Bewertung: 7

Review: #11.17 Die Sünde im Secret Service

Foto: Bones - Copyright: 2014 Fox Broadcasting Co.
Bones
© 2014 Fox Broadcasting Co.

Obwohl die Titelfigur von "Bones" in #11.17 the Secret in the Service etwas kürzer treten muss, hat man das dank einen wirklich spannenden Falls und toller Charakterszenen kaum bemerkt.

"The President's gonna be alright."

Endlich mal wieder ein richtig spannender Fall. Gerade was die internen und politischen Fälle angeht, liefert "Bones" eigentlich immer sehr gute Qualität. Dazu kommt dann noch die seltene Kombination, dass nicht nur ein Mord aufgeklärt, sondern ein weiterer verhindert werden muss. Und nicht nur irgendein Mord. Das ganze Thema mit dem Präsidenten hat mich an #5.12 The Proof in the Pudding erinnert, als das Team des Jeffersonian Institutes die möglichen Überreste von John F. Kennedy auf dem Tisch hatte. Auch die Folge war schon sehr spannend.

Am besten war natürlich der Showdown selbst. Booth, der neben dem Auto des Präsidenten herjoggt, Aubrey im Getümmel - die Spannung steigt. Überraschenderweise ist es dann aber doch nicht der Vorgesetzte Walker, der den Anschlag ausübt, sondern einer der Verdächtigen, der plötzlich in der Menge auftaucht. Natürlich ist es Booth, der ihn letztlich erschießt und damit vermutlich das Leben des Präsidenten rettet. Das sollte doch ein bisschen Balance in seinen Familienstammbaum bringen, oder? Trotzdem ist Walker der tragische Held der Folge. Erst ist er nur der unsympathische Vorgesetzte, dann sogar der Mordverdächtige und doch ist er es am Schluss, der sich vor den Präsidenten wirft. Der Mord an Agent Roberts war schließlich nichts anderes als die Reaktion eines kranken Mannes auf den möglichen Verlust eines Jobs, der ihm alles bedeutet.

"Pain, misery and self-loathing. Feelings in which I am very well versed." - "I remember."

Colin Fisher ist wieder da! Nachdem wir ihn schon seit dem Finale von Staffel 9 nicht mehr gesehen hatten, habe ich mich wirklich gefreut, wieder ein altbekanntes Gesicht zu sehen. Trotz ungewohnter Optik, neuem Doktortitel und super geheimen Job hat sich an seiner Art nicht viel geändert. Immer noch etwas schwarzseherisch und deprimiert harmoniert er wieder wunderbar mit dem Team. Jetzt musste Brennan also nach Clark und Arastoo einem dritten ehemaligen Praktikanten die Leitung für einen Fall übertragen - wenn auch sehr widerwillig. Zu schade, dass es wohl bei einem einmaligen Besuch bleiben wird, aber wir wollen die Präsidententochter ja nicht um ihren Tutor bringen.

Außerdem durfte Hodgins mal wieder bei einem Außeneinsatz herumwerkeln. Viele hätten sich wohl kaum derart begeistert freiwillig gemeldet, um einen engen, langen Kleidungsschacht herunter gelassen zu werden. Typisch Hodgins. Einfach herrlich, wie schnell er und Aubrey "Nein!" gerufen haben, als Cam vorgeschlagen hat, dass sie doch Angela Bescheid geben könnten. Die hätte das sicher nicht erlaubt. Dafür hat Hodgins gleich ein kleines Abenteuer erlebt und konnte noch dazu wichtige Beweise sammeln.

"I should be taking care of you."

Brennans Sturheit, ihre Krankheit einfach normal auszukurieren, wirkte zwischenzeitlich etwas zu viel. Andererseits kennt das wohl jeder, der plötzlich eine Erkältung zu einem ungünstigen Zeitpunkt bekommt. Man sucht ewig nach Hausmittelchen und nimmt dann alles zusammen, in der Hoffnung, dass es etwas bringt. Wie beruhigend, dass es auch Brennan mit ihrem ganzen medizinischen Wissen nicht anders ergeht.

Während Brennan mit ihrem Körper zu kämpfen hat, ist es bei Booth seine Vergangenheit. In Staffel 5 haben wir erfahren, dass Booth ein Nachfahr von John Wilkes Booth ist, dem Mann, der am Attentat an Präsident Abraham Lincoln beteiligt war. Logischerweise ist das nicht leicht für den patriotischen Booth, der es bisher vermieden hat, über die Sache zu sprechen. Es war daher ein ganz geschicktes Detail, das damit in die Folge eingearbeitet wurde. Während die ganze Angelegenheit Booth nur kurz vom Fall ausschließt, wird der Zuschauer doch noch einmal auf diese alte Geschichte hingewiesen, die Booth geprägt hat und die thematisch einfach auch wunderbar passt.

Obwohl die Brennan und Booth in dieser Folge nicht allzu viel zusammengearbeitet haben, hatten die beiden doch eine sehr schöne Abschlussszene. Abgesehen von so wunderbaren Aussagen wie "Everyone knows that laughter is the best medicine" - "No, penicillin is the best medicine." macht Brennan Booth klar, dass sie weiß, wie schwer es für ihn ist, jemandem das Leben zu nehmen und dass sie für ihn da ist, wenn er reden möchte. Gerade solche Momente zwischen den beiden sieht man einfach gerne.

Fazit

Auch ohne eine Dr. Brennan im Labor funktioniert diese Folge wunderbar. Ein spannender, aktueller Fall und lustige Nebenstorylines sorgen für gute Unterhaltung, auch wenn sich bei den Charakterhandlungen nicht allzu viel tut.

Denise D. - myFanbase

Diese Serie ansehen:


Vorherige ReviewÜbersichtNächste Review

Diskussion zu dieser Episode

Du kannst hier mit anderen Fans von "Bones" über die Folge #11.17 Die Sünde im Secret Service diskutieren.