Episode: #3.12 Zwangsarbeit

House muss sich um das Vergewaltigungsopfer Eve kümmern. Die junge Frau will unbedingt von House behandelt werden, obwohl sich dieser dabei alles andere als wohl fühlt und sein Team ihm sehr unterschiedliche Ratschläge gibt.

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Foto: Jennifer Morrison, Dr. House - Copyright: 2006 Fox Broadcasting Co.; Andrew MacPherson/FOX
Jennifer Morrison, Dr. House
© 2006 Fox Broadcasting Co.; Andrew MacPherson/FOX

Nachdem Cuddy House aus dem Gefängnis geholt hat, verdonnert sie ihn dazu, für den Rest der Woche in der Klinik zu arbeiten. Er ist schnell genervt, denn jeder seiner Patienten gibt vor eine Erkältung zu haben, ist aber tatsächlich wegen einer sexuell übertragbaren Erkrankung dort. Um das Wartezimmer zu leeren, will House jeden, der tatsächlich wegen einer Erkältung dort ist, nach Hause schicken, doch Cuddy stoppt ihn, als ein Patient scheinbar grundlos durchdreht.

House scheint also endlich einen richtigen Fall zu haben. Nach einer ausführlichen Diskussion möglicher Krankheitsursachen, beauftragt er sein Team mit einem CT und einer ausführlichen Blutuntersuchung. Außerdem sollen sie die Schabe aus dem Ohr des Patienten entfernen. Sein Team ist irritiert. House habe gesehen, dass der Patient sich sein Ohr hielt, bevor er durchdrehte, und er vermutet, dass der Insektenbiss die Ursache dafür war. Das CT sollte ihm nur die Klinikarbeit ersparen.

In der Klinik bekommt Cameron einen Obdachlosen als Patienten, der ihr erzählt, dass er Lungenkrebs hat und sterben wird. Er ist allerdings nur gekommen, um die Nacht im warmen Krankenhaus zu verbringen und lehnt die von Cameron angebotenen Schmerzmittel ab.

Cuddy erfährt durch Cameron, dass House keinen Fall hat, und findet ihn in einem Park, wo er die Jogger beobachtet. Cuddy ist sauer, besonders, als sie sieht, dass er wieder Vicodin nimmt. Sie verlangt, dass er weiter in der Klinik arbeitet, er schulde ihr schließlich etwas.

Genervt von seinen Klinikpatienten, bietet House jedem, der das Wartezimmer sofort wieder verlässt, 50 Dollar. Cuddy erwischt ihn und macht ihm Vorwürfe, dass sein Handeln ethisch falsch sei. Um die Klinikarbeit für ihn interessanter zu gestalten, bietet sie 10 Dollar für jeden Patienten, den House diagnostiziert ohne ihn zu berühren. House nimmt an, ist aber verwundert. Cuddy erklärt, dass sie hofft, dass House menschlicher wird, wenn er nur mit genug Menschen zu tun hat.

In der Zwischenzeit sind die Testergebnisse der Patienten mit sexuell übertragbaren Krankheiten zurück. Als House jedoch einer Patientin sagt, dass sie Chlamydien habe, bricht sie in Tränen aus. Als er ihr dafür Pillen geben will, stößt sie ihn weg und schreit ihn an. Er erkennt, dass sie missbraucht wurde und bittet Cuddy, sie an einen anderen Arzt zu überweisen, da er dem Mädchen nicht helfen könne. Als Cuddy der Patientin diese Entscheidung mitteilt, besteht die darauf, weiter von House behandelt zu werden.

House versucht ihr daraufhin klar zu machen, dass er sie nicht behandeln kann und sie ihn auch nicht wirklich als Arzt will, woraufhin sie ihn rauswirft. Während House sich also weiter um die Patienten in der Klinik kümmert, redet die Psychiaterin Dr. Stone mit Eve, dem missbrauchten Mädchen. Eve schweigt jedoch beharrlich und versucht schließlich sich umzubringen, kann aber gerettet werden.

House wird daraufhin angewiesen, sich wieder um Eve zu kümmern. Er versucht weiter herauszufinden, warum sie unbedingt ihn als Arzt will, doch sie kann es nicht erklären. Sie will einfach nur reden. House will, dass Cameron für ihn übernimmt. Cameron lehnt ab, obwohl House erklärt, dass er nur zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen sei. Chase stimmt ihm da zu, während Foreman ihm rät, ihr Normalität zu geben, ihr zu sagen, dass das Leben weitergeht. Cameron glaubt allerdings, dass sie über das Geschehene sprechen muss.

House versucht daraufhin im Gespräch mit Eve zunächst Camerons Rat zu befolgen, doch Eve will nicht darüber sprechen. Auch Foremans Rat fruchtet nicht, Eve ist überzeugt, dass sich durch den Missbrauch etwas in ihrem Leben verändert hat und es nicht normal weitergehen wird. Sie fragt House, ob in seinem Leben jemals etwas Schlimmes passiert sei, doch der blockt ab.

House gibt Eve ein Beruhigungsmittel und holt sich Rat bei Wilson. Wilson glaubt, dass Eve nach einer Verbindung zu House sucht und deshalb etwas von seiner persönlichen Lebenserfahrung hören will. Sie will die Wahrheit, doch House beteuert, die nicht zu kennen. Cameron rät, ihr Hoffnung zu geben und zu sagen, dass sein Leben gut war, auch wenn es das nicht war. Foreman rät, zu sagen, dass Houses Leben schlecht war, auch wenn das nicht stimmt. Sie wolle hören, dass man auch ein schlechtes Leben durchstehen kann. Chase rät nur, sie einfach schlafen zu lassen. Es gäbe keine richtige Antwort, weil es auch keine falsche gäbe. Doch House ist überzeugt, dass er die richtige Antwort nur nicht kennt.

House erzählt Eve schließlich seine Geschichte. Er sei als Kind von seiner Großmutter missbraucht worden. Sie sei eine sehr disziplinierte Frau gewesen und bei Fehlern habe er die Nacht im Vorgarten schlafen oder ein Bad in Eiswasser nehmen müssen. Aus Angst verstoßen zu werden, habe er seinen Eltern jedoch nie davon erzählt. Eve glaubt ihm nicht, doch House beteuert, dass die Geschichte zumindest für jemanden wahr sei. Eve erklärt ihm ihre Philosophie, dass das Leben aus einer Folge von Räumen besteht und die Menschen, mit denen wir in diesen Räumen gefangen sind, bestimmen unser Leben.

Cuddy hat unterdessen herausgefunden, dass Eve schwanger ist. Eve will jedoch nicht abtreiben, da für sie jedes Leben heilig ist. House diskutiert mit ihr darüber, ob wirklich jedes Leben heilig ist.

Camerons Patient geht es immer schlechter, doch er lehnt Schmerzmittel weiterhin ab. Cameron ist überzeugt, dass sich irgendwo irgendwer an ihn erinnern wird, ob er ein guter oder ein schlechter Mensch war. Der Mann antwortet, dass er weder Familie noch Freunde und nicht einmal einen Job hatte. Wenn er in Frieden sterbe, sei er nur ein Patient für sie. Wenn er in Schmerzen sterbe, mache es jedoch einen Unterschied.

House ist mit Eve zu dem Park gegangen, wo die beiden weiter über die Existenz von Gott streiten. Eve ist überzeugt, dass es einen Gott gibt, der sie fordern will. Sie streiten weiter, ob ihre Handlungen im Jetzt irgendeine Bedeutung haben. House versucht Eve klar zu machen, dass sie daran glauben muss, dass ihr Vergewaltiger für seine Handlungen bestraft wird, dass der Missbrauch Konsequenzen hat. Eve will glauben, dass der Missbrauch eine Bedeutung hatte, doch House fragt sie, warum es ihr dann so schlecht geht dabei. Eve erwidert, dass sie missbraucht wurde, was denn Houses Entschuldigung sei.

In der Zwischenzeit sitzt Cameron weiter am Bett ihres Patienten und schaut hilflos mit an, wie der Mann unter Schmerzen schließlich stirbt.

House versucht weiter herauszufinden, warum er derjenige sein musste, der mit Eve nun in diesem "Raum" gefangen ist. Eve erklärt, dass er so wirkte, als sei er auch verletzt. So gibt House schließlich zu, dass seine Geschichte wahr war. Es sei nicht die Großmutter, sondern sein Vater gewesen, der ihn missbraucht hat. Eve ist daraufhin auch bereit, ihre Geschichte zu erzählen.

Am Ende kickern House und Wilson, als Cuddy hinzu kommt. Eve hat abgetrieben und wurde entlassen. Sie lobt House für seinen Erfolg, doch House sieht das kritisch. Man würde die Opfer zwingen, alles zu erzählen, weil man glaube, das würde helfen, aber schließlich bringe man nur ein Mädchen zum Weinen. Als Wilson fragt, ob er Eve weiter behandeln würde, antwortet House "Eines Tag, ein Raum".

Stefanie F. - myFanbase


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