Bewertung: 5

Review: #9.07 Für immer Dein

Diese Folge fällt leider ziemlich unspektakulär aus, beziehungsweise wurden in den zur Zeit zentralen Storylines zu wenige Fortschritte gemacht. Die Störfaktoren aus der letzten Woche sind dabei entweder geblieben, oder es haben sich plötzlich ganz neue aufgetan.

Dieses Mal fange ich mit der wohl nervigsten Storyline an und die betrifft erneut April und Jackson, wobei Letzterer nicht dafür verantwortlich gemacht werden kann. Während April für mich in der Vergangenheit gerade durch ihre neurotischen Züge stellenweise richtig punkten konnte, ist ihr Verhalten in der neunten Staffel bisher kaum auszuhalten. Ihre Glaubenskrise, oder wie auch immer man das nennen mag, ist grundsätzlich ein schwieriges Thema, was durchaus überzeugend rüber gebracht werden könnte, doch bisher ist davon nichts zu sehen. Ich bin wirklich froh, dass sie nicht schwanger ist, denn das wäre zu klischeehaft gewesen, aber durch diese Situation hätte April zumindest realisieren können, was für einen unglaublich fürsorglichen Freund sie in Jackson gefunden hat, anstatt ihm wieder ein Brett vor den Kopf zu schlagen. Sie ist viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

Mir fällt es zwar schwer, aber ich muss auch Owen und Cristina eher unter den Enttäuschungen verzeichnen, weil es bei den beiden nicht vorwärtsgeht. Das größte Problem stellt dabei die Anklage dar, weil ich immer noch nicht verstehe, wie Cristina und Co. es überhaupt zulassen konnten, dass Owen und das Krankenhaus da mit hineingezogen werden. Und wie sich herausstellt, benutzt der Krankenhausvorstand Owen als eine Schachfigur, weil er mit Cristina verheiratet ist und dadurch die Anklage fallen gelassen werden könnte. Deswegen möchte er nun die Scheidung, damit die Anklage aufrecht gehalten wird, aber wegen der Verschwiegenheitsklausel darf er Cristina davon nichts erzählen. Das klingt für mich nach einem sehr unzufriedenstellenden Schlamassel, den die Autoren den beiden da eingebrockt haben, der Owen außerdem ein Stück weit als den Schuldigen darstellt. Er hat die Einwilligung für das Flugzeugunternehmen schließlich unterzeichnet, obwohl es bereits mit Beschwerden belastet war, doch ich möchte ihn nicht darunter leiden sehen, weil er einfach ein guter Chefarzt ist. Er tut mir einfach nur Leid.

Es ist aber schön mitanzusehen, zu welch einer guten Lehrerin Christina geworden ist, was sie hauptsächlich Dr. Thomas verdankt und was zu Recht von Bailey angesprochen wird.

Bei Arizonas erstem richtigen Tag zurück im Krankenhaus fiel mir glatt ein Stein vom Herzen, denn sie hat zwar noch mit ein paar Komplikationen zu kämpfen und fällt sogar mal hin, doch scheinbar kann sie sich selbst darüber blendet amüsieren, was die Rückkehr der alten – nicht deprimierten - Arizona endgültig klarstellt.

Eine große und sehr erfreuliche Überraschung durfte der Zuschauer dann zum Schluss erleben, denn eine Schwangerschaft würde man Meredith unheimlich gönnen, weil sie bereits mit Zola in der Mutterrolle aufblüht und die Beziehung mit Derek besser nicht laufen könnte. In Bezug auf die beiden kann man nur lächeln, denn sie haben sich zu einem richtig tollen Paar entwickelt.

Lukas Ostrowski - myFanbase

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