Bewertung: 8

Review: #3.02 Genug Muffins

Foto: Patrick Dempsey & Kate Walsh, Grey's Anatomy - Copyright: American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved. No Archiving. No Resale./Vivian Zink
Patrick Dempsey & Kate Walsh, Grey's Anatomy
© American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved. No Archiving. No Resale./Vivian Zink

Bitte beachten sie folgende Risiken und Nebenwirkungen: nach dem Genuss dieser Episode muss mit starkem Heißhunger auf Muffins gerechnet werden. Dieser Zustand ist wahrscheinlich vorübergehend, sollte er anhalten, wenden sie sich an den Bäcker ihres Vertrauens.

McDreamy, McSteamy & McVet

Unser McDreamy (Derek) schafft es in dieser Episode, seine Ehe mit Addison zu beenden und sich für Meredith zu entscheiden. Das kommt natürlich zwei Staffeln zu spät, aber ist sehr schön. Dummerweise hat McDreamy mit McVet (Finn) mittlerweile einen Konkurrenten bekommen, der nicht zu unterschätzen ist. Manch einer mag sich wundern, dass sich Meredith nicht sofort für Derek entscheidet, aber ich kann verstehen, dass sie zögert. Derek hat sie in der Vergangenheit einige Male verletzt und Finn zeigt sich wirklich von seiner besten Seite. Er kümmert sich mitfühlend um die trauernde Izzie und statt Meredith zu drängen, verhält er sich absolut verständnisvoll und liebenswürdig. Ganz nebenbei sieht er ja auch nicht gerade zum Davonlaufen aus und hat eine traurige Vorgeschichte, die ihn noch liebenswerter macht.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: ich finde Derek und Meredith als Paar toll, doch ich verstehe absolut, dass Meredith einen tollen Mann wie Finn nicht gleich in die Wüste schickt, nur weil Derek endlich zur Vernunft gekommen ist. Da muss sich Derek auch an die eigene Nase fassen. Merediths Entscheidung, erstmal mit beiden Männern auszugehen, ist natürlich ungewöhnlich, aber in dieser Situation scheint es fast logisch.

Ganz nebenbei begegnen wir in dieser Folge auch McSteamy alias Mark Sloan wieder, mit dem Addison die Nacht verbringt, um über Derek hinweg zu kommen. Dies wiederum bestärkt Derek darin, dass es für ihn und Addison keine Zukunft mehr gibt und dass er sie nicht bemitleiden muss. Doch kann sich zwischen Addison und Mark etwas Ernstes und Dauerhaftes entwickeln? Um dies beantworten zu können, kennen wir McSteamy wohl noch nicht gut genug.

McMuffin, McSlip und McSchwiegermutter

Izzie verbringt seit Dennys Tod ihr Leben damit, Unmengen von Muffins zu backen und diese dann großzügig zu verteilen. Damit wird der Bogen zurück zur ersten Staffel geschlagen, in der wir bereits erfahren haben, dass Izzie gerne und gut Muffins backt. Ich finde es immer gut, wenn solche Details wieder aufgegriffen werden, dadurch wirkt eine Serie zusammenhängender und lebendiger. Am Ende redet Bailey mit Izzie und entschuldigt sich dafür, ihr keine gute Lehrerin gewesen zu sein. Ich finde nicht, dass man Bailey irgendwelche Vorwürfe machen kann, aber es ist gut, dass sie Izzie beisteht und sie dazu ermutigt, ins Krankenhaus zurückzukehren. Auf Dauer können Muffins eben nicht alles sein.

Callie wird zur Heldin des Slips und behauptet, dass Merediths Unterhose, die Addison am schwarzen Brett aufgehängt hat, ihre ist. Damit bewahrt sie Meredith vor Baileys Wut und eventuellem Spott und erregt gleichzeitig Georges Eifersucht. Mir ist Callie nicht sonderlich sympathisch und ich halte sie und George nicht gerade für ein Traumpaar, aber dass sie Meredith beigestanden hat, finde ich gut.

Dann wären da noch Cristina und ihre Beinahe-Schwiegermutter, Burkes Mama. Was ist das bloß mit Männern und ihren Müttern? Burke hält seine Mutter für anbetungswürdig und die gute Frau Mama betüddelt ihren Sohn, der natürlich zu gut für Cristina ist. Na ja, die Story von der fiesen Schwiegermutter ist nicht neu und dass die Eltern ausgerechnet dann auftauchen, wenn Cristina gerade einen Strip für Burke hinlegt, ist auch Marke Extrem-Zufall, aber Cristina in so einer Situation zu sehen ist natürlich trotzdem lustig.

Last but not least soll der Patient mit dem Gehirntumor nicht unerwähnt bleiben, denn der hat mir sehr gut gefallen. Durch diesen Tumor sagt der Patient alles, was er gerade denkt, und hat jedes Gespür für Takt völlig verloren. Ich hätte mir gewünscht, dass er ein paar Folgen länger dabei geblieben wäre, seine Operation sich also noch verzögert hätte, und wir seine schonungslose Ehrlichkeit und seine trockene Art noch länger hätten genießen dürfen. Schade ist natürlich auch, dass er die Operation nicht überlebt hat, aber "Grey’s Anatomy" ist eben kein McWunschkonzert.

Maret Hosemann – myFanbase

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