Bewertung: 8
James Wan

Fast & Furious 7

One last ride.

Foto: Copyright: 2015 Universal Pictures International All Rights Reserved
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Inhalt

Nachdem die Crew um Dom (Vin Diesel) und Brian (Paul Walker) Owen Shaw stoppen konnte, sinnt dessen älterer Bruder Deckard (Jason Statham) nach Rache. Nachdem er Han in Tokio getötet hat, bedroht er nicht nur Agent Hobbs (Dwayne Johnson), sondern ebenso die Familie von Dom. Um Shaw aufzuhalten verbündet die Crew sich mit Mr. Nobody (Kurt Russell), einem geheimnisvollen Regierungsagenten. Von ihm erhalten sie den Auftrag, die Hackerin Ramsey (Nathalie Emmanuel) aus den Klauen ihrer Entführer zu retten. Ramsey hat ein Überwachungsprogramm mit dem Namen "God's Eye" entwickelt. Gelingt es Dom und seiner Crew, ihren Auftrag zu erfüllen, dürfen sie das Programm dafür benutzen, Shaw ausfindig zu machen und auszuschalten. Doch auch Shaw holt schon zum nächsten Schlag aus, um seinen Bruder zu rächen.

Kritik

Vor 14 Jahren startete das "Fast and Furious"-Franchise und geht nun bereits in die siebente Runde. Mit einem stolzen Budget von 250 Millionen US-Dollar handelt es sich hier um den teuersten Film der Reihe. Die hohen Kosten entstanden durch den tödlichen Unfall des Hauptdarstellers Paul Walker im November 2013. Nachdem der Dreh aufgrund dieser Tragödie für mehrere Monate unterbrochen wurde, entschied man sich dafür, die kostspielige CGI-Technik anzuwenden und mit Doubles zu arbeiten, um Walkers noch ausstehende Szenen zu drehen und zu bearbeiten. Auch wenn es natürlich ein sehr trauriges Ereignis gewesen ist, kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen die viele Mühe und Arbeit hat sich allemal gelohnt.

Nach den ersten Teilen sind die Autorennen immer mehr in den Hintergrund gerückt und stattdessen konzentriert man sich auf viel Action und die Entwicklung der Crew, die mit der Zeit wie eine Familie zusammengewachsen ist. Als Bösewicht steht Jason Statham als Deckard Shaw im Vordergrund. Einen Vorgeschmack auf seine Rolle konnten die Fans schon in der Abspannszene des Vorgängers erhaschen und so war die Neugierde groß. Statham ist ein fabelhafter Antagonist und gibt der Story einen gewissen Kick. Er ist kaltblütig und rachsüchtig und würde im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen gehen, um seinen kleinen Bruder zu rächen. An dieser Stelle bekommt man endlich die große Auflösung zu "The Fast and the Furious: Tokyo Drift", der zwischen den Teilen 6 und 7spielt. Plötzlich ergibt hier alles einen Sinn.

Was die eigentliche Handlung anbelangt, ist diese erneut sehr einfach gestrickt. Auch wenn das Drehbuch überzeugen kann, muss man doch sagen, dass der Weg, den die Crew eingeschlagen hat, etwas sinnlos ist. Sie hätten sich nicht mit Mr. Nobody verbünden müssen, um Shaw zu fangen, da dieser ihnen ohnehin immer einen Schritt voraus ist. Es wäre möglich gewesen, einfach in der Heimat zu bleiben und zu warten, dass er erneut auf der Bildfläche erscheint, um sie alle umzubringen. Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? So bekommt man als Zuschauer atemberaubende Actionszenarien geboten, die man in dieser Form mit Sicherheit noch nirgends gesehen hat. Es gibt viele Schusswechsel, riesige Explosionen und geniale Kämpfe. Zwar können die Prügeleien der von Vin Diesel und Dwayne Johnson in "Fast & Furious 5" nicht das Wasser reichen, doch ist es auch hier toll anzusehen, wie waschechte Kerle sich gegenseitig vermöbeln. Abgerundet wird das Ganze durch eine ordentliche Prise an Humor, wie es auch schon in den Vorgängern der Fall gewesen ist.

Der Hauptcast wird einem auch hier wieder sehr ans Herz wachsen. Der familiäre Zusammenhalt der Protagonisten ist wunderschön und jeder Auftrag schweißt sie noch mehr zusammen. Dom, Brian, Letty, Mia, Tej und Roman sind ein tolles Ensemble und man spürt, dass die Darsteller eine tiefe Freundschaft verbindet. Als Neuankömmling kann Nathalie Emmanuel begrüßt werden, deren Rolle sehr gut zur restlichen Crew passt. Sie mimt die hübsche Hackerin Ramsey, der Tej und Roman sofort verfallen. Durch diesen kleinen Konkurrenzkampf der beiden entstehen herrlich amüsante Szenen, was sich hoffentlich in den Folgeteilen noch fortsetzen wird.

Das Ende des Films ist hingegen absolut emotional und wird kaum ein Auge trocken lassen. Es ist ein absolut würdiger Abschied von Paul Walker alias Brian O'Connor. Er wird auf jeden Fall eine Lücke hinterlassen, die niemand jemals füllen werden kann und das wird in den Sequels mit Sicherheit eine Herausforderung werden.

Fazit

Geile Autos, viel Action, große Explosionen und tolle Charaktere mit diesen Eigenschaften geht "Fast and Furious" in Runde sieben. Auch wenn einige Szenen etwas überzogen und unrealistisch sind, ist der Film dennoch absolut empfehlenswert. Hirn ausschalten und zurücklehnen und man wird sehen, dass die stattlichen 140 Minuten wie im Flug vergehen und man sich sehnlichst mehr wünscht. Für Fans der Reihe natürlich ein absolutes Muss, doch auch für alle anderen Actionliebhaber durchaus geeignet!

Sanny Binder - myFanbase
03.04.2015

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