Bewertung

Review: #8.07 Hoffnung

Diese Episode hat zunächst nicht aufregend begonnen, jedoch im Laufe der 40 Minuten gezeigt, dass die Chirurgen des Seattle Grace/ Mercy West wirklich ein großartiges Team sind. Dass Owen dieses Team für ein Softball-Match gegen das Presbyterian angemeldet hat, sorgte für Humor und hat dazu beigetragen, dass die Folge locker leicht daherkommt und das Drama in den Hintergrund gerückt ist. Letztlich kann man darüber froh sein, dass sie gegen das Presbyterian verloren haben, denn ansonsten hätte Owen seine Ansprache nicht gehalten. Wie Callie nämlich schon anmerkte, sollte diese dem Team nur Mut machen, weil gar nichts in Richtung Sieg deutete. Ja, sie sind keine guten Softball-Spieler, aber als Chirurgen haben sie den Dreh raus. Solche Szenen, wenn alle gemeinsam Softball spielen oder später auf der Tribüne sitzen, machen unglaublich viel Spaß, weil sie zeigen, dass diese Chirurgen mehr sind als nur bloße Arbeitskollegen.

Teddy bekam bisher nicht viele Möglichkeiten, um in der Serie zu glänzen, doch die Aufgabe als Mentorin für Cristina ist ihre beste Storyline. Diese fand ihren Höhepunkt darin, als Teddy Cristina gratulierte, weil diese ihre Tests bestanden hat. Als Zuschauer war man selbst überrascht, als Cristina April operieren ließ und ihr dabei mit Rat zur Seite stand. Teddys Lektionen haben Früchte getragen, obwohl Cristina diese bis zum Schluss nicht verstanden hatte. Nun hat sie aber realisiert, dass Teddy aus ihr eine bessere Chirurgin machen wollte, die den Patienten als oberste Priorität ansieht und im Team arbeiten kann. Nach all den Jahren, in denen sich Cristina so verloren fühlte, weil sie Preston Burke als Mentor verloren hat, findet sie in Teddy, wie ich finde, den besseren Ersatz, da diese Cristina des Öfteren auf den Boden der Tatsachen zurückholt und in puncto Menschlichkeit schult.

Meredith arbeitet weiterhin in der Geburtenhilfe, da kein Chirurg mit ihr arbeiten möchte, und gelangt währenddessen zu neuen Erkenntnissen bezüglich klinischen Studie von Bailey. Schon letzte Woche bewies Meredith, was für eine Bereicherung sie für die Studie ist, doch das muss sie im Verborgenem zeigen, da Bailey nach wie vor nicht gut auf sie zu sprechen ist. Was einen wirklich freut, ist, dass Meredith sogar ihrer Mutter einen Schritt voraus ist, denn Ellis Grey hatte damals ja auch an der selben Studie gearbeitet und anscheinend eine falsche Schlussfolgerung daraus gezogen, die Meredith beheben konnte. Nach wie vor ist es schön, dass Webber sie dabei so unterstützt und erfreulicherweise konnte er damit endlich zu Bailey durchdringen. Ein Highlight war es allemal, wie die betrunkene Meredith auf dem Spielfeld mit Bailey in einen Streit gerät, bei dem ich Meredith im Recht sehe. Baileys Wut ist nicht ganz berechtigt. Generell war es herrlich mitanzusehen, wie Meredith und Cristina sich während des Spiels mit einem Flachmann betrinken. Auf jeden Fall konnte Webber die zerstrittenen Ärztinnen dazu bringen, in Zukunft offiziell zusammen zu arbeiten, wenngleich die Fehde nicht vollends beendet ist.

Es war schon abzusehen, doch nun scheint es eindeutig eingetroffen zu sein. Die Rede ist von dem Konflikt im Triangel von Lexie, Jackson und Mark. Bisher war jedem klar, dass Mark noch an Lexie hängt, auch wenn er jetzt eine neue Freundin, oder was auch immer sie für ihn darstellt, an seiner Seite hat. Lexie ist allerdings ebenso wenig über Mark hinweg. Ihre Eifersucht versucht sie nicht mal vor Jackson zu verbergen, der einem jetzt schon Leid tut. Erst demütigt ihn Mark, weil er auf ihn eifersüchtig ist, und bei Lexie ist es nun indirekt dasselbe. Der Knackpunkt ist, dass sich Jackson und Mark mittlerweile sehr gut verstehen, was bedeutet, dass Ersterer nicht nur seine Freundin, sondern auch seinen Mentor in der plastischen Chirurgie verlieren könnte. Drama ist hier vorprogrammiert und so sehr ich Lexie und Mark damals zusammen mochte, ist es einfach nur Schade für Jackson, wenn er Lexie verlieren sollte.

In der Zwischenzeit mutiert Alex zum "Man Of The Season", da er seit Beginn der neuen Staffel stetig an Sympathiepunkten dazu verdient. Dieses Mal brilliert er mit seinem Einsatz für Zola, die wegen des Interessenskonflikts mit Meredith und Derek in ein anderes Krankenhaus verlegt werden soll. Er will erreichen, dass Zola weiterhin im Seattle Grace/ Mercy West behandelt wird und Meredith und Derek eine weitere Chance wegen der Adoption erhalten. Auch wenn der ein oder andere Versuch moralisch nicht korrekt oder sogar nicht legal war, so zählt doch nur, was er alles für seine Freunde unternimmt. Meredith und Derek haben dank seiner Hilfe die Chance erhalten, nochmal mit den zuständigen Behörden in Bezug auf Zola zu reden, und dabei gibt Alex nicht mal preis, dass er das erst überhaupt möglich gemacht hat.

Lukas Ostrowski - myFanbase

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