Bewertung: 5
Clark Johnson

S.W.A.T. - Die Spezialeinheit

"S.W.A.T. stands for Special Weapons And Tactics. Where were your tactics out there?"

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Inhalt

Bei einer Geiselnahme handelt der junge Brian Gamble (Jeremy Renner) entgegen den Anweisungen seiner Vorgesetzen aus dem S.W.A.T.-Team, wodurch eine Geisel schwer verletzt wird. Als Konsequenz werden er und sein Partner Jim Street (Colin Farrell) ab sofort in die Waffenkammer versetzt. Kurz darauf kündigt Gamble, während Street sich tapfer durch den monotonen Alltag kämpft. Als der Veteran Harrelson (Samuel L. Jackson) in die Einheit geholt wird, um das junge Team wieder auf Vordermann zu bringen und die Einheit aus dem Kreuzfeuer der Kritik holen, wird auch Street wieder ins Team aufgenommen. Zusammen mit Polizistin Sanchez (Michelle Rodriguez), dem Einzelgänger David Kay (LL Cool J) und weiteren Jungspornen müssen Street und Harrelson den Schwerverbrecher Montel (Olivier Martinez) hinter Gitter bringen.

Kritik

Wenn man die Erwartungen nicht zu hoch schraubt und einen reinen Actionfilm mit allem drum und dran genießen möchte, ist man bei Clark Johnsons "S.W.A.T. - Die Spezialeinheit" genau richtig. Er erfindet weder das Genre neu, noch legt er sonderlich viel Wert auf die Handlung oder seine Charaktere. Mit seinem Starensemble bis in die kleinste Nebenrolle, einem lauten Soundtrack und jeder Menge Action kommt er zwar nicht über das Mittelmaß hinaus, aber das Auge kann sich auf ein buntes Feuerwerkspektakel gefasst machen.

Die Handlung dient lediglich als Rahmen, um so viel Action wie möglich unterzubringen. Deshalb wird auch wenig Wert auf Logik oder eine intelligente Handlung gelegt. Der Film läuft stereotypisch nach den 0815-Regeln der Action ab. Man weiß von Anfang an, welche Rolle Brian Gamble spielt und ebenso, dass am Ende Recht und Gerechtigkeit herrschen und die Bösen hinter Gitter kommen werden.

Während in der zweiten Hälfte der Fokus einzig auf die Mission der Einheit gelegt wird, hat die erste, ruhigere Hälfte wenigstens noch den Versuch gewagt, die Charaktere vorzustellen und Sympathien zu wecken. In der Grundausbildung lernt man Hondos junges Team besser kennen und da Street und Sanchez die meiste Spielzeit haben, kann man sich mit ihren Charakteren am meisten anfreunden. Dem Staraufgebot mit Samuel L. Jackson, Michelle Rodriguez, Colin Farrell und Jeremy Renner wird viel Körpereinsatz abverlangt. Ihre Charaktere verausgaben sich in heiklen Verfolgungsjagden, Schusswechseln und weiteren unzähligen Stunts. Doch die Möglichkeit für ein tiefgründiges Schauspiel ist für keinen der Stars gegeben. Die Dialoge fallen recht einfältig aus und die Devise hierfür lautet: Hauptsache kurze und coole Sprüche.

Erst in den anschließenden 50 Minuten geht es richtig los. Der typische Anwärter für den Bösewichte ist schnell geschaffen und jetzt heißt es auf die Waffen, fertig und los. Hubschrauber kommen zu Fall, Autos krachen auf dem Highway zusammen und die Munition wird immer wieder nachgeladen. "S.W.A.T. - Die Spezialeinheit" ist eben eine simple Action-Orgie nach altbekannter Hollywood-Manier, die nur wenig Raum für Verschnaufpausen lässt und die man auch getrost als Ballerfilm bezeichnen kann.

Fazit

"S.W.A.T. Die Spezialeinheit" ist einer der typischen Actionfilme, der allein um der Action willen verfilmt wurde und den man nach einmal sehen wieder vergessen hat. Wer Gefallen an diesem Genre hat, könnte einen Blick riskieren.

Tanya Sarikaya - myFanbase
26.03.2013

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