Bewertung: 8

Review: #2.04 Der Heiratsantrag

Foto: David Duchovny, Californication - Copyright: Paramount Pictures
David Duchovny, Californication
© Paramount Pictures

Karen und Hank geben in ihrer Wohnung eine kleine Dinnerparty. Wenn die beiden allerdings einen ruhigen und harmonischen Abend geplant hatten, dann hätten sie besser die Freunde des Postboten oder des Heizungsmonteurs einladen sollen und nicht ihre eigenen.

Einige Stunden vor dem Eintreffen der Gäste macht Hank seiner Karen einen Heiratsantrag. Das brillanteste Timing war das nun nicht, denn angesichts der wechselhaften Geschichte des Paares und der aktuellen Probleme, ausgelöst durch Hanks bewegte Vergangenheit, wäre es wohl besser gewesen, den Antrag an einem Tag zu machen, den die beiden ganz für sich haben und an dem sie Abends nicht Besuch von einigen Leuten aus eben jener bewegten Vergangenheit bekommen. So aber kann am Abend die Bombe platzen, dass Hank womöglich der Vater von Sonjas ungeborenem Baby ist. Im Grunde war Timing ja noch nie Hanks und Karens Stärke, von daher passt diese Entwicklung perfekt.

Hanks denkbare Vaterschaft kommt für mich persönlich nicht sehr überraschend, denn diese Möglichkeit habe ich schon seit Sonjas Auftauchen im Staffelauftakt in Betracht gezogen. Für Karen ist damit jedoch das Maß voll. Sie liebt Hank, doch die ständigen Erinnerungen an seine Eskapaden, diese vielen Aspekte aus seiner Vergangenheit, die immer wieder in sein gegenwärtiges Leben eindringen, sind zu viel für sie und gehen auch weit über das hinaus, was sie Becca zumuten will. Hank und Karen sind also wieder getrennt und ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich auch nur eine Ahnung habe, wie es mit den beiden weitergeht. Ich stehe vor einem Rätsel und ich werde sicher nicht so blöd sein, mir die Auflösung entgehen zu lassen. Her mit den nächsten Folgen!

Sonja nehme ich die Sache erstmal noch nicht übel, während mir ihr Freund Julian, dieser selbstgefällige Ghandi-Imitator, von Folge zu Folge unsympathischer wird. Als Becca ihm während des Essens die Meinung geigt, hätte ich beinahe genauso applaudiert wie Hank und Ashby. Becca gefällt mir richtig gut. Ich mochte sie von Anfang an, doch sie schafft es momentan, in meiner Gunst noch weiter zu steigen. Ihre sarkastische und offene Art, gepaart mit großer Intelligenz und künstlerischen Fähigkeiten, macht sie zu einem wirklich interessanten Charakter.

Ein weiteres Paar, um das man sich Sorgen machen muss, sind Charlie und Marcy. Die beiden schnuppern in letzter Zeit doch sehr oft am weißen Pulver, besonders Marcy sieht man fast nur noch high. Das kann auf Dauer einfach nicht gut gehen. Da ich aber nicht damit rechne, dass ihre Freunde etwas sagen werden, muss wohl erst etwas Schlimmeres passieren, bis Charlie und Marcy zur Vernunft kommen oder sich gar Hilfe suchen.

Maret Hosemann - myFanbase

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