Bewertung

Review: #2.11 A New Hobby, a Pervert and a Part-Time Job

Willkommen zur Fortsetzung: Jim McAllister ist Rentner und Audrey McAllister verliert daher die Nerven. Was für eine geniale Entwicklung es gegeben hat! Und auch wenn Audrey mal wieder ihre unliebsame Seite gezeigt hat, konnte ich sie mehr als verstehen. Die nächsten Episoden werden auf jeden Fall interessant und unterhaltsam.

"He's driving me crazy. This man needs a hobby. We spent two hours at that store 'cause he had to go up and down every aisle. It's like taking a toddler in the zoo."

Man konnte sich sicherlich auch ohne Rückblende noch wahnsinnig gut daran erinnern, wie betrunken Jim war, als er seinen Renteneinstand gefeiert hat und schon ab diesem Zeitpunkt war für mich klar, wie wenig Audrey davon begeistert war. Es war ebenso klar, dass sich ihre Laune dahingehend nicht verbessern wird, umso mehr (unfreiwillige) Zeit sie mit ihrem Mann verbringen muss. Ich kann die Situation durchaus verstehen, bisher hatten beide einen geregelten Alltag, bei dem sie sich die meiste Zeit aus dem Weg gehen konnten. Nun sind sie aber quasi 24 Stunden am Tag zusammen. Allein das ist eine große Umstellung. Dazu kommt aber auch noch, dass Jim kein wirkliches Hobby hat, was er alleine haben kann bzw. hat und Audrey ist kein Typ, der allzu lange ruhig bleibt, sodass die Fassade der angeblichen Harmonie auch schnell bröckelt. Kurzum: Ja, Jim braucht ein Hobby, an dem a) Audrey nicht Anteil haben muss und b) es Jim für mehr als eine Stunde aus dem Haus befördert. Dadurch würde die Harmonie wieder hergestellt werden und zum anderen würde ihr Rat an Georgie Cooper sich auch wieder bewahrheiten. Sie haben ihm in der letzten Staffel den Rat gegeben, dass kleine Streitigkeiten in der Ehe normal sind, diese aber auch schnell wieder beigelegt werden können. Wenn Jim aber dauerhaft zuhause bleibt, kann man den Rat aber getrost in die Tonne treten und das hat Audrey bereits zum Ende der Episode deutlich gemacht. Die Vogelkunde war allerdings nicht das richtige für Jim. Er hätte sich mehr an seinen Sohn Connor McAllister halten sollen, der alles von drinnen beobachtet anstatt mit einem Fernglas durch die Nachbarschaft zu rennen und dann als Perverser zu gelten. Auch wenn die 1990er eine andere Zeit waren, wunderte es mich schon sehr, dass man nicht eine Szene eingebaut hat, in der er beispielsweise von einer wütenden Frau verfolgt wird. Allerdings war ich auch froh, dass Mandy McAllister mit dem Polizisten wegen des angeblichen Perversen gesprochen hat und nicht Audrey. Das wäre sicher ein weiterer Punkt, der sie bei Jim genervt hätte, obwohl sie es war, die ihm dieses Vogelbuch geschenkt hat. Jims Leidenschaft ist aber nun mal der Reifenladen und ich kann das vollkommen verstehen. Er hat den Laden 30 Jahre geführt und von jetzt auf gleich aufgehört. Ich kann ihn auch in dem Bezug verstehen, dass er die vielen Stunden und den Stress nicht mehr haben will. Im Grunde war es das ja, was ihn erst zu dieser Entscheidung bewogen hat und natürlich die Tatsache, dass er nicht so enden will und wollte wie George Cooper. Ein Job auf Zeit ist da die logische Schlussfolgerung.

"I just didn't think I'd miss work this much. Well, not all of it. Not the stress or the long hours, but... it's nice to have something, you know, even part-time."

Auch wenn Jim manchmal etwas unbeholfen wirkt, doch er weiß zumindest in der Theorie, wie man Leute manipulieren könnte. Ich kann verstehen, dass er wieder in den Reifenladen will. Er hat bei seiner Äußerung aber auch betont, dass er nicht der Chef sein oder Georgie und Ruben reinpfuschen will. Er will einfach nur gebraucht werden bzw. sich nützlich fühlen, weil ihn eben auch nicht so viel erfüllt. Georgie mag hin und wieder noch immer naiv sein, aber auch er hat kapiert, dass Jim ihn dazu überreden wollte, dass er ihn wieder in den Laden holt. Sein Vorschlag war daher echt goldig. Ich konnte Georgie aber genauso gut verstehen, dass er Jim nicht im Laden haben wollte, allerdings aus einem anderen Grund heraus. Ich denke, er weiß tief in sich, dass er nicht der geborene Geschäftsmann ist oder besser gesagt, dass er nie in die Fußstapfen von Jim wird treten können, und sich daher beweisen will. Das würde aber wahrscheinlich nicht funktionieren, wäre Jim immer da. Wobei man sagen muss, dass die Männer in dem Fall ohnehin kein Mitspracherecht hatten, sondern die Dominanz bei der Entscheidung lag eindeutig bei den Damen – CeeCee Cooper definitiv eingeschlossen, die kleine Nein-Sagerin. Es war dennoch sehr interessant, weil Audrey und Mandy zwar das Gleiche wollten, aber Jim bei ihnen einen völlig anderen Stellenwert hatte. Während Audrey ihren Mann anscheinend egal wie, aber so schnell wie möglich aus dem Haus haben will, will Mandy nicht, dass ihr Vater gedemütigt wird. Ich hoffe, in diesem Punkt gibt es noch mehr Szenen dieser Art.

"You two are gonna go back into the store tomorrow and figure out how to work together." "That may not be..." - "I'm not asking."

Hand hoch wem klar war, dass Jim nicht mit dem PC klar kommt und dass das der Knackpunkt für einen Streit war? Es ging recht schnell, dass Ruben (anscheinend kennen wir nun seinen Nachnamen) und Georgie den Laden modernisiert haben. Ich war mir allerdings ziemlich sicher, dass Jim die PC-Anschaffung mitbekommen hat, immerhin war das erst kürzlich ein riesiges Thema in einer Episode. Naja, vielleicht hat man dahingehend das Drehbuch ein bisschen angepasst. Aber zurück zum eigentlichen Punkt. Man konnte förmlich erraten, dass Jim das System lahmlegen wird, sobald er am PC saß und dass die Stimmung zwischen ihm und Georgie bereits angeheizt war und es zum Streit kommt, den natürlich die zwei Personen schlichten, die diesen Streit erst herauf beschworen haben. Ich hoffe allerdings sehr, die Produktion nutzt das Potenzial und wir erleben Jim im Computerkurs, da Audrey es ja nicht duldet, dass sie ihre Zusammenarbeit so schnell wieder beenden. Ich kann durchaus verstehen, dass sie ihre Me-Time nicht einfach so aufgeben will.

Fazit

"Georgie & Mandy" hat eine sehr unterhaltsame Episode abgeliefert, in der die titelgebenden Charaktere zwar eher im Hintergrund agiert haben, man hat aber auch genügend Potenzial für weitere interessante wie amüsante Handlungen, wenn man vielleicht auch ein neues Setting in die Serie einbauen würde.

Daniela S. - myFanbase

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