Episode: #1.05 Gefrorenes Blut

Eine tiefgefrorene Leiche wird auf einer Baustelle gefunden. Die Ermittlungen führen Beckett und Castle zu einem Fall, der bereits Jahre zurückliegt und noch nicht aufgeklärt werden konnte.

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Foto: Stana Katic, Castle - Copyright: 2010 ABC Studios; ABC/Craig Sjodin
Stana Katic, Castle
© 2010 ABC Studios; ABC/Craig Sjodin

Auf einer Baustelle wird die tiefgefrorene Leiche einer jungen Frau gefunden. Castle, der als einer der ersten und noch vor Beckett am Tatort ist, stellt sofort fest, dass zwei Arten von Tätern für eine solche Tat in Frage kommen: Täter, die ihre Opfer möglichst schnell los werden wollen, um nicht mehr an ihre Tat erinnert zu werden. Oder es war ein Täter, der behalten wollte, was er tötete und deswegen den Körper einfror.

Beckett will Akten von vermissten Personen durchgehen und Castle muss entsetzt feststellen, dass es anders als in Fernsehserien keine Datenbank exisitert, sondern alles noch simple Handarbeit ist, was bedetet, dutzende Akten durchzusehen. Dabei fällt ihm auf, wie viele Menschen doch als vermisst gelten und wundert sich, wie es sein kann, dass ein Mensch einfach so verschwindet. Er ist der Meinung, dass hinter jedem Fall eine Geschichte stecken muss, die allem einen Sinn verleiht.

Die Gerichtsmedizinerin kann die Leiche derweil als Melanie Cavenaugh identifizieren, da sie bereits eine Verhaftung wegen Drogenbesitz vorzuweisen hatte. Beckett und Castle erfahren außerdem, dass Melanie schon seit fünf Jahren als vermisst gilt. Ihr Mann Sam hatte ihr Verschwinden damals gemeldet, doch da Melanie öfters einfach verschwand, ging die Polizei dem Fall nicht nach.

Castle und Beckett wollen Sam einen Besuch abstatten, erfahren dann von seinem Nachmieter jedoch, dass Sam ermordet worden ist. Castle vermutet eine Verbindung zwischen den beiden Morden, auch wenn vier Jahre dazwischen liegen. Beckett will nun erst einmal Melanies Kinder besuchen, die mittlerweile bei ihren Großeltern leben.

Melanies Vater berichtet, dass bei der damaligen Untersuchung von Melanies Verschwinden gravierende Fehler gemacht wurden und gibt nicht nur Sam, sondern auch der Polizei die Schuld am Tod seiner Tochter. Daraufhin statten sie Detective Sloan, dem Mann, der damals die Ermittlungen führet, einen Besuch ab. Der glaubt noch immer, damals keine Fehler gemacht zu haben.

Unterdessen findet Ryan durch einen Obdachlosen heraus, dass ein gelber Laster am Tatort gesehen wurde, der eine Aufschrit mit dem Wort "Storage" trug. Schnell findet sich der Besitzer des Lastwagens, der schließlich auch zugibt, die Leiche auf der Baustelle entsorgt zu haben. Doch er beteurert, sie nicht getötet zu haben, sondern sie in einem Kühlschrank in einem gemieteten Lagerabteil gefunden zu haben, nachdem der Mieter mit seinen Raten im Verzug war.

Castle denkt Zuhause an seinem Kühlschrank darüber nach, warum jemand plötzlich aufhören sollte, für ein Lagerabteil zu bezahlen, in der er eine Leiche lagert. Alexis macht ihrem Vater klar, dass derjenige vielleicht nicht freiwillig aufgehört hat zu zahlen.

Beckett und Castle erfahren schließlich von einem Freund Sams, dass sie sich oft mit ihrem Ex-Freund Kevin Hanson getroffen hat, der schon mehrfach wegen Drogenbesitzes vorbestraft war. Er ist genau dann verhaftet worden, nachdem die letzte Zahlung für das Lagerabteil einging.

Kevin erzählt, dass Melanie ihren Mann verlassen wollte, da sie ihn mit einer anderen Frau erwischt hat. Sie wollte mit ihm ein neues Leben beginnen, zusammen mit ihren Kindern, doch Kevin gibt zu, sie wieder weggeschickt zu haben. Noch einmal beschließen Beckett und Castle, mit Sams besten Freund zu sprechen, da Castle glaubt, Sam hätte ihm von einer Affäre sicherlich erzählt. Der nennt ihnen schließlich den Namen Elisabeth Fortay, einer Kollegin Sams in einer Bank.

Elisabeth gibt schnell zu, mit Sam eine Affäre gehabt zu haben, die allerdings nur wenige Monate dauerte. Dann beendete sie die Beziehung, da sie Angst vor Sam bekam, da er immer wieder Fragen stelle, wie ihre Beziehung wohl sein würde, gäbe es Melanie nicht mehr. Als Melanie eines Tages tatsächlich verschwand, beendete Elisabeth aus Angst die Affäre, was Sam jedoch nicht so einfach hinnehmen wollte. Beckett kann nicht fassen, was sie hört und fragt sie, warum sie nie etwas gesagt hat. Doch Elisabeth glaubt, dass mit Sams Tod dies alles keine Bedeutung mehr hat.

Beckett ist nicht damit zufrieden den Mörder anscheinend gefunden zu haben, sondern will die Geschichte dahinter verstehen. Sie besucht Castle in seinem Appartement und bittet ihn um Hilfe. Nach kurzem Brainstorming beschließen die beiden, Sams Leben noch einmal vor Ort nachzuvollziehen. Schnell wird klar, wie Sam Melanie getötet haben kann, doch noch immer ist nicht ganz geklärt, wie Sam die Leiche seiner Frau aus der Wohnung bekommen hat. Der Nachmieter von Melanie und Sam bringt Beckett und Castle auf die Idee, beim Türsteher unten nachzufragen, ob an dem vermeintlichen Todestag Melanies eine große Lieferung für Sam ankam. Tatsächlich bestätigt sich der Verdacht - an dem vermeintlichen Tag wurde eine Tiefkühltruhe geliefert, jedoch nicht an Sams Adresse, sondern an die einer Mieterin, die die Ware zurückgehen lassen wollte, jedoch erst einmal mit dem Türsteher sprach. Als sie wieder zu ihrer Wohnung kam, war der Lieferant bereits weg und mit ihm die Kühltruhe. Die alte Dame beteurert, auch dem anderen Cop darüber in Kenntnis gesetzt zu haben.

Schließlich finden Beckett und Castle heraus, dass wieder Sams Freund die Finger im Spiel hatte und Sam damals half, die Kühltruhe in das Lagerhaus zu bringen. Erneut befragen sie ihn, bis er schließlich zugibt, von dem Mord gewusst zu haben. Anschließend hat er seinem Freund geholfen, die Leiche zu verstecken, doch als Sam getötet wurde, hat er nicht länger für dessen Fehler bezahlen wollen.

Beckett will den Fall zu den Akten legen, doch Castle geht nicht aus dem Kopf, warum Sloan in seinem Bericht nichts von seinem Gespräch mit der Nachbarin der Cavanaughs erzählt hatte. Also besuchen die beiden noch einmal die alte Dame, die zugibt, dass der Cop etwa vor einem Jahr bei ihr war, um sich nach der Kühltruhe zu erkundigen. Sie erinnert sich noch gut an den älteren Mann, der auch noch humpelte. Beckett und Castle schließen daraus, dass sie nicht mit Sloan, sondern mit Melanies Vater gesprochen haben muss.

Gemeinsam fahren sie zu Melanies Vater. Castle schlägt Beckett vor, alles auf sich beruhen zu lassen, da Melanies Mörder bereits tot ist, doch sie will dem Gesetzt genüge tun und verhaftet den alten Mann. Bei der anschließenden Befragung gibt er zu, dass er Nachforschungen anstellte, die dazu führten, dass Sam ihm den Mord an Melanie gestand. Er gibt jedoch nicht zu, Sam getötet zu haben. Er erinnert Beckett, dass Sam bei einem Überfall erschossen wurde - auf den Täter gibt es keine Hinweise. Dann verlangt der alte Mann einen Anwalt.

Beckett gesteht Castle später, dass ihre Mutter ermordet worden ist, was sie bis heute nicht ruhen lässt, denn der Täter wurde niemals gefasst. Ihr Vater wurde danach zum Alkoholiker, doch sie konnte ihn retten, deswegen trägt sie seine Uhr. Um den Hals trägt sie den Ring ihrer Mutter, der sie daran erinnert, dass sie sie verloren hat.

Als sie Zuhause ist, ruft Beckett ihren Vater an, während sich Castle von Ryan die Akte über den Fall von Becketts Mutter geben lässt.

Melanie Wolff - myFanbase


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