Bewertung: 5

Review: #7.11 Madame Leota will wieder leben

Foto: Alison Fernandez, Once Upon a Time - Copyright: MG RTL D / 2017 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.
Alison Fernandez, Once Upon a Time
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Was in #7.10 Blut für den Fluch der Hexen etwas chaotisch begann, wird in dieser Episode nicht weniger verwirrend weitergeführt. Im Fokus steht erneut der unfertige Hexenzirkel und Gothels/ Eloises Bestreben, diesen zu vervollständigen. Rundherum fügen sich die anderen Teile der Handlung eher schlecht als recht ins Bild.

Secret Garden

Die Flashbacks zeigen – wie man es gewohnt ist – viele Parallelen zur Gegenwart und in beiden Versionen bekommen wir zu sehen, wie eine Mutter über den eigenen Schatten springt, um die Tochter zu retten. Das ist an sich eine schöne Geste, bei der es jedoch an der Umsetzung hapert. In den Flashbacks erscheint es ziemlich kindisch, wie zänkisch Zelena und Robin miteinander umgehen. Zwar haben wir diese Charaktereigenschaft schon häufig an Zelena gesehen, dennoch ist es nicht nachvollziehbar, weshalb Zelena sich so flapsig und unstet gegenüber ihrer eigenen Tochter verhält. Das spiegelbildliche Verhalten von Robin, die nicht weniger kratzbürstig reagiert, ist genau so wenig schmeichelhaft. Es wirkt besonders deshalb so unnötig, weil wir ja wissen, dass Zelena sich mit dem sieben Jahre älteren Ich ihrer Tochter bestens zu verstehen scheint. Eine ähnliche Abneigung wurde uns die gesamte erste Staffelhälfte über zwischen Victoria/ Rapunzel und Ivy/ Drizella gezeigt. Auch der Zank dieser beiden wirkt immer oberflächlicher, bedenkt man, dass Rapunzel ihrer Tochter allein deshalb grollt, weil sie nach der jahrelangen Abwesenheit ihrer Mutter dankbar eine neue Mutterfigur angenommen hatte, wohingegen Drizella nach dem Weggang von Cinderellas Mutter nur deshalb schlecht von ihrer eigenen Mutter dachte, weil jene ihre ältere Schwester bevorzugte. Diese unnötige Reiberei schiebt man in dieser Episode jedoch beiseite und sorgt für eine Versöhnung zwischen den Müttern und Töchtern. Während das bei Zelena und Robin glimpflich endet und Zelena sogar ihre Magie zurückerhält, bezahlt Victoria mit ihrem Leben. Es hat mich sehr überrascht, dass die Hauptfigur nach der Hälfte der Staffel nun stirbt, was aufgrund der überzeugenden Flashback-Episoden in Rapunzels Vergangenheit wirklich schade ist. Nun stellt sich die Frage, wie Ivy mit dem Verlust umgehen wird und ob sie sich jetzt auf die Seite der Helden stellt, um Gothels Machenschaften zu vereiteln. Worum genau es sich bei diesen Machenschaften handelt, weshalb sie Lucy ins Reich der Lebenden zurückgebracht hat und welchen Vorteil ihr der Hexenzirkel bringt, wird jetzt wohl den Rest der Staffel bestimmen. Auch wenn ich grundsätzlich Interesse an Gothel habe, erscheint mir die Undurchsichtigkeit, die diese allmächtige Figur umgibt, als etwas unzufriedenstellend. Das gilt auch für Madame Leota, die für mich keine so leicht definierbare Märchenfigur ist, als dass ich wüsste, weshalb Gothel sie unbedingt an ihrer Seite sehen will. Ebenfalls sehr merkwürdig empfand ich die Art, mit der Eloise Anastasia davonschickte, fast schon wie hypnotisiert ging das Mädchen davon. Über wieviel Magie verfügt Eloise in Hyperion Heights denn nun? Und ist Anastasia eigentlich mehr, als jedermanns Marionette?

Relativ eng mit der Handlung verknüpft ist die Zusammenarbeit von Weaver und Rogers, die dafür sorgt, dass Rogers an Eloise zu zweifeln beginnt. Mal schauen, ob die beiden ein gutes Team abgeben und wie weit Weaver Rogers Einblick gewähren wird. Ich hoffe sehr, dass man bei Rogers und Hook bald noch etwas in die Tiefe geht, bisher hält man sich noch sehr bedeckt, was die Trennung von Alice/ Tilly angeht.

Im Krankenhaus bekommen wir es indes noch mit einem Mord zu tun, nachdem Lucys Ärztin herausgefunden hat, dass Jacinda & Henry und nicht Jacinda & Nick die Eltern von Lucy sind. Momentan ergibt sich für mich keine spontane Antwort darauf, warum jemand geheim halten sollte, dass Nick nicht der Vater ist, denn diese Geste spricht eindeutig dafür, dass eine nicht vom Fluch betroffene Person hinter dem Mord steckt, doch mir fällt niemand ein, der etwas von dieser Vertuschung haben könnte. Erneut empfand ich es indes als eigenartig, dass Nick im Gegensatz zu Henry nicht an Lucys Krankenbett saß.

Fazit

Nachdem aufgeklärt wurde, wer den dunklen Fluch dieses Mal ausgesprochen hat, wird der Mittelpunkt der Geschichte neu ausgerichtet und man fokussiert sich noch stärker auf Gothel. Das funktioniert leider nicht sonderlich gut, da man bisher schon sehr viele Geschichten angestoßen hat, die alle noch immer recht unvollendet sind und dadurch zu stark in der Luft hängen.

Marie Müller - myFanbase

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