Bewertung: 6

Review: #2.05 Der Schmerz

Foto: Katherine Heigl, T.R. Knight & Sandra Oh, Grey's Anatomy - Copyright: 2005 ABC, Inc. All rights reserved. No Archive. No Resale./Michael Desmond
Katherine Heigl, T.R. Knight & Sandra Oh, Grey's Anatomy
© 2005 ABC, Inc. All rights reserved. No Archive. No Resale./Michael Desmond

Ein Sturm tobt über Seattle. Nach dem beliebten Motto es kracht, es zischt, zu sehín ist nischtís gibt es einen Stromausfall im Seattle Grace Hospital, so dass George und Alex mit einem schwerverletzten Patienten im Fahrstuhl stecken bleiben.

Dem Klischee entsprechend, müssten George und Alex eigentlich mit einer hochschwangeren Frau im Aufzug festsitzen, aber ein Patient mit einer Schusswunde tut es auch. Sicherlich ist diese Story nicht uninteressant, zumal George endlich einmal der Held sein darf, aber die Nummer mit dem feststeckenden Fahrstuhl ist dann doch ein wenig zu bekannt und zu abgegriffen, um richtig zu begeistern. Wenn ich so eine Story sehe und mich sofort an fünf andere Serien oder Filme erinnere, in denen ich so eine ähnliche Geschichte auch schon mal gesehen habe, dann will der Funke bei mir einfach nicht mehr überspringen.

Viel besser gefallen haben mir Cristina und ihr Porno-Patient. Letzterer leidet unter starken Schmerzen, ist aber gegen fast alle Schmerzmittel allergisch, so dass er sich im Krankenhaus Pornos ansehen darf, oder fast schon muss, um im Gehirn Endorphine zu produzieren, die den Schmerz stoppen. Da ohne Strom aber kein Fernseher funktioniert, muss Cristina improvisieren und erzählt dem Patienten erotische Geschichten. Diese Szenen darf man zu den absoluten Cristina Classics zählen. Wer hätte gedacht, dass Cristina die geborene Porno-Poetin ist? Bemerkenswert ist natürlich auch, dass sie von drei unartigen Krankenschwestern unter der Dusche erzählt, was genau dem Traum entspricht, den George elf Episoden später in #2.16 Code Black von Meredith, Izzie und Cristina hat.

Meredith und Derek sind derweil damit beschäftigt, zum einen ihre Beziehung in den Sand zu setzen und zum anderen eine junge Frau zu behandeln, die aus religiösen Gründen eine Operation verweigert, bis ein Schamane mit ihr ein bestimmtes Ritual vollzogen hat. Derek lässt den Schamanen daraufhin einfliegen. Ein bisschen enttäuscht war ich ja schon, denn die Patientin kündigt an, dass es während des Rituals einen besonderen Moment gibt, an dem man erkennt, dass diese Zeremonie funktioniert, doch jener Moment besteht am Ende nur daraus, dass die Patientin kurz zu Meredith sieht und nickt. Ich habe ja keinen brennenden Dornenbusch oder ein geteiltes Meer erwartet, aber ein wenig unbefriedigend war das dann doch.

Am Ende dieser Episode steht Derek vor der ultimativen Entscheidung: Meredith oder Addison? Geliebte oder Ehefrau? Engelchen oder Teufelchen? Man ahnt bereits, dass die Entscheidung nicht die sein wird, die man als Happy End bezeichnen würde. Schließlich sind wir erst am Anfang der 2. Staffel.

Maret Hosemann - myFanbase

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