Bewertung: 7

Review: #4.07 Models, Morde, Missverständnisse

Foto: Michael C. Hall, Dexter - Copyright: Paramount Pictures
Michael C. Hall, Dexter
© Paramount Pictures

Mit #4.07 Models, Morde, Missverständnisse hat man wieder eine Brückenepisode vor sich. Ich weiß nicht so recht, wohin man mit diesen will, denn auch schon die vergangene Folge brachte nicht viel Input zum Trinity-Killer, der ja im Mittelpunkt von allem steht, was mit Dexter zu tun hat. Trotzdem ist es eine der Episoden, in welchen man erkennt, wie viel Arbeit sich die Autoren machen, um die Geschichten zu konstruieren und mit einander zu verbinden.

Dexter und die Familie

Bei den Morgans scheint alles friedlich und nach Plan zu verlaufen. Man genießt die Miami-Sonne auf offener See und alles ist friedlich. Dass es hinter der stillen Oberfläche vor allem bei Debra brodelt, wird deutlich, als Debra Dexter darum bittet Quinns Freundin Christine von ihr fern zu halten, als diese versucht, vor dem Dezernat mit Debra ein Interview zu führen. Man hat schon Mitleid mit Debra, welche unendlich unter dem Verlust von Lundy leidet, auch wenn sie es niemals zugeben würde.

Dexter hingegen versucht den Rat von Arthur zu befolgen und sucht sowohl für Cody als auch für Astor Hobbyvorschläge. Während er bei Astor auf Granit beißt, schneidet er sich mit dem Vorschlag für Cody, dem Young-Sailors-Club beizutreten, selbst ins Bein. Denn nun muss er mit Cody und anderen Eltern auf einen Ausflug gehen, der ihn leider daran hindert, seine Recherchen ordentlich auszuführen.

Dexter und der Irrtum

Ganz am Ende der Episode kommt der Knaller: Dexter hat den falschen Mann getötet. Wie sich dies auf sein Verhalten auswirken wird, dürfte sicherlich der spannendste Aspekt der kommenden Episode sein. Doch langsam bemerkt man, unter wie viel Stress Dex stehen muss, wenn er nicht einmal mehr die Zeit findet, ordentliche Nachforschungen anzustellen. Ich als Zuschauer hatte die ganze Zeit über das Gefühl, dass an dieser Jagd etwas faul ist. Irgendwie passte alles zu perfekt zusammen. Ich kann es nicht einmal an einer bestimmten Sache festmachen, es war einfach ein ständiger Begleiter der Episode, welcher am Ende auch noch Bestätigung fand.

Dexter und der Trinity-Killer

In dieser Episode möchte man Dexter am liebsten schütteln, bis wieder Verstand in seinem Kopf einsetzt. Es ist doch unglaublich, wie fixiert er auf Trinity ist. Er folgt ihm gar bis zum Supermarkt, wo er ihm auflauert. Dass Trinity eh schon labil ist, haben wir in der Urnen-Szene gesehen. Ich habe einfach absolut kein gutes Gefühl, gleichzeitig finde ich Arthur eine sehr faszinierende Person und kann absolut nachvollziehen, warum Dex sich einfach nicht an seinen Kodex hält. Im Grunde ist das ganze Szenario ein Spiel mit dem Feuer, bei dem Dexter nur verlieren kann, auf die ein oder andere Weise. Es bleibt abzuwarten, wie lange er es noch für hilfreich befindet, Trinity nicht zu töten und ob es kein Fehler ist, diesen erfolgreichen Jäger frei herum laufen zu lassen, nur um eigene Interessen zu verfolgen.

Dexters Schwester und Harrys Affären

So langsam wird die Luft an dieser Stelle eng. Nun endlich könnte Debra auf die Frau gestoßen sein, die sie dahin führt, heraus zu finden, dass Laura Moser Dexters Mutter und Brian Moser sein Bruder ist. Ich bin mir unschlüssig, ob ich überhaupt will, dass Debra dieses Geheimnis lüftet. Es ist nicht klar, wie sie selbst darauf reagieren wird und ob sie es Dexter sagen wird, sobald sie es weiß. Wird sie endlich den Schluss ziehen und sehen, dass ihr Bruder ein Serienmörder ist? Diesen Rattenschwanz zieht die Erkenntnis nämlich hinter sich her. Eine spannende Storyline, die hier für Debra geschrieben wurde. Sie kommt in dieser Staffel ganz auf ihre Kosten und verschwindet nicht im Hintergrund.

Dexter und der hübsche Cop

Es war nur eine Frage der Zeit, bis jemand wieder auf Dex aufmerksam wird, wie es schon James Doakes in den ersten beiden Staffeln war. Dass dies gerade Quinn ist, ist schon etwas schade. Denn zur Zeit ist er das Eye-Candy überhaupt und ich will absolut nicht, dass er von der Bildfläche verschwindet. Gerade wird seine Beziehung zu Christine interessant, da wird er auf Dexters eigenwilliges Verhalten aufmerksam. Und alles nur, weil Dex die Wohnung behalten musste.

Fazit

Hier wird eine so wundervoll in sich geschlossene Geschichte erzählt, dass man den Autoren nur auf die Schulter klopfen will. Diese vierte Staffel entwickelt sich zu der besten bisher. Ich kann es gar nicht oft genug betonen, wie verwickelt die Handlungsstränge dieser Staffel sind. Es gibt so viele verschiedene Handlungen, dass es eigentlich völlig unübersichtlich sein müsste. Doch man schafft es, diese so gekonnt in Szene zu setzen und inhaltlich miteinander zu verknüpfen, dass dem Zuschauer einfach keine einzige Entwicklung entgeht. #4.07 Models, Morde, Missverständnisse ist sicherlich keine überragende Episode mit so viel Spannung, dass einem die Nerven zu zerreißen drohen. Die Episode wirkt aber wie eine herrlich gut inszenierte Brückenepisode, die es sich anzusehen lohnt und die gleichzeitig Spannung aufbaut, da man wissen will, wie es in jedem einzelnen Erzählstrang wohl weiter gehen wird und wohin diese am Ende überhaupt führen.

Jamie Lisa Hebisch - myFanbase

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