Die besten Beziehungen 2011/2012
Seeley Booth & Temperance Brennan (Bones)

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Seit der ersten Staffel von "Bones" hat sich zwischen den zwei Hauptcharakteren der Serie Booth und Brennan eine unglaubliche Freundschaft entwickelt, bei der jeder Fan jedoch im Inneren eigentlich immer wusste und hoffte, dass sich daraus Gefühle ergeben würden, die über die reine Freundschaft hinausgehen. Während den nachfolgenden Staffeln war auch immer mehr zu erkennen, dass von beiden Seiten her ganz sicher Gefühle für den jeweils anderen vorhanden waren, die nicht unbedingt etwas mit Freundschaft zu tun hatten. Trotzdem stand ich einer Liebesbeziehung der beiden immer etwas skeptisch gegenüber. Eigentlich hätte ich mich darüber sehr gefreut, doch war da auch Angst vorhanden, dass das spezielle Verhältnis zwischen den beiden in einer Liebesbeziehung Schaden davontragen würde. Am Ende der sechsten Staffel war es dann Knall auf Fall soweit. Booth und Brennan verbringen eine Nacht zusammen und Brennan wird schwanger. Da die Serie jedoch glücklicherweise um eine weitere Staffel verlängert wurde, musste auch ich mich wohl oder übel damit abfinden, dass ab der siebten Staffel die Freundschaftsbeziehung von Booth und Brennan in eine Liebesbeziehung umgewandelt wird.

"Still, when you are crying I would love to see that." "Booth took a picture of me but since I have a picture of him cooking almost naked, he agreed never to show anyone." "Smart move."


Foto: David Boreanaz & Emily Deschanel, Bones - Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
David Boreanaz & Emily Deschanel, Bones
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Es gab verschiedene Punkte, welche die unglaubliche Freundschaft zwischen der rationalen Wissenschaftlerin Brennen und dem gefühlvollen FBI-Agenten Booth ausgemacht haben. Da war einerseits die Tatsache, dass es Booth über die Jahre hinweg geschafft hat, dass Brennan Dinge oft nicht nur noch aus der rationalen Sicht betrachtete, sondern sich immer öfter auch der emotionalen Seite stellte, etwas was sie vor ihrer Zusammenarbeit mit Booth nie getan hatte. Andererseits zeichnete sich die Freundschaft jedoch auch dadurch aus, dass beide ihre eigensinnigen Charaktereigenschaften beibehielten und auch heftig über ihre verschiedenen Ansichten diskutieren konnten. Und genau dieser zweite Punkt war für mich ein Hauptbestandteil davon, dass die Serie noch nach sechs Staffeln mit Erfolg im Fernsehen lief und genau dieser Punkt war es auch, bei dem ich dachte, dass er in einer Liebesbeziehung zwischen Booth und Brennan verloren gehen könnte.

Doch trotz dieser Bedenken freute ich mich auf die siebte Staffel und siehe da, schon in der ersten Episode wurde ich eines besseren belehrt. Zwar führten Brennan und Booth nun schon seit einigen Monaten eine Beziehung und Brennans Schwangerschaft war nun schon deutlich zu sehen, doch die Neckereien einander gegenüber und die Diskussionen über ihre verschiedenen Ansichten gingen nicht verloren und somit litt weder der Charme der Serie noch die Chemie zwischen den beiden Hauptcharaktere unter der Veränderung ihrer Beziehung.

Und auch in den weiteren Folgen der siebten Staffel wurde diese Linie von den Autoren konsequent verfolgt. Die neue Liebesbeziehung und natürlich auch die Schwangerschaft von Brennan nahm zwar einen wichtigen Teil in der Serie ein, doch übernahm sie keine Überhand und "Bones" blieb eine Crime-Serie und mutierte nicht zu einem Drama bei dem plötzlich zwei Liebende im Mittelpunkt standen. Die Chemie des Paares blieb weiterhin bestehen und konnte sich meiner Meinung nach in gewissen Bereichen sogar noch ausbauen. Denn damit, dass die zwei nun ein gemeinsames Kind erwarteten, ergaben sich natürlich sofort neue Probleme, die schon von Anfang an Diskussionspotential aufwiesen.

Da war beispielsweise die Suche nach einem neuen Haus, welches die beiden gemeinsam und später auch als Familie bewohnen würden. Natürlich hatte Brennan dabei andere Vorstellungen, schon aufgrund ihres vollkommen anderen finanziellen Hintergrundes. So wäre es für sie absolut nichts Schlimmes gewesen, hätte sie das gemeinsame Haus alleine finanziert. Dies ging jedoch dem in gewissen Dingen eher konservativ denkenden Booth natürlich vollkommen gegen den Strich, schließlich fühlt sich dies für ihn fast so an, als würde er einen Teil seiner Männlichkeit aufgeben. Und auch bei den Vorbereitungen zur Geburt gab es Meinungsverschiedenheiten. So wollte Booth unbedingt, dass Brennan ihr Kind in einem Krankenhaus zur Welt bringt während die Wissenschaftlerin eher eine Hausgeburt vorzog. Zum Schluss wird dann auch noch das Thema Religion angeschnitten, denn für Booth, der stark gläubig ist, ist es natürlich selbstverständlich, dass die gemeinsame Tochter Christine getauft werden muss.

Bei all diesen Diskussionspunkten wird zwar schlussendlich, wenn manchmal auch etwas zufällig, eine Lösung zwischen Booth und Brennan gefunden, doch ist eigentlich nichts davon zu bemerken, dass einer der beiden seine speziellen Charaktereigenschaften aufgibt, und nur um den anderen zufriedenzustellen seine Ansichten ändert. Aber trotz diesen kleinen Streitigkeiten und manchmal heftigen Diskussionen ist zu spüren wie sehr die zwei einander lieben, und dass sie sich auf ihre gemeinsame Zukunft und Familie unheimlich freuen.

Meine Angst, dass ein Teil des Charmes der Serie und der unglaublich guten Chemie zwischen Booth und Brennan mit einer Liebesbeziehung zwischen den beiden verlorengehen würde, war also völlig unbegründet. Die Autoren haben den Sprung von Freundschaft zur Liebe mit einer sehr gut geschriebenen Storyline umgesetzt und wurden dabei von David Boreanaz und Emily Deschanel unterstützt, die es mit ihrer schauspielerischen Fähigkeit geschafft haben auch im neuen Umfeld die Chemie, die zwischen ihren Charakteren herrscht, aufrechtzuerhalten. Und genau dies ist der Grund, weswegen die beiden für mich in dieser Season in die Kategorie der besten Beziehungen gehören.

Maria Schoch - myFanbase

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