Thanksgiving in "Brothers & Sisters"
#3.10 Sorge um Elizabeth

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Ein großer amerikanischer Feiertag steht vor der Tür und anlässlich dieses Ereignisses schiebt man die alltäglichen Probleme von Brothers & Sisters ein wenig beiseite, um Familie Walker zu vereinen, auch wenn das Treffen etwas anders abläuft, als es sich zu Beginn der Episode ankündigt.

Thanksgiving mit den Walkers...

Die sonst eher maue dritte Staffel startet mit Witz und Charme in den Feiertag, wobei es fast allen Geschwistern gelingt das Thanksgiving-Dinner bereits auswärtig eingeplant zu haben. Da keiner von ihnen es sich bisher getraut hat, Nora in diese Pläne einzuweihen, kommen die fünf im Haus ihrer Eltern zusammen, um dort die Nachricht zu überbringen. Alles läuft darauf hinaus, dass wir nun fünf unterschiedliche Schauplätze geboten bekommen, an denen uns die unterschiedlichen Familientraditionen dieses Feiertages aufgezeigt werden, doch dann kommt die große Wende.

...oder doch nicht...

Tommy und Julia haben eine schlechte Nachricht für die Familie: der kleinen Elizabeth geht es schlecht und sie benötigt wahrscheinlich eine Lebertransplantation. Sofort ist das Feiertagsfeeling dahin und wir machen uns zusammen mit den Walkers auf den Weg ins Krankenhaus. Dort wird ein gut gehütetes Mysterium gelüftet, nämlich wer Elizabeths leiblicher Vater ist. Kevin und Justin bangen, wer nun plötzlich Vater wird und wir müssen nicht lange warten um zu erfahren, dass es Kevin ist. Es folgt großes Oh und Ah, doch besonders Tommys Reaktion rückt in den Vordergrund, der nun plötzlich mit seinem Bruder konkurriert. Schnell folgt die Operation und ein sehr einfühlsames Gespräch zwischen Kitty und Tommy, bevor die OP auch schon überstanden ist und wir wieder zum Alltag zurückgeführt werden.

...oder doch.

Nachdem alles gut verlaufen ist und auch sämtliche Walker-Anhängsel im Krankenhaus aufgetaucht sind, kommt es nun doch noch zum Thanksgiving-Dinner. Der üppig gedeckte Tisch wartet nicht nur mit eine Vielzahl von Vorspeisen sondern auch mit einem waschechten Truthahn auf, auf den sich die Familie sogleich stürzt. Die Gespräche sind geprägt von Erinnerungen und Späßen, wodurch das zuvor verlorengegangene Feiertagsgefühl doch wieder aufkommt.

Fazit

Diese Episode lässt mich zwiegespalten zurück, da man uns einen tollen Pro- und Epilog präsentiert, der Mittelteil aber beträchtlich schwächelt. Der Thanksgiving-Anteil von #3.10 Sorge um Elizabeth ist wirklich gelungen, da man die witzigen Walker-Streitigkeiten gekonnt mit Spaß und ein wenig Drama verknüpft. Doch kaum dass man fröhlich eingestimmt ist, kommt der große Schock, da die kleine Elizabeth ins Krankenhaus muss und uns aus heiterem Himmel verraten wird, wer ihr Vater ist. Dass muss nicht unbedingt schlecht sein, doch die allzu rasche Abhandlung der Geschichte, die in nur einer Episode Start und Ziel durchläuft, ist einfach viel zu stümperhaft in die sonst gut gelungene Szenerie eingebaut. Auch die Interaktion der Familienmitglieder kann in diesem Zusammenhang nicht überzeugen, da man uns viel zu wenig Zeit gibt, um ein Gefühl bis zum Ende auszuleben. Hätte man es bei der lustigen Story um das getrennt verbrachte Thanksgiving-Fest belassen und sich den Krankenhaus-Teil für die nächste Episode aufgehoben, wären wohl alle "Brothers & Sisters"-Fans zufriedener gewesen.

Marie Florschütz - myFanbase