Neustarts 2019/2020 - Fazit, Teil 1

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Die TV-Season 2019/2020 hatte wieder viele neue Serien im Angebot, seien es Comedy- oder Dramaserien. Neben Mystery und Science-Fiction fanden auch einige Adaptionen und Reboots Anklang bei den Zuschauern und so war in jedem Genre etwas vertreten. Wir ziehen ein Fazit nach der Season und schauen teilweise, was aus unseren vielversprechendsten Neustarts geworden ist. Konnten die Erwartungen erfüllt werden? Welche Serien haben enttäuscht und welche stattdessen überzeugt?


Fazit von Lena Donth


In den letzten Jahren habe ich mich bei meinen vielversprechendsten Neustarts oft etwas verschätzt. Entweder weil sie mir unerwartet doch nicht gefallen haben oder weil ich sie im Überangebot an Serien auf die lange Bank geschoben haben. In diesem Jahr schaue ich daher etwas verwundert auf meine Quote von 100%, denn alle drei Serien, die ich vor einem Dreivierteljahr genannt habe, habe ich wöchentlich und damit ihre Premierenstaffel komplett gesehen. Damals wie heute ist meine Begeisterung immer noch vorhanden.

Mixed-ish

Es war klar, dass ich auf jeden Fall in "Mixed-ish" reinschauen würde, denn die Mutterserie "Black-ish", sowie das bei Freeform untergebrachte Spin-Off "Grown-ish" sind bei mir eine qualitative Bank, auf die ich mich immer vertrauensvoll setzen würde. Bei "Mixed-ish" gab es ehrlich gesagt ein paar Anfangsschwierigkeiten, da zunächst zu viel auf Überspitzung gesetzt wurde, aber der Cast hat sich wunderbar eingespielt und viele wichtige Konflikte aus der damaligen Zeit für die schwarze Bevölkerung wurde informativ, aber natürlich auch humorvoll an den Zuschauer herangetragen. Zudem wurde mit viel Fingerspitzengefühl die Situation von Mischlingskindern beleuchtet und zwar aus beiden Positionen heraus, denn es ist eben nicht nur eine Serie für die schwarze Bevölkerung, sondern für alle.

"Mixed-ish" ansehen:

9-1-1: Lone Star

Foto: Rob Lowe & Liv Tyler, 9-1-1: Lone-Star - Copyright: 2019 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.
Rob Lowe & Liv Tyler, 9-1-1: Lone-Star
© 2019 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.

Nachdem Mutterserie "9-1-1 Notruf L.A." in der ersten Hälfte von Staffel 3 wieder ein Feuerwerk an Qualität abgeschossen hat und dann in Winterpause ging, war ich wirklich sehr froh, dass die Lücke mit dem neuen Spin-Off "9-1-1: Lone Star" gefüllt wurde. Die Serien sind sich zwar von den Grundkomponenten her sehr ähnlich, aber gerade durch die unterschiedlichen Settings ist doch eine andere Atmosphäre wahrzunehmen. Die Fälle sind anders, die Menschen in Texas sind anders, aber all das tut der Qualität keinen Abbruch. Der sehr divers ausgewählte Cast wächst in Rekordtempo zu einer charmanten Einheit zusammen, in der das Zusammenspiel in den unterschiedlichsten Zusammenstellungen hervorragend gelingt. Die Serie ist vielleicht ein Ticken zu sehr auf Hauptdarsteller Rob Lowe ausgerichtet und Staffel 2 muss auch den anderen Figuren mehr Raum zum Atmen geben, aber das ist Klagen auf extrem hohem Niveau. Bereits jetzt hat diese Serie einen Platz in meinem Herzen.

"9-1-1: Lone Star" ansehen:

Zoey’s Extraordinary Playlist

Foto: Jane Levy, Zoey's Extraordinary Playlist - Copyright: 2019 NBCUniversal Media LLC/Lionsgate
Jane Levy, Zoey's Extraordinary Playlist
© 2019 NBCUniversal Media LLC/Lionsgate

Die Wartezeit auf diesen Neustart war definitiv am qualvollsten. NBC hat sich lange mit einer näheren Beschreibung zur Serie zurückgehalten und auch die erste Promo hat auf sich warten lassen. Dann gab es im Januar die Premierenfolge von "Zoey's Extraordinary Playlist" zu sehen, die mich wahrlich umgehauen hat, weil sie so pfiffig, frisch, unterhaltsam und berührend daherkam und dann wurden völlig unverschämt nochmal zwei Monate Pause gemacht. Im März ging es dann aber endlich wöchentlich weiter und ich habe jede Woche mit dieser neuen Serie genossen. Das Erzähltempo war bis zum Ende extrem hoch, es ist also wöchentlich Tacheles geredet worden. Zudem wurden die Geschichten zwischen Humor und Tränen vor Rührung stets perfekt in der Waage gehalten. Bei den Gesangsnummern hat sich gezeigt, dass nicht nur die besten Sänger dabei sind, aber darauf kam es nicht an, denn es wirkte echt und das zählt oftmals mehr als Perfektion. Hier könnte ich wohl ewig weiterschauen, weil es eine Serie ist, die in einer dichten Landschaft heraussticht.

"Zoey's Extraordinary Playlist" ansehen:

Abgesehen von diesen drei Serien habe ich noch in einige andere reingesehen: "All Rise", "FBI: Most Wanted", "Katy Keene", "Almost Family" (bereits abgesetzt), "Bluff City Law" (abgesetzt), "Sunnyside" (abgesetzt), "Council of Dads", "Lincoln Rhyme: Hunt for the Bone Collector" und "Perfect Harmony". Doch bei keiner von diesen ist es maximal über Episode 3 hinausgegangen. Bei "FBI: Most Wanted" und "Lincoln Rhyme" warte ich den Deutschlandstart ab und ansonsten werde ich bei "Council of Dads" und "Perfect Harmony" noch einmal reinschauen. Insgesamt bin ich aber mit den drei oberen Serien so zufrieden, dass ich die Neustarts dieser Season als erfolgreich für mich abhake.

Lena Donth - myFanbase

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