Bewertung: 5

Review: #6.18 Die fabelhafte Welt des Verbrechens

Foto: Emily Deschanel & David Boreanaz, Bones - Copyright: 2011 Fox Broadcasting Co.; Brian Bowen Smith/FOX
Emily Deschanel & David Boreanaz, Bones
© 2011 Fox Broadcasting Co.; Brian Bowen Smith/FOX

Ein mysteriöses Wesen, das nachts im Wald einen Mythbuster umbringt? Im Laufe dieser Folge habe ich mich immer gefragt, wann denn die Winchesters aus "Supernatural" auftauchen, um dem Team zu helfen, das Monster zu erlegen. Aber nein, natürlich haben wir es hier mit nichts Übernatürlichem zu tun, sondern nur mit der fabelhaften Welt des Verbrechens.

"I hate online dating."

Ein Pärchen macht sich beim ersten Date auf Schmetterlingssuche. Was eigentlich ganz romantisch klingt, nimmt eine bittere Wendung, als sich herausstellt, dass die hübschen Tierchen gerne Aas fressen und sich deswegen auf einer Leiche im Park angesammelt haben. Das war's dann wohl mit dem Date.

Als die Leiche im Jeffersonian Institute untersucht wird, finden sich einige merkwürdige Dinge: Die Knochen haben verschiedene Bissspuren und das Herz wurde entfernt. Das, zusammen mit der am Tatort gefundenen Ziege bringt Hodgins und Vincent auf die Idee, dass es sich um einen Chupacabra handeln könnte, eine mystische Tiergestalt. Diese Vermutung wird davon unterstützt, dass es sich bei dem Opfer um den bekannten Mythbuster Lee Coleman handelt. Der hatte laut seiner Produzentin ein Problem mit einer Tierhellseherin, die er entlarvt hatte. Als diese zur Vernehmung gerufen wird, behauptet sie, dass der Hund, der Coleman damals angegriffen hatte, eigenständig gehandelt hätte, und dass es ihm leid täte. Als Alibi gibt sie an, bei einer Tierfarm gewesen zu sein, und dass das Team nur die Hühner zu fragen bräuchte. Eine sehr skurrile Frau. Mithilfe einer versteckten Kamera kann Angela eine Tonspur zur Zeit des Mordes extrahieren, auf der ein Tierruf zu hören ist, der sich als von einem Mensch imitiert herausstellt. Außerdem wird eine Creme in der Wunde des Opfers gefunden, die zum Präparieren von Tieren verwendet wird. Unser Opfer wurde also doch nicht von einem Fabelwesen umgebracht, sondern von einem Menschen, der es so aussehen lassen wollte, als wäre es der Chupacabra gewesen. Ein Herbergenbesitzer, der durch die vom Trubel angelockten Menschenmassen das Geschäft seines Lebens macht, hat einen ausgestopften Bären in seiner Eingangshalle, dessen Eckzahn fehlt - genau so eine Bissspur wurde auf dem Opfer entdeckt. Der Besitzer behauptet, die Leiche nur gefunden zu haben. Daraufhin hatte er die Idee, alles so zu inszenieren, als hätte ein Chupacabra den Mann umgebracht, um sein Geschäft aufzubessern. Schließlich kann eine der Angestellten der Lodge überführt werden. Sie hatte Coleman versehentlich im dichten Wald erschossen, da er keine Warnweste getragen hatte. Nachdem der Chupacabra kurzfristig als Verdächtiger im Raum stand, eine etwas ernüchternde Auflösung. Da sehe ich es doch wie Hodgins: "Don't sound so sad. Do you really want to live in a world where Chupacabras run free?" - "Yes, I really do."

Das Team

Vincent macht ein Programm bei den Anonymen Alkoholikern und muss sich für seinen nächsten Schritt bei allen entschuldigen, die er geschädigt hat, während er betrunken war. Ob diese das nun wissen, oder nicht. Und so kommen wir zu einigen lustigen Szenen, in denen sich Vincent fast schon zu ehrlich für die verschiedensten (und verrücktesten) Dinge entschuldigt, die er dem Team in letzter Zeit angetan hat. Besonders oft scheint er behauptet zu haben, mit seinen Kolleginnen geschlafen zu haben. Brennan muss über die Absurdität dieses Gedankens herzlich lachen, da tat einem Vincent schon fast leid. Hodgins rächt sich anders an Vincent und lässt ihn durch ein mit Ruß beschmiertes Mikroskop sehen. Unterdessen behauptet Booth gegenüber Brennan, während eines Einsatzes in Nepal in einem Schneesturm den Yeti gesehen zu haben. Brennan versucht während der ganzen Folge, Booth davon zu überzeugen, dass das nicht möglich ist, bis er ihr am Schluss gesteht, dass er sich das Ganze nur ausgedacht hat. Oder doch nicht?

Fazit

Und wieder eine Fillerfolge mit einem im wahrsten Sinne des Wortes fantastischem Fall und nur wenig Charakterentwicklung. Ach übrigens: Dass diese Folge vom Thema her doch etwas aus dem üblichen "Bones" Universum fällt, kann auch daher kommen, dass sie von John Francis Daley geschrieben wurde.

Denise D. - myFanbase

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