DVD-Rezension: Jane the Virgin, Staffel 1

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Seit 2014 bezaubert Gina Rodriguez die amerikanischen Fernsehzuschauer als "Jane the Virgin", was Ihr sogar einen Golden Globe einbrachte. Die, von Kritikern hochgelobte, Dramedy, über eine künstlich befruchtete Jungfrau, erfreute, letztes Jahr, auch die deutschen Zuschauer auf sixx und ist nun auch endlich auf DVD erhältlich.

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Die 23-jährige Jane Gloriana Villanueva (Rodriguez) arbeitet in einem Hotel und träumt davon Schriftstellerin zu werden. Schon als Kind entschied sie sich dazu, ihre Jungfräulichkeit bis zur Ehe zu bewahren. Grund dafür ist ein Gespräch mit ihrer konservativen Großmutter Alba (Ivonne Coll), deren Tochter Xiomara (Andrea Navedo), Janes Mutter, bereits mit 16 Jahren schwanger wurde etwas, das Jane auf keinen Fall möchte. Auch ihr Verlobter Michael (Brett Dier), ein Polizist der örtlichen Kriminalpolizei, zeigt dafür Verständnis.

Auf einer Party des Hotels, in dem Jane angestellt ist, trifft sie Rafael Soldano (Justin Baldoni), mit dem sie vor Jahren einen romantischen Moment teilte. Am nächsten Tag hat Jane einen Termin bei ihrer Frauenärztin, Dr. Alver (Yara Martinez), die von ihrer Freundin betrogen wurde und deshalb nicht konzentriert bei der Sache ist. Dadurch geschieht ihr ein folgenschwerer Fehler. Sie verwechselt Jane mit einer anderen Patientin, weshalb Jane aus Versehen künstlich befruchtet wird.

Zwei Wochen später stellt Jane schockiert fest das sie schwanger ist und das ausgerechnet von ihrem Chef und ehemaligen Schwarm Rafael. Die befruchteten Eizellen waren aufgrund einer Krebserkrankung seine letzte Chance auf Kinder und sollten eigentlich seiner Ehefrau Petra (Yael Grobglas) injiziert werden, was Janes Entscheidung nicht leichter macht. Verkompliziert wird der Entscheidungsprozess durch Janes wachsende Gefühle für Rafael, ihrem eifersüchtigen Verlobten Michael und der hinterhältigen Petra, die um jeden Preis ihre Ehe retten will.

Als wäre das nicht Drama genug, trifft Xiomara auch noch auf Rogelio de la Vega (Jaime Camil), ein berühmter Telenovela-Star und Janes Vater, von dem Xo ihrer Tochter aber nie was erzählt hat. Das möchte Rogelio nun ändern und drängt seiner Ex-Geliebten dazu ihr die Wahrheit zusagen. Währenddessen wird Roman Zazo (Alano Miller), Petras Affäre und Rafaels bester Freund, ermordet im Hotel aufgefunden und ein Drogenboss, dessen Identität niemand kennt, treibt sein Unwesen in Miami.

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Rezension

Als ich mir zum ersten Mal die Beschreibung zu "Jane the Virgin" durchlas, war ich mir nicht sicher, ob es sich dabei um einen Scherz handelte oder diese Serie wirklich entstehen sollte. Die Grundprämisse schien so trashig und lächerlich, dass ich mir sicher war, dass daraus nichts Gutes entstehen konnte. Also ignorierte ich die Serie erst mal weitestgehend. Als ich dann die guten Kritiken zur Serie gelesen hatte, Gina Rodriguez als erste Darstellerin einer CW-Serie einen Golden Globe gewann und ich einige Ausschnitte aus der Serie sah, setzte ich sie doch auf meine Watchlist. Der ausschlaggebende Faktor war dann aber letztendlich die Pop-Sängerin Britney Spears, die in der zweiten Staffel einen Gastauftritt hatte.

Da ich, als großer Fan der Sängerin, diese Episode auf keinen Fall verpassen durfte, ich es aber hasse eine Serie mittendrin anzufangen und sie sowieso auf meiner Watchlist stand, entschied ich mich an einem ruhigen Nachmittag dazu, der Serie endlich eine Chance zugeben - ich habe es bis heute nicht bereut. "Jane the Virgin" begeisterte mich auf Anhieb mit ihrem Charme, Witz und den liebenswerten Charakteren. Die Serie ist aufgebaut wie eine Telenovela, parodiert diese aber gleichzeitig - eine Mischung, die ich bisher noch nirgendswo gesehen habe und die fantastisch funktioniert. Die Voice-Over und Text-Einblendungen sind ebenfalls ein witziges und originelles Stilelement, das für einige Lacher sorgt.

Was die Serie aber wirklich ausmacht, sind die bezaubernden Charaktere und ihre Beziehung zueinander, die wohl nicht zufällig an "Gilmore Girls" erinnern. Autorin und Produzention Jennie Snyder Urman war ebenfalls für die siebte Staffel der Dramedy-Serie, mit Lauren Graham und Alexis Bledel, tätig. Wie Lorelai und Rory sind auch die Villanueva-Frauen ein Herz und eine Seele und sorgen regelmäßig für lustige, aber auch rührende Momente. Auch Rogelio, den man durch seine kindliche Art nur liebgewinnen kann, ist ein wichtiger Teil der Familie.

In vielen Drama-Serien werden Storylines oftmals ewig in die Länge gezogen, bis der Zuschauer nur noch genervt vor dem Bildschirm sitzt und sich lieber mit seinem Smartphone beschäftigt, statt mit der eigentlichen Episode. Bei "Jane the Virgin" ist dies zum Glück nicht der Fall, was ein weiterer Pluspunkt und eine willkommene Abwechslung ist. Zum Beispiel dauert es nur fünf Episoden bis Jane sich zwischen Rafael und Michael entscheidet und innerhalb von zwei Episoden erfahren zuerst die Zuschauer die Identität des gefürchteten Drogenbosses und daraufhin auch der Rest der Charaktere.

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Trotz des rasanten Erzähltempos und der schnellen Auflösungen mancher Storylines entwickeln diese sich dennoch immer weiter und sorgen weiterhin für Spannung, nicht zuletzt durch die vielen Wendungen, die zu einer Drama-Serie nunmal dazugehören. Manche mögen kritisieren, das die Serie wenig realistisch sei, aber niemand sollte das von einer Telenovela erwarten. Und die Balance zwischen übertriebenen Momenten und echten Emotionen gelingt der Serie erstaunlich gut.

Wer lieber auf düstere Dramen steht, der wird an "Jane the Virgin" kein Gefallen finden, denn auch wenn oftmals ernstere Themen, wie Mord, Abschiebung oder Fehlgeburten angesprochen werden, verliert die Serie nie ihr positives Feeling und das ist etwas, das es heutzutage immer seltener in der Serienwelt gibt.

Die DVD-Box besteht aus fünf Discs, die sich einer dünnen Hülle befinden, wie es für Serien-Veröffentlichungen von Warner Bros. üblich ist. Das Cover ziert ein rosa Promobild von Hauptdarstellerin Gina Rodriguez und auf der Rückseite befinden sich die Inhaltsangabe, Auflistung der Extras, drei Episodenbilder, sowie technische Daten.

Specials

Die Specials sind, vor allem, wegen dem herzlichen und humorvollen Cast ein Highlight für alle Fans. In den beiden Featurettes "Unbefleckte Empfängnis" und "Die Darsteller" gibt es interessante Hintergrundinformationen zur Serie und wem fast 900 Minuten "Jane the Virgin" noch nicht genug sind, sollte ein Blick auf die nicht verwendeten Szenen werfen. Wie bei den meisten DVD-Specials sind aber auch hier die witzigen, verpatzten Szenen das wahre Highlight.

Technische Details

Erscheinungstermin: 25. Februar 2016
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 892 Spielminuten (22 Episoden)
Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
Sprachen (Tonformat): Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital Surround 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch

Fazit

Auch wenn die Grundprämisse von "Jane the Virgin" auf den ersten Blick lächerlich erscheinen mag - dahinter verbirgt sich eine witzige und herzliche Dramedy-Serie mit liebenswerten Charakteren und interessanten Storylines. Die DVD-Box hebt sich zwar nicht von anderen Serien-Veröffentlichungen ab, ist aber eine Bereicherung für jede Fansammlung.

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Kevin Dave Surauf - myFanbase

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