Bewertung: 6

Review: #1.06 Der Mann in der Wand

Bones versucht sich zu amüsieren, wird in eine Schlägerei verwickelt und entdeckt daraufhin eine Mumie. Anschließend sind sie und Angela high wie Junkies, doch kein Grund für Brennan den Tod der Mumie nicht unter die Lupe zu nehmen - an Ort und Stelle. Es ging gleich richtig lustig und unterhaltsam mit "Bones" los, was eine interessante Folge versprach.

Bones und Vergnügen? Das kann ja nicht gut gehen, und dass Brennan im Prinzip nur Wörter aus der Forensik kennt, merkt man bereits, als sie sich mit ihrer Freundin Angela im Klub unterhält und nichts von dem, was Angela erzählt, versteht. Sie missversteht alles. Der Anfang dieser Episode war schon mal sehr gelungen, es steigerte sich aber noch, als Bones auf der Tanzfläche anfängt Menschen zu analysieren und Ärger mit denen bekommt. Sie wollte ja nicht auf ihre Freundin hören, dass sie das lieber lassen soll. Ich habe nichts von dem, was Bones versucht den Afroamerikanern zu erklären, verstanden, aber es hatte seine Wirkung bei denen, die sich angesprochen fühlten. Auf einmal gab es eine Schlägerei, was man schon vorhersehen konnte bei dem Adrenalin, das in der Luft lag, und schließlich tauchte diese Mumie auf. Was für ein Opener einer Folge!

Als Booth auftaucht, sind Angela und Brennan kaum sie selbst, da sie bereits eine Menge Metamfetamin eingeatmet haben und Bones' Augen so groß wie Untertassen sind. Emily Deschanel hat den Zustand, total von der Rolle und high zu sein, super dargestellt, vor allem urkomisch. Ich habe selten so gelacht, vor allem weil sie auch gar nichts dafür konnte und dazu gar nicht aus ihrem Tatendrang herauskam und den Fall am liebsten gleich an Ort und Stelle gelöst hätte. Booth konnte sich natürlich das Lachen nicht verkneifen, was echt verständlich war bei diesem durchgeknallten und lustigen Anblick. Hat man ja auch nicht alle Tage, dass der Partner high ist.

Dass Bones Booth mal zur (fast) Sprachlosigkeit bringt, hätte man auch nicht gedacht, doch als sie sich die Haut von der Hand der Mumie über ihre stülpt, wird ihm doch sehr anders, eigentlich schon davor, während Brennan mit der Hand herumhantiert. Ich glaube, er wäre am liebsten sofort in den Urlaub geflogen. Aber dann kam Bones' Auftritt, als sie Booth einige Rapper aufzählte und von ihnen berichtete und schließlich sagte, dass sie gegoogelt hätte.

Der Fall an für sich war sehr interessant, allein schon, weil es um eine Mumie ging und dann die Umstände, wie der DJ Roy Tayler starb und später eine weitere Leiche, seine Freundin, gefunden wurde. Des Weiteren wie sich Booth von Taylers Vater von seinen Vorurteilen abbringen ließ und er anfing, an den Fall neu heranzugehen, was womöglich daran lag, weil er selbst einen Sohn hat. Er bezieht sogar Hodgins ein und fragt ihn nach seiner Meinung, was ich wirklich nett fand. Hodgins wollte jedoch anfangs gar keine Hypothesen aufstellen, was mit großer Wahrscheinlichkeit daran liegt, dass sich Booth oft so abwertend gegenüber den Blinzlern äußert, aber als er Booth weiterhelfen konnte, fühlte er sich richtig gut und nicht ausgeschlossen.

Als Booth und Tessa beschließen, nach Jamaika zu fliegen, bekommen sie es mit der Angst zu tun, nur weil Angela behauptet, dass sie nach Jamaika reif fürs Zusammenziehen wären. Angela hat aber gute Fakten präsentiert und Tessa meint, sie spinne, doch später findet Angela heraus, dass Tessa nicht mehr fahren will, angeblich weil im Job etwas dazwischen gekommen ist. Sie glaubt das jedoch nicht, was sie ihrer Freundin Brennan erklärt. Booth und Tessa hätten Panik bekommen, da sie fast bei Phase sechs angekommen wären: dem Zusammenziehen, was nach Phase fünf, dem gemeinsamen Urlaub, gekommen wäre. Angela ist schon witzig und originell, wie sie die Menschen immer wieder haargenau einschätzen kann und mit ihrer Einschätzung nicht falsch liegt.

Schließlich holt Booth Rulz zum Verhör und der will unbedingt ins Gefängnis, auch wenn er den Mord nicht begangen hat, nur damit seine Plattenverkäufe steigen. Bones versteht die Welt nicht mehr, weil Booth sich auf den Deal einlässt. Im Vergleich zu Brennan versteht er die Rappersprache und weiß auch was "abspringen" bedeutet, Bones denkt jedoch "sich umbringen". Rulz fragt Booth verwundert, woher er Bones hätte und der antwortet doch tatsächlich das zweite Mal in dieser Folge mit "aus dem Museum".

Fazit

Die Folge war sehr unterhaltsam, vor allem der Anfang. Danach ging teilweise die Spannung und auch der Unterhaltungsfaktor flöten, was ich nach diesem grandiosen Start schade finde. Der Fall an für sich war schon interessant, schon allein deshalb, weil es um eine Mumie ging und man von Beginn an bei keinen der Verdächtigen an eine Schuld glaubte. Bones mag jetzt Hip-Hop und außerdem googelt sie, wenn sie nach Informationen sucht, was ich sehr witzig fand. Sie ist schon eine seltsame, aber unterhaltsame Frau, die unbedingt mal ausprobieren sollte, wie es am Strand ist, ohne an die Forensik zu denken.

Dana Greve - myFanbase

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