Bewertung

Review: #2.12 The G Word and a Blaspheming Bimbo

Während die letzte Episode mit gutem Alltagshumor punkten konnte, präsentiert man jetzt ein Thema, was in den 90er Jahren schon modern war und auch in der heutigen Zeit noch immer wichtig ist. Das Ganze verknüpft man mit der Karriere von Mandy McAllister und einem beginnenden Handlungsbogen, der sich noch bis zum Ende der Staffel ziehen und vielleicht einen nächsten Stolperstein für die Ehe mit Georgie Cooper darstellen könnte.

"I don't know if Mary told you about the church carnival we have coming up? It's a pretty big deal, some might even call it newsworthy." - "I think what Pastor Jeff is trying to say is that it could be really helpful if you were to run it by your bosses." - "Please put it on the news."

Seit Mitte der letzten Staffel darf sich Mandy freuen, endlich wieder als Wetterfee arbeiten zu können. Dann und wann hatte sie auch in der aktuellen Staffel die Chance, dass ihr Bekanntheitsgrad steigt und dass sie auch regulär als Wetterfee zu sehen ist. Dafür hat sie sogar den Weihnachtsurlaub verschieben lassen, der dann auch noch buchstäblich ins Wasser gefallen ist. Allerdings war das nie was Dauerhaftes. Genau deshalb tat mir diese Entwicklung jetzt so leid. Wobei man sagen muss, dass Pastor Jeff und Mary Cooper ein 'großartiges' Gespann sind, wenn es darum geht, ihre Meinung zu vertreten, dabei aber keine andere zuzulassen. Dabei fing die Story eigentlich gut an. Kirchengelder zu sammeln ist wichtig, weil sie letztlich den Armen bzw. Ärmeren zugute kommen, und ein Spendenaufruf im TV und das auch noch live, das ist nicht das Dümmste. Obwohl Jeff mal wieder etwas anstrengend in seiner Euphorie gewesen ist und dabei sogar Mandys Kleidungsstil vor Mary verteidigt hat, obwohl er garantiert schon das ein oder andere Mal mit Mary darüber geurteilt hat, wenn es keiner mitbekommen hat. Aber wenn es um seine Kirche und seine Schäfchen geht, dann ist das alles nicht so wichtig. Außerdem war es durchaus witzig, wie er Mary in ihre Schranken verwiesen hat, in seiner leicht naiv-belehrenden Art. Für Mandy war es eine tolle Möglichkeit, besonders weil ich auch finde, dass sie bei solchen Auftritten noch einmal gelöster wirkt, was ich seit "Young Sheldon" doch etwas bei ihrem Charakter vermisse und es gerade bei dieser Entwicklung besser gewesen wäre, da der Live-Auftritt einen Stein ins Rollen gebracht hat, der die restlichen Episoden sicherlich noch größer wird und die einen oder anderen Sachen durchaus überrollen könnte...

"Well, the devil's in the details, but I'll give you the scoop. Just a little church humor." - "But God's a man" - "Yeah, could be a woman."

Ich habe mich manchmal schon bei "Young Sheldon" gefragt, warum sich Jeff nicht besser mit Sheldon Cooper verstanden hat. Diesmal fand ich es doch auffällig, wie viel Ähnlichkeiten die beiden in ihren Charakterzügen haben. Jeffs Kirchenwitze waren genauso unlustig, wie die von Sheldon. Dass Mandy auf seine Witze einsteigen wollte, war auch eher ein Schuss nach hinten. Mir tat Mandy diesmal sehr leid. Auch wenn man öfters nur an Audrey McAllisters Verhalten bemerkt, dass sie in einer Kleinstadt wohnen, in der jeder jeden kennt, hatte ich jedoch nie angenommen, dass es solche schlimmen Ausmaße annehmen würde, wie wir jetzt erlebt haben. Mandy ist quasi mit jedem weiteren Versuch, es besser machen zu wollen, nur immer tiefer hineingeraten. Wie gesagt darf man nicht vergessen, dass die Serie in einer anderen Zeit spielt. Wobei, wenn man die heutige Gesellschaft betrachtet, dann stehen wir vor einem sehr ähnlichem Kommunikationsproblem und Pastor Jeff war eigentlich das ideale Beispiel dafür, warum Mandy eine knallharte Entscheidung getroffen hat.

"I don't want that my daughter or any other little girl thinking that they need to apologize for having an opinion."

Für mich wurden in dieser Episode zwei gesellschaftliche Themen aufgegriffen, die auch heute noch aktuell sind. Zum einen wurde für mich das Thema Religionsfreiheit angedeutet. Es ging zwar lediglich um Mandys Behauptung, Gott sei eine Frau, während Jeff darauf beharrte, es sei ein Mann. Dennoch hat man hier ein wenig die Glaubensrichtung in Frage gestellt, die beim Versuch, lustig zu sein, für mich gnadenlos gescheitert ist. Während man sich an Audreys Bemerkungen schon gewöhnt hat und weiß, dass sie sich wieder beruhigen wird, hatte Mandy durch ihre Aussage die ganze Stadt gegen sich. Für mich wurde deshalb auch offensichtlich, dass man dadurch auch unterstrichen hat, dass die meisten auch nicht mal in eine andere Richtung denken. Zumal man auch aufgegriffen hat, was heutzutage durch Social Media noch viel extremer geworden ist, dass Mandy von ihren Fans in den Briefen angegriffen wurde, und dass berühmt sein immer zwei Seiten hat. Mir hat Georgie sehr gut gefallen. Er mag einfach gestrickt sein in seiner Denkweise, aber er steht zu seiner Frau und versichert ihr das auch. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass er er den Brief an Mandy geschrieben hat, und nicht das kleine Mädchen, welches von Mandy inspiriert wurde.

Auch wenn die Serie in den 90er Jahren spielt, so schaffen es Chuck Lorre und sein Team doch immer wieder, aktuelle Themen einzubinden, die in der Serie wie eine Art Vorreiter wirken. Mandy hat es zwar nicht gefallen, dass ihre Live-Zeit im TV nach dem Vorfall gekürzt werden sollte, allerdings hat mir wahnsinnig gut gefallen, dass sie ihre Meinung vertreten hat und für andere eingestanden ist. Es bleibt abzuwarten, was diese Entscheidung nun mit ihr machen wird. Dass Mandy gekündigt hat, wird sie wahrscheinlich in ein tiefes Loch stürzen lassen, zumal sie Karriere machen und finanziell weder von Jim McAllister noch Georgie abhängig sein wollte.

Fazit

Von Humor war diesmal nicht allzu viel zu merken, jedoch war es eine unglaublich wichtige Episode, mit Themen, die heute noch aktuell sind. Allerdings hat man jetzt auch eine Richtung eingeschlagen, die sich noch bis zum Ende der Staffel ziehen wird und die junge Ehe auf eine weitere harte Probe stellen könnte.

Daniela S. - myFanbase

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