Bewertung

Thor - The Dark Kingdom

Was würdest du geben, um das zu retten, woran du glaubst?

Foto: Copyright: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Inhalt

Der Donnergott und zukünftige König von Asgard, Thor (Chris Hemsworth), steht vor einer schweren Herausforderung. Unter der Führung von Malekith (Christopher Eccleston) wollen die Dunkelelfen mithilfe einer gefährlichen Waffe die Neun Reiche zerstören und diese in ewige Dunkelheit stürzen. Thor und seine Gefährten entwickeln einen Plan um dies mit allen Mitteln zu verhindern, auch wenn es heißt, dass Opfer gebracht werden müssen. Seine sterbliche Liebe Jane Foster (Natalie Portman) ist der Schlüssel zur Komplettierung des Plans der Dunkelelfen. Um sie vor dem Bösen zu beschützen, setzt Thor alles auf eine Karte und verbündet sich mit seinem ärgsten Feind und Bruder Loki (Tom Hiddleston), der ihm in dieser Notlage als einziger helfen kann.

Kritik

Nachdem mich der erste Teil des Marvel-Helden nicht wirklich aus den Socken hauen konnte, habe ich mich eher mit Skepsis an "Thor: The Dark Kingdom" herangetastet. So war ich dann mehr als glücklich darüber mit einem riesigen Grinsen aus dem Kino zu marschieren.

Alles, was mir bei Teil 1 gefehlt hat, hatte die zweite Reise des Donnergottes dafür umso mehr. Spannung und Action auf höchstem Niveau und das in Starbesetzung. Die Geschichte startet direkt im Anschluss der Ereignisse aus "Marvel’s The Avengers". Loki wurde von Thor wieder nach Asgard gebracht, um seinem Urteil entgegenzutreten, denn als er versuchte die Erdbevölkerung zu unterwerfen, hat er den wohl größtmöglichen Verrat begangen und sein Vater Odin, gespielt von Anthony Hopkins, verurteilt ihn dazu, sein restliches Leben im Kerker zu verbringen. Was ich an dieser Stelle etwas schade fand war, dass ein wenig die Erklärungen gefehlt haben. Für diejenigen, die sich den ersten "Avengers"-Film nicht angeguckt haben, könnte es an einigen Stellen eventuell zu kleineren Verständnisschwierigkeiten kommen. Doch dies hat mich persönlich nicht großartig gestört, ist mir jedoch im Laufe des Filmes an manchen Stellen aufgefallen.

Die schauspielerische Leistung von Natalie Portman, Chris Hemsworth und Tom Hiddleston waren, wie auch schon beim Vorgänger, großartig. Jane Foster und Thor haben einfach eine sagenhafte Chemie miteinander, sodass man ihnen die Rolle des Liebespaares durchweg abkauft. Man spürt, dass sie sich trotz ihrer zweijährigen Trennung noch immer zueinander hingezogen fühlen und für den jeweils anderen alles aufgeben würden. So ist es für Thor eine Selbstverständlichkeit Jane zu beschützen – koste es, was es wolle. Es handelt sich um einen gefährlichen Gegner, der älter ist als das Universum selbst, und auch wenn es für Jane das erste Mal ist, dass sie die Erde verlässt, meistert sie die Situation vorbildlich. In ihr steckt weitaus mehr als eine Astrophysikerin, was sie mehrfach unter Beweis stellt. Natalie Portman ist die Rolle wie auf den Leib geschnitten und sie verkörpert die facettenreiche Jane Foster perfekt. Eine Schauspielerin, die in absolut jeder Rolle glänzt, was sie in diesem Action-Streifen erneut gezeigt hat.

Auch das Zusammenspiel von Chris Hemsworth und Tom Hiddleston hat mich erneut fast vom Hocker gehauen. Bei dieser einzigartigen schauspielerischen Leistung beider könnte man denken, dass sie auch im wirklichen Leben Geschwister sind. Durch sie ist der Film nicht nur actionreich und spannend, sondern ebenso amüsant, wenn Thor und Loki sich in einem Wortgefecht verlieren. Die beiden streiten und versöhnen sich, wie es bei Brüdern nun mal so ist. Auch wenn Loki seinen Bruder verraten hat, nimmt Thor ihn mit auf seine gefährliche Reise und hat genügend Vertrauen in ihn, um ihm die rettende Hand zu reichen, was nach deren Vergangenheit keine Selbstverständlichkeit ist.

Natürlich ist der zentrale Handlungsstrang die Rettung der Welten, doch auch die Liebesgeschichte von Thor und Jane wird weiter ausgebaut und der Konflikt zweier Brüder drängt sich sehr in den Vordergrund, was auch gut so ist. Denn ich denke, dass gerade diese Auseinandersetzung der beiden für den zweiten Teil der "Avengers" und die mögliche Fortsetzung von "Thor" von großer Bedeutung sein wird. Dass ein dritter Teil sehr wahrscheinlich ist, wird die meisten begeisterten Zuschauer sehr erfreuen. Nach dem Abspann bekommt man nämlich noch eine spannende Szene mit einem neuen Feind geliefert, die die Neugier auf Teil 3 fast unerträglich macht.

Fazit

"Thor: The Dark Kingdom" übertrumpft seinen Vorgänger um Längen. Einzigartige Schauspieler, eine spitzenmäßige Kulisse, eine spannende Handlung und genügend Witz machen diesen Film zu einer der bisher besten Marvel-Verfilmungen.

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Sanny Binder - myFanbase
28.10.2013

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