zwar sicher, dass wir sie wiedersehen werden und sie gute Nachrichten haben wird, allerdings wirkt es gerade alles irgendwie zu überstürzt und ich kann nachvollziehen, weswegen Sully sich überrumpelt fühlt. Demnach hoffe ich, dass Helen bald wieder etwas von sich hören oder sehen lässt. Allzu rosig sieht es bei Cal und Maggie auch nicht aus. Derzeit habe ich ohnehin ein Problem mit Maggie, allerdings weiß ich nicht genau, warum. Aber für meinen Geschmack kommt sie zu unehrlich rüber, was nicht mal so sehr mit meinem Wissen um Liams Existenz zu tun hat. Auf mich wirkt Maggie trotz allem distanziert und eine Besserung wird in nächster Zeit meiner Meinung nach wohl auch nicht eintreffen. Zum Einen weil Cal den Brief an Liam gefunden hat und zum Anderen, weil Maggie Glenn behandelt. Spannend dürfte es auch bei Rafe und Sydney werden. Die Pokerrunde der Jungs hat mir gut gefallen und ich denke, dass Cooper jetzt auch richtig angekommen ist. Ich hatte ja sowieso meine Zweifel, dass Cooper ein gewalttätiger Typ ist. Auch wenn man sagt, an Gerüchten ist immer was dran, so ist es in diesem Fall so, dass gerade mal ein Viertel von dem stimmt, warum er damals zugeschlagen hat. Seine Frau hat sich mit einem seiner besten Freunde vergnügt, da Cooper mehr Zeit bei der Arbeit verbracht hat, als mit ihr. Seine Offenheit ist bewundernswert. Gleichzeitig hat er dadurch allerdings auch Rafe einen ungewollten Hinweis darauf gegeben, was es gerade so schwierig in seiner Beziehung mit Sydney macht. Mal sehen, was Rafe jetzt unternehmen wird.

#3.08 Kalt erwischt

Ich hatte ja vermutet, dass es auf lange Sicht ein Geheimnis bleiben wird, dass Glenn von Maggie behandelt wird, allerdings habe ich mich getäuscht. Überraschend war allerdings, dass weder Maggie noch Dr. Rambey auf die Ursache von Glenn und Mark gekommen sind, zumal die Bauarbeiten und Jacobs Studie uns schon die ganze Staffel über begleiten. Vielleicht wollte man hier nur ein bisschen mehr Drama reinbringen, damit der Effekt, dass alles zu einem guten Ende kommt, noch intensiver ist. Mir gefällt Glenns Idee, ich frage mich nur, ob sie mit Sully auch umsetzbar ist, zumal es ja auch neue Entwicklungen mit ihm und Helen gibt. Mir gefällt die Paarung wirklich gut, was wohl auch daran liegt, weil sie ihm genügend Zeit und Raum gegeben hat, damit sich etwas zwischen ihnen entwickeln kann. Umso schlimmer fand ich es ja, dass sie dann so schnell weg musste, auch wenn es dabei um etwas Großartiges geht. Ich fand es spannend, wie Sully darüber nachgedacht hat, was er in seinem Leben hätte anders machen sollen. Für mich bedeutet das allerdings auch, dass Helen für ihn eine Frau ist, die ihn zum Um- und Weiterdenken bewegt hat und das ist etwas Schönes. Ob ich die Entwicklung von Cal und Maggie so schön finden sollte, weiß ich noch nicht. Langsam setzt sich jedoch ein Puzzle zusammen, bei dem ich mir etwas denken kann. Es geht hier nicht nur um ihre Vergangenheit und einen Mann. Es geht darum, was diese Entscheidung damals mit ihr gemacht hat. Aber auch in der Beziehung von Sydney und Rafe sieht es nicht so rosig aus. Das Thema Hochzeit wird sie wohl noch lange begleiten. Und Edna? Ich hatte es die ganze Zeit befürchtet. Sie hat etwas Ernsthaftes und ich tippe mal auf einen Gehirntumor, der ihr das Augenlicht nimmt.

#3.09 Der erste Schnitt schneidet am tiefsten

Ich hatte es schon die gesamte Staffel über befürchtet, dass Edna etwas Schwerwiegendes hat – zumal eigentlich auch schon genügend kleine, fast unbedeutende Hinweise gegeben worden sind. Ich wollte allerdings nicht unbedingt mit einem Gehirntumor recht haben, auch wenn ich in dieser Episode nie daran gezweifelt habe, Edna würde diesen Eingriff nicht überstehen, selbst wenn man mal wieder einen dramatischen Cliffhanger bringen musste. Aber dieser wird gut ausgehen. Ich denke nämlich, "Sullivan's Crossing" ist eine Wohlfühlserie, bei der zwar viel Drama passiert, es am Ende immer gut ausgehen wird. Gut gefallen hat mir aber, dass man Edna diesmal ins Zentrum gestellt hat. Seit dem Serienstart erlebt man sie eigentlich immer als die Person, auf die sich jeder verlassen kann und die alles irgendwie zusammenhält. Deshalb war es ja so wichtig, dass sie erfährt, wie sie von anderen gesehen wird und warum sie so eine große und besondere Bedeutung hat. Für Maggie hingegen war es auch wichtig, Edna zu gestehen, wie sie sie sieht. Es war aber ebenso wichtig und richtig, dass Maggie Walter anruft. Auch wenn er sie entsetzlich enttäuscht hat und das gleich auf mehreren Ebenen, so ist er doch ihr Mentor, der sie nie darüber anlügen würde, was ihre Fähigkeiten als Neurochirurgin betrifft. Selbst wenn Maggie das nie offen zugeben würde, so ist sie sich dessen im Inneren durchaus bewusst. Ein bisschen das Sorgenkind ist zum einen Rafe und zum anderen auch Cal. Beide lieben ihre Partnerinnen, beide merken allerdings auch, dass diese nicht ganz glücklich und im Reinen mit sich sind. Enttäuscht ist auch Helen, was man ihr nicht verdenken kann. Sie kann verstehen, dass Sully erst einmal für Edna und Frank da sein will. Anderseits glaube ich aber auch, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist und dementsprechend, bin ich auch aufs Finale dieser Staffel gespannt.

#3.10 Kopf gegen Herz

Willkommen zum Finale der dritten Staffel von "Sullivan's Crossing", was deutlich ruhiger verläuft als das letzte. Das soll aber nicht bedeuten, dass da nichts passiert ist. Wie bereits vermutet, hat Edna die OP überlebt und auch sonst ist alles gut verlaufen. Dass sie ausgerechnet auf Sullys Sprüche reagiert, hat für mich unterstrichen, wie nahe sich die beiden stehen. Auch wenn Sully sicherlich ruppig daherkommt, hat er doch ein gutes Herz und ist emotional, was er nur verdammt gut verstecken kann. Wobei man natürlich sagen muss, dass man ihn durchschaut, wenn man ihn kennt. Wo wir schon mal bei gut kennen sind, bleibe ich doch gleich bei Cal und Maggie. Mich hat sie in dieser Staffel wirklich ein bisschen angestrengt. Maggie ist gut, hilfsbereit und kann andere ermutigen. Diesmal wirkte es aber eher wie eine Fassade bzw. dass sie selbst vor etwas davon läuft. Nicht nur davor, dass sie sich einredet, eh nicht mehr als Ärztin arbeiten zu können, wenn sie im Crossing bleibt. Sie ist aber auch noch vor ihrer eigenen Vergangenheit davon gelaufen und Cal hat es erkannt und sie eigentlich fast vor vollendete Tatsachen gestellt. Damit hat er unbewusst erreicht, dass Maggie bewusst wird, dass sich das Crossing und ihr Beruf verbinden lassen. Ich habe mich schon die ganze Zeit gefragt, warum sie es sich so schwer macht. Immerhin wurde schon ziemlich am Anfang der Staffel immer wieder angedeutet, sie habe keine Lizenz für Timberlake. Ich bin gespannt darauf, wie sie sich alles erarbeiten wird. Vor allem weil ihre Vergangenheit in Form von Liam (Marcus Rosner) auch noch aufgetaucht ist – ihr Ehemann! Warum hat sie das verschwiegen und was ist zwischen ihnen passiert? Dass sie die Eheschließung vergessen hat, glaube ich nicht. Dafür ist die Serie in meinen Augen nicht gemacht. Aber es gibt sicherlich Schwierigkeiten mit Cal. Der hatte eine wunderbare Szene mit seinem Vater Jed und wisst ihr noch? Ich ging davon aus, dass uns dessen Beerdigung in dieser Staffel bevorstehen würde. Zum Glück war es nicht so. Sorgen mache ich mir noch immer um Sydney und Rafe. Ich kann ihre Begründungen durchaus verstehen. In meinen Augen ist sie ziemlich stur, weil das eine das andere eben nicht ausschließt und auch Edna hat erkannt, dass sie nur Frank braucht, um glücklich zu werden. Dafür wackelt es nun bei Jacob und Lola und auch sie kann ich verstehen. Wenn ich mir aber Sullys Entscheidung so ansehe, dann könnte ich mir vorstellen, dass Jacob noch bleiben wird, damit er Glenns Projekt überwachen kann und ich habe mich sehr gefreut, Helen wiederzusehen. Sie war eine wahnsinnig gute Ergänzung für die Staffel. Ich hoffe, wir sehen sie wieder.

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Daniela S. - myFanbase

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