Bewertung: 7

Review: #5.03 Die Flut

Veränderungen sind das Oberthema der Episode. Persönliche Veränderungen bei Derek und Meredith, die nun gemeinsam in Merediths Haus leben, berufliche Veränderungen im Krankenhaus, die sich durch das neue Lehrprogramm ergeben, und gesundheitliche und persönliche Veränderungen für die drei Patienten, die in dieser Woche die Hauptrolle spielten.

Derek ist bei Meredith eingezogen und macht Tabula Rasa. Ihre Mitbewohner sollen ausziehen! Obwohl man verstehen kann, dass Derek in seinem Alter in keiner WG mehr leben möchte, kommt dies doch vor allem für Izzie, Alex und auch Meredith sehr überraschend. Dass er sogar schon Izzies Zimmer ausmisst, und in Gedanken sein neues Büro dort einrichtet, ohne wenigstens mal mit Meredith darüber zu sprechen, ging ein wenig zu weit. Auch wenn Meredith dieser Wunsch nicht wie ein Schlag hätte treffen sollen.

Dass Meredith im Überschwang der Gefühle ihre Therapie für beendet erklärt, ist bedenklich. Nur weil sie im Moment glücklich ist, bedeutet das noch lange nicht, dass sie ihr Leben und die Probleme der Vergangenheit im Griff hat. Ein persönlicher Rückschlag könnte sie von heute auf morgen wieder zusammenbrechen lassen, und die Psychiaterin weiß das. Andererseits kann man Meredith verstehen, sie hat ihre Vergangenheit aufgearbeitet, ist endlich wieder bereit für eine Beziehung und ist sogar den zweiten Schritt – das Zusammenziehen – gegangen. Ihre kleine Welt ist seit Monaten mal wieder in Ordnung, doch in dieser Situation wünschte man sich die alte Meredith, die alles bis zum Anschlag analysiert und sich immer eine gewisse Portion Skepsis bewahrt, zurück. Ihre Beziehung zu Derek war in der Vergangenheit alles andere als eine einfache Traumbeziehung, und gerade durch die Erfahrungen der letzten Jahre sollte sie wissen, dass nicht alles eitel Sonnenschein sein muss.

Der Wasserrohrbruch im Krankenhaus war nur noch das Tröpfchen auf dem heißen Stein, bzw. dem sowieso finanziell angeschlagenen Seattle Grace. Wie Richard verzweifelt versucht hat, die Situation in den Griff zu bekommen, während Miranda schon kapitulierte und die Patienten in andere Krankenhäuser verlegen wollte, bezog sich sicher nicht nur auf den aktuellen Wasserschaden, sondern die allgemeine Situation dort. Richard Webber ist ein Kämpfer und gibt sein Krankenhaus nicht so einfach auf. Ich bin gespannt, wie sich die Lage in der Zukunft entwickelt und ob Richard langfristig seinen Job aufgibt und einem Nachfolger das Ruder überlässt. Diese Story hatten wir zwar schon mal, aber diesmal scheint erneut alles darauf hin zu deuten.

Lexie hat sich langsam aber sicher zu einem meiner Lieblingscharaktere entwickelt. Ich mag ihre ganze Art und hoffe wirklich, dass George irgendwann entdeckt, dass sie mehr für ihn sein könnte als nur die beste Freundin. Endlich wird sie auch von Meredith und den anderen Ärzten angenommen und das gemeinsame Mittagessen war schön anzusehen. Ihr ganz persönlicher Erfolg, bedingt durch ihr fotografisches Gedächtnis, hat mich sehr gefreut.

Izzie und Cristina gemeinsam in einer Wohngemeinschaft wäre für den Zuschauer sicherlich lustig mit anzusehen gewesen, von daher ist es schade, dass es nun doch nicht dazu kommen wird. Die beiden sind gegensätzlich wie Feuer und Wasser, das hätte sicherlich einigen Sprengstoff gegeben.

Erica und Callie hingegen langweilen mich. Ich nehme den Autoren die ganze Geschichte um Callies plötzliche Umorientierung zum gleichen Geschlecht nicht ab, und finde auch nicht, dass die beiden Frauen nur einen Hauch von Chemie haben. Einzig und alleine Mark amüsiert mich, der sich seine dummen, anzüglichen Sprüche nicht verkneifen kann und in dessen schmutzigem Kopfkino ich kein Gast sein möchte.

Die drei Patienten der Woche fand ich nicht überragend, besonders die Geschichte um die todkranke Krebspatientin war mir zu gewöhnlich. Was sollte dies zeigen, dass nicht nur Izzie manche Fälle emotional mitnehmen, sondern auch Meredith zu solchen Gefühlen fähig ist? Langweilig.

Insgesamt jedoch eine Folge, in der einiges passiert ist und die mir deutlich besser gefallen hat als der langweilige Staffelauftakt. Ich hoffe vor allem, dass George den Test bestanden hat, somit sein Gejammer der Vergangenheit angehört und er sich endlich wieder auf seinen Job konzentrieren kann.

Sandra G. - myFanbase

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