Episode: #2.04 Offener Vollzug

Boyd wird erneut von seiner Vergangenheit eingeholt und bekommt ein Angebot, was aber einen Konflikt zu seiner Vereinbarung mit Ava darstellen würde. Raylan stiftet Unruhe in der Bennett-Familie, und seine Kollegin Rachel sieht sich ihrem Schwager gegenüber, der im offenen Strafvollzug lebt und unbedingt seinen Sohn sehen will.

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Margo Martindale, Justified
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Die Bennetts grillen im Garten und musizieren, als Raylan vorfährt. Er erwähnt Doyle gegenüber eine Task Force, ohne genauer zu erklären, worum es geht – man werde es dem Polizisten schon mitteilen. Raylan gibt Mags einen Kuchen und hat Kleinigkeiten für die Kinder mitgebracht. Dann bittet er Mags um ein Gespräch, in dem ihr mitteilt, dass er weiß, dass ihre Söhne etwas mit dem Oxycodon-Handel zu tun haben, obwohl er nichts Handfestes gegen sie in der Hand hat. Mags reagiert mit Wut und unterstellt Raylan, dass seine Beschuldigungen etwas mit der gemeinsamen Geschichte der Familien zu tun haben. Sie spielt offensichtlich auf etwas an, was dafür verantwortlich ist, dass Dickie nicht mehr richtig gehen kann. Raylan bleibt ruhig und meint, er wolle nur nicht, dass die Dixie Mafia Probleme macht.

Kaum ist Raylan weg, fährt Mags ihre Söhne an, ob sie noch klar bei Verstand seien. Es sei ihr egal, was sie sich dabei gedacht haben, wichtig sei nur der "größere Plan", der nicht funktioniere, wenn ein Federal Marshal bei ihnen herumschnüffelt. Sie verlässt aufgebracht die Runde und Dickie und Coover sprechen sofort darüber, wie sie Raylan loswerden können. Doyle hingegen versucht ihnen klarzumachen, dass Mags es nicht so gemeint haben kann, weil der Mord an einem Marshal zu viel Staub aufwirbeln würde.

Boyd hört relativ laut Musik und liest. Ava kommt zu ihm und er dreht für sie die Musik ein wenig zurück. Sie bittet ihn daraufhin relativ kokett, ob er nicht lieber auf der Terrasse lesen will. Im Freien unterhalten sich die beiden unbeschwert miteinander, als ein Truck vorfährt. Boyd rät Ava, zurück ins Haus zu gehen. Bei dem unangemeldeten Besuch handelt es sich um Kyle, bei dem sich Boyd für sein Verhalten entschuldigt. Kyle hat noch zwei weitere Männer mitgebracht und meint, er sei nicht wegen seines Zwischenfalls mit Boyd gekommen.

Ein junger Mann, Clinton, macht sich offenbar für einen wichtigen Anlass fertig. Er steckt ein Spielzeug in eine Tüte und will sich auf den Weg machen, wird aber noch einmal in ein Büro gerufen. Der Mann, der ihn dort erwartet, spricht Clinton darauf an, dass dieser seine Pflichten vernachlässigt und die Toiletten nicht geputzt habe. Zur Strafe soll er nun die Inventur machen. Clinton bittet darum, das wegen seiner Pläne zu verschieben, denn anscheinend will er zu einem Geburtstag. Allerdings stößt er mit seiner Bitte auf taube Ohren. Der junge Mann wird wütend und fährt sein Gegenüber an, woraufhin ihn der Mann für dreißig Tage suspendiert, der anscheinend Teil eines Programmes für Straftäter ist. Clinton rastet daraufhin vollkommen aus und schlägt mit einem Telefonhörer so lange auf sein Gegenüber ein, bis dieses sich nicht mehr bewegt.

Raylan betritt das Büro von Emmitt Arnett, der seinerzeit in den Zwischenfall mit Gary und Wynn Duffy verwickelt war. Raylan fragt ihn, ob er wirklich nicht mehr mit der Dixie Mafia zu tun habe und erpresst ihn gleichzeitig mit dem Wissen um die kriminelle Vergangenheit des Immobilienmaklers. Arnett meint, Raylan solle mit Duffy sprechen. Raylan rät Arnett, Duffy auszurichten, die Sache mit dem Bus-Überfall ruhen zu lassen.

Eine junge Frau findet das zusammengeschlagene Opfer Clintons, gefesselt, aber wach. Er meint, er wisse, wo Clinton ist, sie solle keine Polizei oder die Marshals anzurufen. Er will Clinton selbst zurückholen.

Winona sucht auf dessen Einladung hin Gary in seinem Büro auf. Sie sagt ihm, dass sie weiß, dass er mit Raylan gesprochen hat und dass sie sich fragt, warum. Gary beteuert, dass er Winona wirklich wieder für sich gewinnen möchte, was nur mit Wahrheit und Aufrichtigkeit funktioniere. Daraufhin stellt er jedoch in den Raum, dass er die Scheidung möchte.

Nachdem ein Anruf aus einer offenen Vollzugsanstalt beim Marshal Service eingegangen ist, wird klar, dass Clinton Rachels Schwager ist. Rachel vermutet, dass Clinton seinen Sohn Nick besuchen will, weil dieser Geburtstag hat. Art sieht von einer Fahndung ab, will aber nicht, dass Rachel die Leitung des Falls übernimmt. Raylan erkundigt sich unter vier Augen bei Art, was Clinton verbrochen habe. Es stellt sich heraus, dass Clinton für den Tod von Rachels Schwester verantwortlich ist.

Clinton trifft sich mit Flex, den er anscheinend von früher kennt. Dieser weigert sich, Clinton zu seinem Sohn zu fahren und auch, ihm Geld zu leihen. Clinton zieht daraufhin eine Waffe, schießt auf Flex' Hand und stiehlt ihm den Wagen.

Ava, die Boyds Gespräch mit Kyle am Tag zuvor mitgehört hat, stellt ihn zur Rede und fragt ihn, wie seine Antwort ausfallen werde. Er meint, er werde nein sagen. Ava macht klar, dass sie Boyd nicht bei ihr wohnen lassen werde, wenn er sich in kriminelle Machenschaften verwickelt. Er gibt ihr sein Wort, dass das nicht passieren wird.

Clinton will seinen Sohn von der Schule abholen, allerdings wird sein Wagen von Raylan aufgehalten. Clinton flüchtet und obwohl Raylan auf das Auto schießt, kann er Clintons Flucht nicht verhindern. Indessen blödelt Nick im Marshals Office mit Rachel herum.

Winona fängt Raylan vor dem Büro ab und meint, dass es ihr nicht gut gehe. Anscheinend hat Gary die Scheidung nur vorgeschlagen, um Winona von der Hypothek des Hauses zu befreien. Raylan bewundert Garys Plan, immerhin kalkuliert Winonas Noch-Ehemann mit dem schlechten Gewissen seiner Frau, weil sie diejenige war, die so ein großes Haus haben wollte und deshalb einer Scheidung vermutlich nicht zustimmen wird.

Rachel macht sich auf den Weg zu ihrer Mutter. Art bittet Raylan, sie zu begleiten. Der Marshal will von seiner Kollegin wissen, wie ihre Schwester gestorben ist. Rachel erzählt, dass Clinton unter Drogeneinfluss einen Autounfall verursacht hat, bei der ihre Schwester ums Leben gekommen ist. Beim Haus von Rachels Mutter angekommen, finden sie die Frau gefesselt am Boden. Dennoch verteidigt die ältere Frau ihren Schwiegersohn, der ihr Auto und ihre Waffe gestohlen hat. Er habe versucht, das Leben seiner Frau zu retten, die an einer Oberdosis gestorben ist. Mitten in der Diskussion erhält Raylan einen Anruf, dass Clinton das Marshal Office angerufen habe. Er wolle mit Rachel verhandeln.

Clinton sitzt in einem Diner und wird von dem Mann überrascht, den er in der Vollzugsanstalt zusammengeschlagen hat. Dieser meint, er wolle ihn nur helfen. In dem Moment, in dem Clinton klären will, dass er bereits mit den Marshals in Kontakt steht, gesellt sich Flex ebenfalls zu der Runde. Flex wollte eigentlich Magier werden, was aber dank der Schussverletzung vergessen kann. Der Mann aus der Vollzugsanstalt, der sich als Orlando vorstellt, versucht die Situation zu lösen, allerdings bedroht Flex sowohl ihn als auch Clinton weiterhin mit einer Waffe. Er will sein Auto zurück.

Die Marshals stürmen das Diner und die Dinge geraten außer Kontrolle. Orlando verliert wegen einer Kugel aus Flex' Waffe einen Finger, Flex selbst wird von Rachel erschossen. Clinton bedroht Orlando mit einer Waffe – er ist verzweifelt und möchte unbedingt seinen Sohn sehen. Rachel fragt ihren Schwager, ob er möchte, dass sein Sohn damit leben muss, dass sein Vater an seinem zwölften Geburtstag einen unschuldigen Mann erschossen hat. Clinton lässt sich daraufhin festnehmen und meint, er habe Rachels Schwester geliebt. Rachel meint, dass sie sie auch geliebt habe.

In seinem Büro fragt Art Raylan, warum seine Marshals ständig Leute erschießen. Raylan meint daraufhin, dass das Einzige, was an der Schießerei nicht gerechtfertigt war, die Tatsache sei, dass Rachel schneller geschossen hat als er. Art meint daraufhin scherzhalber, dass Raylan alt werde. Art meint, er hoffe, dass Rachel wieder aus der Sache herauskommt, weil sie der beste Marshal sei, den er habe.

Nick bekommt von seinem Vater sein Geburstagsgeschenk – einen Furby-Nachbau, der ursprünglich nur chinesisch sprechen konnte. Nun funktioniert es allerdings überhaupt nicht mehr, weil es in der Schießerei eine Kugel abbekommen hat. Als Nick fragt, warum das Spielzeug einen Fleck habe, gesteht Clinton, dass es Blut sei. Dennoch will Nick sein Geschenk behalten.

Art, Rachel, Tim und Raylan besprechen in ihrem Büro die Probleme, die sie mit ihren jeweiligen Familien haben. Rachel ist in ihrer Kindheit der Illusion erlegen, ihre Familie sei wie die Cosbys, allerdings waren ihre Eltern nie wirklich glücklich und ihre Schwester habe angefangen, Drogen zu nehmen, als sie neun war. Später, als Raylan sie fragt, ob sie Zweifel daran habe, dass die Schießerei gerechtfertigt war. Sie verneint, aber Raylan versichert ihr, dass diese hochkommen werden. Wann auch immer sie sich nicht mehr sicher sei, solle sie zu ihm kommen, er könne ihr sagen, dass sie nur getan hat, was getan werden musste.

Boyd redet mit Kyle und erklärt ihm, dass er nichts mehr mit illegalen Geschäften zu tun haben will. Abgesehen davon gäbe es, so Boyd, keine Möglichkeit, nicht geschnappt zu werden. Kyle versichert, dass Boyd nicht nur nicht geschnappt, sondern zudem auch noch als Held dastehen werde.

Eva Kügerl - myFanbase


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