Ghosts - Review Staffel 4

Die vierte Staffel von "Ghosts" hatte wieder die übliche Länge von 22 Episoden. Ich muss allerdings sagen, dass mich die ersten Episoden nicht sonderlich gereizt haben, was wohl daran lag, dass klar war, man würde Isaac (Brandon Scott Jones) aus den Fängen von Patience (Mary Holland) retten. Wie mir die Staffel sonst noch gefallen hat, erfahrt ihr jetzt.
Der Cliffhanger aus der letzten Episode wurde ziemlich schnell aufgelöst. Das Auftauchen von Patience hätte ich nicht gebraucht, auch wenn es natürlich interessant war, zu erfahren, ob Isaac noch mehr Feinde hat. Aber die Figur ist nicht unbedingt eine, die zu Beginn wichtig für die Handlung gewesen wäre, zumal Isaac sein Verhalten nicht geändert hat. Patience war in meinen Augen eigentlich nur eine Antagonistin, die die Serie nicht gebraucht hat. Immerhin haben wir noch Elias Woodstone (Matt Walsh), der auch diesmal sein Unwesen treibt. Patiences Anwesenheit war eigentlich nur dazu da, zu unterstreichen, wie weit sich die Geister seit Sams (Rose McIver) und Jays (Utkarsh Ambudkar) Ankunft weiterentwickelt haben. Daher empfand ich es auch eher als einen kleinen Rückschritt, wie leicht sie durch Patience manipulierbar waren und Sam als Hexe verurteilt haben. Aber was soll ich sagen, es war eine Halloween-Episode, bei der solche 'unlogischen' Dinge nun einmal vorkommen und bei denen mal die Augen zugedrückt werden, damit es thematisch passt. Witzig war allerdings die Erwähnung von "Bridgerton" und die hektische wie panische 'Rettungsaktion', bei der ich mich ziemlich über Jay amüsiert habe. Gerade weil er die Geister nicht sehen kann und die Kommunikationen mit diesen dadurch erschwert wird, liegt hier genau der Witz darin.

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Apropos kommunizieren mit den Geistern. Ich habe den Eindruck, dass es mit jeder weiteren Staffel besser klappt. Das liegt wahrscheinlich auch daran, weil man sich immer besser kennenlernt, auch wenn Jay nur Notizen macht, hat er dadurch bestimmte Merkmale zu den einzelnen Geistern, wodurch er sie leicht erkennen kann. Ich hatte bereits im Vorfeld gelesen, dass Jay in dieser Staffel auf die Geister treffen wird, allerdings hatte ich keine Vorstellung davon, wie man das anstellen würde. Ich hatte erst angenommen, dass er kurzzeitig tot wäre, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass man noch einmal einen Körpertausch machen würde. Allerdings muss ich zugeben, dass es ein genialer Schachzug war, das an Weihnachten durchzuziehen und mit Pete (Richie Moriarty) einen Hauptcharakter und mit Nancy (Betsy Sodaro) einen Nebencharakter zu nutzen und das an Weihnachten, bei dem wir mit Champa (Sakina Jaffrey) und Mahesh (Bernhard White) Jays Eltern kennenlernen. Es war durchaus amüsant, weil man dadurch zum einen Sam bzw. Nancy als Sam neue Facetten gegeben hat und zum Anderen die Freundschaft zwischen Jay und Pete gestärkt hat. Weihnachten ist das Fest der Liebe und dass Jay in Kauf nimmt, zeitweise ein Zombie zu sein, damit Pete (Richie Moriarty) ein letztes Weihnachtsfest mit seiner Tochter Laura (Holly Gauthier-Frankel) haben kann, bevor sie nach Australien zieht, ist eigentlich die Kernaussage von Weihnachten. Genauso wie das Zuhören, weshalb Jay seinem Vater und dem Restaurant eine besondere Ehre erteilt. Überhaupt haben wir in dieser Staffel einige Familienmitglieder von Sam und Jay kennengelernt. Wobei ich sagen muss, dass Sams Vater Frank (Dean Norris) nicht besonders sympathisch daher gekommen ist, weswegen ich durchaus verstehen kann, warum die beiden ein eher kompliziertes Verhältnis haben.

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Wenn wir schon mal bei Familienmitgliedern sind, bleiben wir doch gleich dabei. Zwar kennen wir Albertas (Danielle Pinnock) Nachfahrin Alicia (Ashley D. Kelley) schon. Es ist aber schön gewesen, dass wir sie noch einmal wiedersehen durften und die Geschichte weitererzählt wurde. Dadurch haben wir auch gleich noch etwas über Alberta erfahren, dass sie ihren damaligen Freund Walter (Justin Hurtt-Dunkley) hat sitzen lassen. Vielleicht ist das auch ein Teilgrund, weshalb sie noch immer in der Zwischenwelt feststeckt. Offenbar hat man nämlich noch eine Aufgabe, bevor man ins Jenseits befördert wird. Das führt mich direkt zu Trevor (Asher Grodman). Dieser wirkte in den ersten beiden Staffeln immer arrogant und oberflächlich. In dieser Staffel bekommen wir gleich mehrere Aspekte, die diesen Charakter so unglaublich liebenswert machen und man schafft es auch diesmal, ganz wunderbar den Humor einzubinden und quasi eine Legende mit einer fiktiven Legende zu vereinen. Ich kann durchaus verstehen, dass jeder und jede etwas hinterlassen möchte. Besonders, weil Trevor so jung gestorben ist. Im weiteren Verlauf der Staffel lernen wir auch eine völlig neue Seite an ihm kennen und dass er etwas vor seinem Ableben hinterlassen hat.
In dieser Staffel ging es allerdings auch um Akzeptanz und gesehen zu werden. Für beides hat man Hetty (Rebecca Wisocky) in den Fokus gerückt und quasi hat man die erste Staffelhälfte auch gut darauf hingearbeitet, dass ihre Geisterkraft aktiviert wird. Pete hat eine liebevolle, jedoch auch eine etwas nervige Art an sich, sodass er in dieser Staffel besonders mit seiner Geisterkraft geprahlt hat. Hetty ist so ziemlich der letzte Geist, dessen Kraft erst jetzt bekannt wurde. Ich fand es sehr clever gemacht, dass man bei den jeweiligen anderen Figuren die Geisterkraft noch einmal unterstrichen hat. Das Witzige an Hettys Kraft war jedoch, dass sie erst einmal ihre Nationalität anerkennen und akzeptieren musste, bevor ihre Kraft sichtbar wurde – im wahrsten Sinne des Wortes. Dass sie Irin ist, passt ihr nicht so. Allerdings hat das noch einmal unterstrichen, wie liebenswert und beschützend Thor (Devan Chandler Long) ist, der schon lange um Hettys Nationalität wusste. Durch Hettys Kraft hat man auch noch Jays Cousin Sunil (Asif Ali) kennengelernt. In gewisser Weise hat man hier auch einen Running-Gag eingebaut, hat man doch mit Hetty einen weiteren Geist, der romantisches Interesse an einem Familienmitglied von Jay hat. Im Vorfeld hat sich auch Schauspielerin Rebecca Wisocky zu Hettys Entwicklung geäußert und ihre Gedankengänge fand ich gut nachvollziehbar.

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Die Liebe kam in dieser Staffel allerdings auch nicht zu kurz. Wobei man hier sagen muss, dass es mir noch immer etwas um Isaac und Nigel leid tut. Aber wer weiß, was sich in der neuen Staffel noch entwickeln wird. Neue Entwicklungen gab es auch bei Sass (Román Zaragoza), was mich wirklich für ihn freut, dass er mit Joan (Taylor Ortega) eine Freundin hat, die wunderbar zu ihm passt. Und dann gibt es da noch Pete und Alberta, was ich letztlich doch sehr überraschend fand. Mal sehen, welche möglichen Schwierigkeiten in der neuen Staffeln auf sie zukommen werden. Die Gefahr hat sich bereits mehrfach angekündigt. Elias hat nun als seine unsichtbaren Klauen in Jay geschlagen. Ich bin gespannt, ob die Geister gemeinsam stark sind, damit Jay seine Seele wiederbekommt. Ich gehe mal davon aus, dass Patience eine Art Geheimwaffe ist. Ihr Auftritt im Staffelfinale hat mir gut gefallen, da sie nicht als Antagonistin fungiert hat, sondern sie wollte vor Elias und der Gefahr warnen, die von ihm ausgeht. Sehr clever war dabei auch, Sams und Isaacs Buchvorstellung und die Fähigkeiten beider Charaktere einzubinden. Elias war für Jay nicht die einzige Gefahr. Mit Kyle (Ben Feldman) hatte man noch eine weitere Person, die Geister sehen konnte. Ich fand es etwas schade, dass es sich dabei lediglich um einen Gastauftritt handelte und man diesen auch noch so beenden musste, dass Jay Recht behielt und Kyle tatsächlich etwas von Sam wollte. Ich hätte es besser gefunden, wenn die beiden lediglich eine platonische Beziehung gehabt hätten, die nur auf ihrer gemeinsamen Fähigkeit beruht.
Fazit
Die vierte Staffel von "Ghosts" hat ihre Sache wieder extrem gut gemacht, Handlungen vorangetrieben, neue Facetten der Charaktere gezeigt und wunderbar die Balance gehalten, was eine gute Serie ausmachen sollte. Und das alles gepaart mit einem Cliffhanger, der für eine interessante und unterhaltsame neue Staffel sorgen wird.
Die Serie "Ghosts" ansehen:
Daniela S. - myFanbase
Kommentare
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Aktuelle Kommentare
01.03.2026 14:49 von Daniela
56 Tage: 56 Tage
Ja, wird es. Kann allerdings noch ein bisschen dauern. :) mehr
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04.03.2026 18:28 von Catherine
Reviews: A Knight of the Seven Kingdoms - Review Staffel 1
Also dieser Hau-Drauf-Humor mit dem Durchfall oder zu... mehr