Bewertung: 8

Review: #3.23 Das Ende einer wundervollen Freundschaft

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© 2010 ABC Studios

Nach diesem spannenden Cliffhanger der letzten Folge, konnte ich es kaum abwarten die nächste Folge zu sehen. Diese konnte mich fast komplett mit ihren Handlungen und Emotionalen überzeugen, wenn da nicht der etwas bittere Nachgeschmack der letzten Szene gewesen wäre, der mich doch etwas stört.

Doch kein Medikament

Nachdem William in der letzten Folge wieder aufgetaucht ist und Naomi alles daran setzte, von Fife dessen Medikament für ALS zu bekommen, willigt William ein, dieses zu nehmen. Doch wie man sehen konnte, entschied er sich dagegen. Grund dafür ist wohl, weil er erkannt hat, dass Fife ebenso Gefühle für Naomi hegt und sie freigeben möchte, um keine spätere Belastung zu sein. Es zollt durchaus von Charakter eine Frau freizugeben, die man liebt und dann noch für einen anderen. Schön dabei zu sehen war aber auch, dass William auf Maya Rücksicht nimmt, die durch den Autounfall schwer verletzt wurde und er nicht möchte, wenn sich Naomi schlecht fühlt. Deshalb bittet er seinen Konkurrenten Fife zu sagen, es würde William gut gehen solange der Zustand von Maya noch kritisch ist.

Schlägereien

Durch die aufgestauten Emotionen, denen die Ärzte in dieser heiklen Situation ausgesetzt sind, ist es nahezu verständlich, wenn es zu solchen Auseinandersetzungen wie bei Sam und Pete kommt, der ihm verschweigt, den Unfallfahrer auf dem Tisch zu haben. Ich denke, man kann sowohl Sam als auch Pete verstehen. Wie Charlotte sagte, haben Ärzte einen Eid geleistet, den man einhalten muss. Daher fand ich es gut, dass Pete zu einer Notlüge griff, da die Wahrheit keinem geholfen hätte. Sam war in der Lage, den Mann zu operieren und war dadurch abgelenkt, um sich weitere schlimme Gedanken um seine Tochter zu machen. Trotzdem kann man nachvollziehen, warum er Pete wenig später dennoch eine verpasst hat und dieser ihm nicht einmal böse war.

Eine baldige Schlägerei hätte auch Sheldon angezettelt, der vollkommen entsetzt war, dass Cooper und Charlotte heiraten wollen. So emotional diese Folge insgesamt auch war, doch hier musste ich doch lachen. Sheldons Gesichtsausdruck nach der Ankündigung der baldigen Hochzeit, fand ich witzig. Scheinbar wusste er nicht richtig, wie er sich jetzt verhalten, beziehungsweise was er dazu sagen sollte. Aber daran ist er auch selbst in gewisser Weise schuld. Leider hat er den Mund gegenüber Charlotte nicht aufbekommen, um ihr seine Gefühle zu gestehen.

Ende eine Freundschaft?

Naomi ist eigentlich ein Charakter, dem ich nicht allzu viel abgewinnen kann. Doch in dieser Folge hatte ich sehr großes Mitgefühl mit ihr, was nicht nur mit Mayas Unfall zu tun hatte. Vielmehr war es das emotionale Gespräch, welches sie mit Addison führte, was mich zu Tränen rührte. Ich kann nicht behaupten, Naomi war mir im Verlauf dieser Staffel sehr sympathisch. Doch ihre Entschuldigung an Addison hat mich sehr gut gefallen und man konnte die Ehrlichkeit in ihren Worten wiedererkennen, was zum Glück dazu führte, dass Addison ihr verziehen hat. Im Grunde haben die beiden eine wunderbare Freundschaft, wie man sie sich wünscht und ich hoffe, wir bekommen in der nächsten Staffel mehr davon zusehen.

Mit dem Ende der Freundschaft rechnet auch Dell, der sich Vorwürfe macht, weil er den Wagen gefahren hat, der Maya in diesen Zustand versetzt hat. Auch hier gefiel mir Naomi sehr gut, da sie erkennt, dass Dell gar nichts dafür kann und versucht, ihm die Vorwürfe zu nehmen. Alles andere wäre in meinen Augen nicht gut gewesen, da Dell wirklich nichts für diesen Unfall konnte.

Die Leidtragende

Das ist zweifelsohne Betsey. Erst verliert sie ihre Mutter Heather, von der sie sich nicht einmal verabschieden konnte und wenige Monate später muss sie dasselbe noch einmal durchmachen und wird zur Vollwaisen gemacht. Man kann nur hoffen, dass ihre Tante eine warmherzige Frau ist und Betsey genügend Trost für deren Verlust spendet. Denn ich kann mir nicht so richtig vorstellen, ob Dell recht behält, und seiner Tochter nichts Schlimmes mehr widerfährt. Es bleibt ihr nur zu wünschen. Ich denke, Violet und die anderen haben ihr bereits schon Halt gegeben, den sie auch braucht.

Als Leidtragende könnte man auch Amelia betrachten. Erst operiert sie Maya, deren Chancen nicht optimal stehen und das obwohl sie noch nicht einmal zum Team gehört und wenig später noch Dell, der ihr auf dem Tisch wegstirbt. Das bietet aber auch genügend Handlungsspielraum für die neue Staffel, wenn man sie weiterhin im Cast sehen darf, was ich sehr begrüßen würde. Zudem wäre es interessant zu sehen, wie sie damit umgeht, Dell nicht retten zu können.

Die Liebe

Diese spielte auch eine enorm wichtige Rolle. Durch Betseys Verlust erkannten Pete und Addison, dass Pete viel mehr zu Violet gehört und sich mit ihr zusammen um Lucas kümmern sollte. Man darf also Positives für die beiden hoffen.

Ebenso hofft man für Charlotte und Cooper, der endlich seine Gefühle offenbarte und dafür keinen Korb bekommen hat. Ich finde die beiden so süß zusammen, dass es mir immer wieder eine große Freude bereitet, ihnen bei ihrer Beziehung, die sich noch immer im "Aufbau" befindet zuzusehen. Schön war dabei, wie sprachlos Charlotte war, nachdem Cooper ihr den Ring zeigte und sie daraufhin erkennen musste, wie ernst es Cooper ist.

Keine Ernsthaftigkeit hat da eher die Beziehung von Sam und Addison. Mich störte es nicht, als Addison ihn aufsuchte und sie sich gegenseitig gestanden, wie glücklich sich die beiden machen. Doch einen großen Minuspunkt gibt es: Nämlich, dass sie auch noch miteinander schlafen mussten, so kurz nachdem Dell verstorben ist.

Fazit

Diese Folge trieb mir die Tränen vor Rührung und Trauer in die Augen, und hätte somit auch die volle Punktzahl verdient. Doch die letzte Szene von Sam und Addison empfand ich als so störend, dass ich einen Punkt abziehen muss.

Daniela S. - myFanbase

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