Bewertung: 7

Review: #3.09 Morgen kommt kein Weihnachtsmann

Foto: David Boreanaz & Ty Panitz, Bones - Copyright: 2007 Fox Broadcasting Co.; Isabella Vosmikova/FOX
David Boreanaz & Ty Panitz, Bones
© 2007 Fox Broadcasting Co.; Isabella Vosmikova/FOX

Das war sie also, die allererste Weihnachtsfolge von "Bones" überhaupt, samt eines ersten zaghaften Kusses zwischen Brennan und Booth. Was den ersten Part dieser Premiere angeht, bin ich auch mehr als begeistert, was ich von dem Kuss leider allerdings überhaupt nicht behaupten kann. Da schleichen Brennan und Booth mittlerweile seit geschlagenen zweieinhalb Staffeln umeinander herum, um dann ihren ersten Kuss so schlecht inszeniert und völlig leidenschaftslos zu haben. Man muss dazu sagen, dass dieser besagte Kuss geschnitten wurde und in der Originalversion viel leidenschaftlicher und mitreißender ist. Leider erschließt sich mir der Grund absolut nicht, warum man sich dazu entschieden hat, gerade den Teil aus einem Kuss heraus zu schneiden, in welchem nicht nur die Lippen platt aufeinander gepresst werden. Denn so, wie der Kuss schlussendlich ausgestrahlt wurde, ergibt das mit dem witzigen Kaugummitausch und auch die perplexe Reaktion von Caroline überhaupt keinen Sinn. Als jemand, der sich schon vorher einige Gedanken darüber gemacht hat, wie die Autoren letztendlich den ersten Kuss zwischen den beiden darstellen werden, bin ich echt ziemlich enttäuscht. Irgendwie war es einfach völlig billig inszeniert und es wurde den beiden Hauptcharakteren einfach absolut nicht gerecht. Ich bin mir auch gar nicht wirklich so sicher, ob es überhaupt schon die richtige Zeit für eine solche Annährung war. Denn obwohl wir ja mittlerweile schon in der Mitte der dritten Staffel sind, hatte ich nicht wirklich das Gefühl, dass es jetzt unbedingt schon zu einem Kuss kommen muss. Dafür liebe ich das liebevolle Geplänkel und die knisternden Situationen zwischen Brennan und Booth einfach viel zu sehr und habe Angst, dass diese ab jetzt immer beklemmend wirken werden.

It`s Christmas Time…

Generell muss ich sagen, dass ich eigentlich so gar kein Freund von saisonalen Episoden bin. Egal ob Thanksgiving, Valentinstag oder eben Weihnachten. Denn leider sind diese Folgen eben meistens nur belanglose Füllfolgen und sollen gezwungen romantisch und gestellt gefühlvoll sein. Aber ich muss wirklich zugeben, dass es den Machern von "Bones" absolut gelungen ist, dem Zuschauer das Thema Weihnachten nahzubringen, ohne gestellt oder deplatziert zu wirken. Die letzten Minuten dieser Episode verdienen wirklich die absolut volle Punktzahl und ich schäme mich nicht zuzugeben, dass ich wirklich die eine oder andere Träne wegdrücken musste. Die einzelnen Schnitte zu unseren Bones-Lieblingen, mit toller Musik untermalt, waren wahnsinnig gefühlsbetont, ohne inszeniert zu wirken. Dass Brennan selber letztendlich doch nicht nach Peru gefahren ist und zusammen mit ihrer kaputten Familie Weihnachten feiert, war ein großer Schritt in die richtige Richtung. Besonders gefreut hat mich auch als Parker zur Tür reinkam und seinem Vater mit seiner Anwesenheit das beste Geschenk zu Weihnachten machte. Die beiden sind einfach herrlich süß zusammen und ein absolut tolles Team. Auch das leise knistern zwischen Booth und Brennan, als Booth einen Weihnachtsbaum zum Gefängnis bringt, hat mehr gesagt, als der blöde Kuss zwischen den beiden das je gekonnt hätte. Die ganzen Weihnachtsszenen am Schluss waren einfach herrlich schlüssig und trotzdem extrem gefühlvoll. Ganz großes Kino, kann ich hier nur sagen.

Und alles was da sonst noch so war…

Absolut erwähnenswert ist an dieser Stelle auch noch, dass Dr. Lance Sweets anscheinend nun offiziell in den Hauptcast aufgenommen wurde. Ich habe das mit großer Freude festgestellt, denn ich finde seine Rolle einfach nur großartig. Mit John Francis Daley ist dieser tolle Charakter absolut perfekt besetzt und sorgt mit seinen spontanen Analysen für herrliche Schmunzler und ist besonders im Zusammenspiel mit Booth und Brennan eine Wucht. Auch alle anderen diversen Charaktere wachsen mir immer mehr ans Herz. So sind auch Angela und Hodgins http://www.myfanbase.de/bones/?pid=3089[/url] nach wie vor ein [url=Paar, das durch seine herzerwärmende Frische und sympathische Ehrlichkeit begeistert. Es kommt immer das nötige Gefühl rüber, ohne gestellt kitschig zu wirken. Und auch Cam, der ich in der zweiten Staffel noch nicht wirklich was abgewinnen konnte, wird mir von Folge zu Folge immer sympathischer. Sie gehört für mich nun endgültig fest zum Team, was sich auch in dem Schnitt zur Weihnachtsparty der Blinzler im Jeffersonian noch mal herrlich bewiesen hat.

Der Fall der Woche

Ach ja, seien wir ehrlich, der Brüller war dieser Fall nicht gerade. Diese ganze Weihnachtsmanngeschichte war einfach nur lahm und ohne jegliche Spannung. Auch die Auflösung wurde dann mal eben zack zack aus dem Hut gezaubert, ohne jetzt wirklich schlüssig zu wirken oder besonders originell zu sein. Denn nachdem erst alles so mysteriös und geheimnisvoll aufgezogen wurde, fand ich dann die "Mord im Affekt" Sache doch etwas billig. Letztendlich konnte sich dann hier wieder meine Antipathie gegen saisonale Episoden durchsetzen. Wobei ich mir nach dem grandiosen Schocker-Cliffhanger der letzten Episode, schon gedacht hatte, dass diese Folge in eine andere Richtung gehen wird und es nicht direkt mit der spannenden Gormogon-Story weitergeht. Leider vermieste einem der Fall der Woche irgendwie große Teile, einer sonst doch hervorragenden Episode.

Fazit

Ich neige dazu, wegen der letzten großartigen fünf Minuten, eine höhere Punktzahl zu verleihen, als diese Folge eigentlich verdient hätte. Aber wenn man es wirklich objektiv betrachtet, war die erste halbe Stunde echt lahm und daran konnte auch der Kuss nichts ändern. Auf Grund der letzten fünf Minuten, die charaktertechnisch so stark waren, bekommt diese Folge aber trotzdem gute sieben Punkte!

Nina V. – myFanbase

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