Bewertung

Review: #2.05 Hilfe

Wieder eine etwas bessere Folge, nachdem die letzte Episode einfach nur lahm war und kaum gute Gags bot. Meine Befürchtungen, die Storyline um die "Newly Sisters" könnte in dieser Folge vertieft werden, haben sich glücklicherweise nicht bestätigt. Denn darauf wurde gar nicht mehr eingegangen. Und das ist doch schon mal was.

Die Episode begann schon mal sehr viel versprechend, als Samantha nicht wusste, was sie tun sollte und dann einfach los fuhr, als sie in das alles sagende Gesicht des Polizisten blickte. Einfach HERRLICH. Nicht weniger gut amüsierten auch die Szenen, in denen Sam sich Gedanken darüber macht, wie hart sie bestraft werde, dass sie deshalb sicherlich ins Gefängnis kommen wird und sich dort auch noch mit Kleintieren füttern lassen müsse. Wie immer schießt die Serie ein wenig über das Ziel hinaus, aber mal ganz vom Logikfaktor abgesehen, macht das den Charme von "Samantha Who?" aus: verrückte Sam, die mit verrückten Alltagsproblemen konfrontiert wird. Dass sie nicht ins Gefängnis kommen würde, war zu erwarten, obwohl das sicherlich für eine gewisse Zeit auch sehr witzig gewesen wäre.

Zu Hilfsarbeit verdonnert, trifft Samantha dann noch ihren "Schützling", Natalie, gespielt vom Film- und Fernsehstar (vor allem bekannt aus Serien wie "Full House" oder "Weeds") Mary-Kate Olsen. Die Interaktion zwischen den beiden Schauspielerinnen war unglaublich gut und die Szenen sehr nett, was sogar die sonst tollen Momente mit Dena gewaltig in den Schatten stellte. Die Idee zur Story gefiel mir ebenfalls sehr gut. Nicht originell, aber okay. Denn immerhin haben die Autoren die Folge recht schön ausgeschmückt und sie sympathisch gestaltet. Die Enttäuschung, dass Samantha Natalie doch nicht ändern konnte, weil die, wie Andrea es am Ende passend ausdrückte, nicht geändert werden wollte, war sicher groß. Ich verstehe, dass Sam den Drang oder besser gesagt den Wunsch verspürt, anderen Menschen zu helfen, die nicht das Glück besitzen, eine Familie und Freunde zu haben, die hinter ihnen stehen. Das ist wohl der tiefere Sinn der Storyline, aber das kann man für gewöhnlich bei einer Comedy je nach Situation anders sehen.

Dass sich aber eben Menschen auch einfach nicht ändern lassen wollen, ist für Samantha wohl eine neue Erfahrung. Und auch wenn ich es bewundere, dass sie versucht, anderen Menschen zu helfen, hat sie immer noch ihren eigenen Scherbenhaufen, ihr Leben also, von dem sie nur über ein knappes Zehntel Bescheid weiß. Deshalb wünsche ich mir bitte doch, dass sie in den kommenden Episoden wieder mehr Zeit darin investiert, ihr eigenes Leben in den Griff zu bekommen, bevor sie schon wieder zur nächsten Person selbstlos hin oder her rennt.

Was gab es sonst noch? Die Story um Todd und Howard, die zwei Männer der Serie, die bisher eigentlich reichlich wenig miteinander zu tun hatten. Die Idee ist wieder einmal sehr nett, nur die Umsetzung ist auf jeden Fall schief gegangen. Jedenfalls konnte mich der Plot nicht wirklich überzeugen. Die "Chemie" zwischen beiden Schauspielern ist gleich null, möglicherweise kommt das auch nur eben deswegen, weil sie insgesamt so wenige Szenen zusammen haben. Ob Todd sich Howards Rat zu Herzen nimmt, wird die kommende Episode zeigen. Viel ändern wird sich an der derzeitigen Situation aber wohl nichts. Samantha ist ja im Moment mit dem Huckepack-Owen zusammen. Ob die Autoren den wieder vergessen haben?

Eine durchwachsene 7-Punkte-Episode. Zwei Punkte Abzug deswegen, weil die Story um Todd und Howard so richtig nichtssagend war und die Umsetzung zu Wünschen übrig ließ. Sonst bin ich zufrieden und hoffe, dass die nächste Episode nicht schon wieder an das enttäuschende Niveau der vergangenen Episode anschließt.

Niko Nikolussi - myFanbase

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