Bewertung: 8

Review: #8.04 Träume, Tiger, Tagelöhner

Foto: Emily Deschanel, Bones - Copyright: 2012 Fox Broadcasting Co.; Brian Bowen Smith/FOX
Emily Deschanel, Bones
© 2012 Fox Broadcasting Co.; Brian Bowen Smith/FOX

Ich habe es nicht für möglich gehalten, aber die Geschichte um Sweets wird fast nahtlos weitergeführt. Außerdem präsentiert man uns Zuschauern einen soliden Fall, der wirklich unterhalten kann und zum Nachdenken anregt. Als Sahnehäubchen wird auch die grundsolide Beziehung zwischen Booth und Brennan thematisiert. Für mich ist dies die bisher beste Episode der Staffel.

Sweets und der richtige Schritt

Die Storyline schockte mich zunächst einmal kurzzeitig. Nach all dem was in #8.03 The Gunk in the Garage passiert war, machte es zunächst den Eindruck, dass eben dies vergessen wird und es für Sweets und Daisy einfach weitergeht. So sehr ich mich über ein Weiterkommen der Beziehung zwischen den beiden gefreut hätte, umso erleichterter bin ich über diese Fortsetzung und die darin begründete Wendung. Denn alles andere als eine Trennung hätte ich an dieser Stelle letztlich unglaubwürdig gefunden. In dieser Folge wurde bestätigt, was ich kommen sah: Für Sweets war die Beziehung nicht so ernst, wie sie für Daisy war. Dies ist auch der Grund, welchen Sweets vorgibt, als er schließlich die Beziehung zu Daisy beendet. Er erkennt, dass beide völlig verschiedene Dinge wollen. Es ist zwar tragisch, dass Sweets seine Beziehung verliert, wo er gerade erst einen guten Weg gefunden hatte und alles andere in seinem Leben einen Sinn zu ergeben schien, doch kann ich der Entwicklung trotzdem nur meine Zustimmung geben und freue mich auf kommende Ereignisse, Storylines, Selbstzweifel und die Suche nach einer neuen Freundin. Ich finde es gut, dass Sweets mit Daisy so offen umging und ihr genau sagte, woran ihre Beziehung scheiterte, bevor er mit ihr Schluss macht. Er sagt ihr klar, dass er keinerlei Intention hat, Daisy zu heiraten und den Schritt des Zusammenziehens einfach vollkommen unterschätzt hat. Ich bewundere die Ehrlichkeit an der Stelle.

Brennan for President

"Brennan als Präsidentin der Vereinigten Staaten" ist ein Gedanke, der mir nie gekommen ist und der unglaubliche Möglichkeiten offenbart. Alles gepaart mit Brennans leicht antisozialer Art ist einfach umwerfend und konsequent gut umgesetzt. Mir gefallen alle von Brennans - wenn auch im wahren Leben kaum umsetzbaren - Gesetzesvorschlägen und Wirtschaftsthemen. Sie will eine bessere Welt kreieren, was ich nur gutheißen kann. Brennan sieht die Welt in klaren Linien und weiß, wohin es gehen sollte. Dass sie dabei die Problematik der Umsetzung außer Acht lässt, ist zunächst nicht wichtig. Die Ideen alleine reichen schon. Es macht Brennan in dieser Folge unglaublich nahbar und herzlich.

Doch der größere Pluspunkt ergibt sich erst, wenn man die Storyline komplett betrachtet. Es ist Booth, der Brennan konsequent unterstützt, auch wenn er nicht glaubt, dass seine Freundin eine gute Präsidentin wäre. Er steht hinter ihr und lässt am Ende sogar Buttons drucken. Eine nette kleine Wendung, die die Beziehung der beiden zeigt. Sie haben sich ziemlich gut von allem erholt, was sie vor nicht allzu langer Zeit aus der Bahn geworfen hat.

Der Fall der Woche

Ein Pärchen streitet, weil ihr Wagen liegen geblieben ist. Er hat sich im Dreck festgefahren, und nach einem kurzen Durchdrehen der Reifen erkannt man, dass es wohl mehr als nur Schlamm ist, der dem Mann ins Gesicht spritzt. Denn der Wagen steht auch auf einem toten Menschen. Wenn eine Storyline um Tagelöhner nicht schon interessant genug ist, kommen noch illegale Tierhändler hinzu. Alles gipfelt im emotionalsten "Bones"-Moment seit langem. Booth muss seine Freundin davon abhalten, den Tierhalter auf der Stelle zu erwürgen. Sie ist so erschüttert über den Tod des Tieres, dass man als Zuschauer ein richtig schlechtes Gewissen bekommt. Man denkt unausweichlich darüber nach, wie sehr Tiere im Zoo vielleicht leiden und wie die Menschheit große Lebensräume der Wildtiere zerstört.

Fazit

Zusammenfassend kann man in dieser Episode alles auf einen Nenner bringen: Großartig. Es gibt nur wenige Kleinigkeiten, an denen ich etwas auszusetzen habe. Zwar stehen die meisten anderen Charaktere wieder sehr im Hintergrund, doch das stört überhaupt nicht. Kurz gesagt, eine sehr gelungene Episode!

Jamie Lisa Hebisch - myFanbase

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