Bewertung: 6

Review: #11.15 Mittelsmann gegen Sensenmann

Foto: John Boyd, Bones - Copyright: 2014 Fox Broadcasting Co.; Patrick McElhenney/FOX
John Boyd, Bones
© 2014 Fox Broadcasting Co.; Patrick McElhenney/FOX

Lila Männer, gefälschte Zeugnisse und Überwachungsakten - #11.15 The Fight in the Fixer hatte einige skurrile Geschichten zu bieten, die leider nicht komplett genutzt wurden. Der Fall der Woche konnte, abgesehen von einigen amüsanten Szenen, keinen allzu großen Eindruck hinterlassen. Dafür wurde die Folge eher von den Nebengeschichten der Charaktere geprägt.

"Dr. Wells, that goofy, tall guy who no one likes?"

Irgendwie glaube ich nicht, dass mir Dr. Wells noch sympathisch wird. Klar ist es der Witz an den Praktikanten von "Bones", dass fast alle irgendwelche skurrilen Eigenheiten haben. Aber im Gegensatz zu Rodolfo, Jessica und Co. konnte Wells bis jetzt noch so gar keine nette Seite zeigen. Da hat die heutige Nebenstory mit Christines Zeugnis auch nicht geholfen. Im Gegenteil.

Schon vom Prinzip her war die Storyline nicht wirklich interessant und hatte es eigentlich nicht verdient, so eine große Rolle zu spielen. Immerhin war die letztliche Lösung des Problems ziemlich offensichtlich. Wie kann es eigentlich sein, dass bei all ihren tollen Analysen niemand gemerkt hat, dass die Unterschrift der Lehrerin in der gleichen Farbe ist? Das hätte man auch schneller abwickeln können. Es war ja nett, Brennan und Booth dabei zuzusehen, wie stolz sie auf Christine sind und wie sie sich gar nicht vorstellen konnten, dass sie da irgendwas gefälscht haben könnte. Aber hätte man das nicht auch ohne Wells machen können? Man hat ja gemerkt, dass die ganze Geschichte eine amüsante Nebenhandlung werden sollte, aber mit Wells arroganter Art fand ich das alles eher nervig als lustig. Ich finde diese ewige Wetteifern zwischen Brennan und Wells nicht mehr unterhaltsam. Es wäre was ganz anderes, wenn Wells ein angenehmerer Charakter wäre, so wie in #8.11 Die Jahrtausende und die Gewalt als Brennan und Clark um eine Entdeckung gekämpft haben. Aber so finde ich Wells nicht mehr komisch, sondern einfach nur noch anstrengend.

"You are king of the lab once again."

Langsam aber sicher sehen wir wieder etwas vom alten Hodgins. Zum Glück. Ich habe die ganzen Experimente und Hodgins überhaupt echt vermisst. Es fehlt einfach was bei "Bones", wenn nicht hin und wieder mal ein Stück vom Labor brennt. Die letzten Folgen waren von Hodgins Seite her zwar komplett nachvollziehbar und wirklich toll gespielt, aber das hat es auch nicht einfacher zum Anschauen gemacht. Gerade Angela hat mir da wirklich sehr leid getan. Daher bin ich unglaublich froh, dass es jetzt langsam aufwärtszugehen scheint. Okay, die Beziehung von Hodgins und Angela ist immer noch etwas merkwürdig und stimmt nicht so ganz, aber ein erster Schritt ist getan. Angela weiß sich ja auch zu helfen. Die Idee mit den verliehenen Ketten war echt herrlich (vor allem auch für Cam). Es scheint so, als wäre das Schlimmste überstanden.

"Oh no, I think you became a cop because your father is a pathological liar and made you question everything."

Geht Karen wirklich schon? Gerade mit Aubrey würde sie nämlich echt ein tolles Team abgeben. Überhaupt haben die beiden zusammen in dieser Episode den größten Eindruck hinterlassen. Okay, sie ist etwas nervig mit ihrem dauernden Psychoanalysieren von Menschen, aber damit kann man klar kommen. Anfangs war ich etwas irritiert von Karens Flirtversuchen. Wieso hat Aubrey da nicht gleich klargemacht, dass er schon mit jemandem ausgeht? Schließlich hatten Aubrey und Jessica in #11.14 The Last Shot at a Second Chance einige ziemlich romantische Momente, da hätte ich schon eine etwas klarere Entscheidung von ihm erwartet. Von dem her war der Übergang schon etwas holprig gemacht. Naja, das Ganze hat sich ja dann eh schnell aufgelöst, trotz Booth, der sich einen schrecklichen Spaß daraus gemacht hat, Aubrey aufzuziehen ("and then the candles are burning low, all night long.").

Ganz nebenbei wird durch den Fall der Woche aber noch ein ganz anderer Handlungsstrang für Aubrey angefangen: Sein Vater ist wieder in der Stadt und lässt ihn verfolgen. Nur warum? Möchte er sich nach all den Jahren mit seinem Sohn versöhnen, oder hat er womöglich kriminelle Hintergedanken? Es dürfte wirklich spannend werden, ob und vor allem was sich daraus entwickeln wird. Bis jetzt hat Aubrey ja klargemacht, dass er von seinem Vater nichts hält und auch keinen Kontakt mehr mit ihm haben möchte. Wie Karen ja so schön analysiert hat, sind es die Entscheidungen seines Vaters gewesen, die Aubrey zu dem gemacht haben, der er heute ist. Von dem her bin ich gespannt, wie sich die Sache weiterentwickeln wird.

Fazit

Eine eher durchschnittliche Folge, die dafür einige nette Charaktermomente und eine neue Storyline für Aubrey zu bieten hatte. Es bleibt zu hoffen, dass Hodgins weiterhin Fortschritte macht und damit bald wieder richtiger Teil des Teams des Jeffersonian Institutes wird.

Denise D. - myFanbase

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