Bewertung: 6

Review: #2.14 Das Recht und die Befangenheit

Foto: Emily Deschanel & David Boreanaz, Bones - Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
Emily Deschanel & David Boreanaz, Bones
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Mein Wunsch hat sich erfüllt: Bones und Sully sind tatsächlich ein Paar. Oh ja, ich kann mir vorstellen, dass viele sich jetzt fragen, was zum Teufel ich hier schreibe, schließlich sind doch Bones und Booth füreinander bestimmt, doch die Romanze von Bones und Sully schließt ein Happy End für Bones und Booth ja gar nicht aus.

Fakt ist, dass Bones und Booth zum jetzigen Zeitpunkt noch weit davon entfernt sind, ein Paar zu werden, und so macht es Sinn, dass Bones mit einem anderen Mann romantische Erfahrungen sammelt. Booth hatte schließlich schon einige Beziehungen und ist sogar Vater, während die gute Bones in Sachen Liebe eher unerfahren ist. Deshalb tut ihr Sully sicher gut. Er bringt sie dazu, lockerer und sozialer zu werden, sich mehr zu öffnen und auch mal den ersten Schritt zu machen. Wer weiß, vielleicht ist es am Ende Booth, der davon profitiert. In jedem Fall ist Sully im Moment genau das, was Bones braucht. Ich mag die beiden zusammen, zumal diese Romanze auch zu intimen Gesprächen zwischen Bones und Angela führt, die nun beide zur gleichen Zeit in einer festen Beziehung stecken. Das hatten wir so oft auch noch nicht.

Der Fall der Woche lässt sich als mittelprächtig bezeichnen. Hodgins’ Verhalten kann ich nicht ganz nachvollziehen, denn immerhin hat er seinen Job und seine Beziehung mit Angela riskiert. Außerdem sollte er doch wohl intelligent genug sein, um von Anfang an zu wissen, welche Folgen es hat, wenn seine Verbindung zu dem Opfer und dessen Frau aufgedeckt wird. Was bringt es, sich unbedingt an einer Mördersuche beteiligen zu wollen, wenn man am Ende Schuld sein könnte, dass der Täter nicht verurteilt werden kann? Das ergibt wenig Sinn. Ganz nebenbei erweckt dies auch den Eindruck, als habe Hodgins nicht viel Vertrauen in seine Kollegen, denn sonst hätte er ihnen zugestanden, den Fall ganz alleine zu lösen.

Ungewohnt ist sicher auch, dass diese Episode zu einem nicht unerheblichen Teil vor Gericht spielt. Das ist einerseits eine nette Abwechslung, doch andererseits hat man sich daher für die Aufklärung des Falls an sich nicht viel Zeit genommen und hat uns sehr plötzlich den Täter präsentiert, der danach nur noch im Gerichtssaal herumsaß und beim Zuschauer keinerlei Emotionen weckte, weder Mitleid noch Hass.

Gut gefallen hat mir dagegen das Wiedersehen mit der Staatsanwältin Caroline, die sowohl die Stärken als auch die Schwächen des Teams aus dem Jeffersonian durchschaut und den "Gehirnakrobaten" mal ordentlich den Kopf wäscht, in dem sie diese darauf aufmerksam macht, dass sie sich in all ihrer Genialität zu leicht ablenken lassen. Dabei bringt sie noch einmal kurz alle Pannen aus den letzten Episoden auf den Tisch, was ein gelungener Rundumschlag ist, den das Team durchaus mal verdient hat.

Maret Hosemann - myFanbase

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